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Fincas und Wohnungen auf Mallorca, Teil II



Mallorca Finca Son Pons © by Finca_eu - flickr.com
Finca auf Mallorca

Suche und Miete auf Mallorca

Situation

Einfach nach Mallorca zu reisen und sich erst dort nach einer passenden
Ferienwohnung umzusehen, ist ein bißchen aufwendiger als »nur« ein Zimmer zu finden. Es bedingt im Grunde genommen die Motorisierung ab Flughafen und vorübergehende Einquartierung in ein Hotel, bis man fündig geworden ist. Die damit verbundene Unbequemlichkeit und der Zeitverlust rechtfertigen dieses Vorgehen eigentlich erst ab einer Aufenthaltsdauer von 4-6 Wochen, besser länger. Gar nicht zu empfehlen ist es in der Zeit von Juni bis Ende September. Bis Mitte Mai (Ausnahme Osterwochen) und ab Mitte Oktober sind die Erfolgsaussichten gut.

Im April (Ausnahme Ostern), Mai und Oktober sind ansprechend ausgestattete 2-3-Zimmer Apartments in günstiger Lage ab ca. €500-€600 pro Woche zu haben. Im Juni und September liegen die Forderungen ab €800 und mehr bei abnehmender Verfügbarkeit. Im Hochsommer geht’s in guten Lagen ab €1000/Woche los. In den Wintermonaten (November bis einschl. März) lassen die meisten Eigentümer über den Preis mit sich reden. Wohnungen gibt es dann je nach Größe, Lage und Komfort ab ca. €800/Monat.

Finca © by Frank Jakobi - flickr.com
Rosenbewachsene Finca auf Mallorca

Vorgehen


Direkt auf Mallorca sollte man zweigleisig vorgehen:

  • Auf jeden Fall Mallorca Magazin und Mallorca Zeitung kaufen. Im Internet finden insbesondere Langzeitmieter eine weitgefächertes Angebot samt Mietspiegel und Hinweisen zum spanischen Mietrecht unter www.mallorca-mietboerse.com. In Supermärkten und anderswo liegt der Mallorca Anzeiger El Aviso gratis aus (viele Anzeigen, monatlich neu). Wer spanisch versteht, besorgt sich außerdem die Anzeigenblätter truque und Venta y Cambio (2x wöchentlich).
  • In den Ort der Wahl bzw. das bevorzugte Zielgebiet fahren und nach Schildern mit der Aufschrift SE ALQUILA oder A ALQUILER (»man vermietet«, »zu vermieten«) Ausschau halten. Üblicherweise ist eine Telefonnummer angegeben. Vorteilhaft dabei sind Spanischkenntnisse, zumindest aber Englisch.

Vorschriften für die gewerbliche Vermietung

In Anbetracht der ’zigtausend Apartments und Fincas in privater Hand, die einen Großteil des Jahres erkennbar leer stehen, verwundert eigentlich, dass offene Vermietungsangebote rar sind. Man wird auch vor Häusern und Wohnungen, die per Inserat bei uns offeriert werden, oft genug kein se-alquila-Schild finden. Das liegt an den restriktiven Vorschriften zur gewerblichen Vermietung von zunächst privat erworbenem Wohneigentum. Sie wurden zwar 2007 etwas gelockert, aber nach wie vor muss jeder Vermieter eine staatliche Genehmigung dafür besitzen. Sie ist mit allerlei Auflagen verbunden, vor allem mit Besteuerung der Einnahmen. Die zu vermeiden, mühen sich Immobilienbesitzer nach Kräften.

»Schwarzvermietung«

Seit langem laufen die mallorquinischen Hoteliers Sturm gegen die »Schwarzvermietung« von angeblich über 10.000 Objekten. Und ab und zu verhängt man sogar Strafen über einige Erwischte. Aber solange die Mieter aus dem Ausland kommen und bei – nur auf Anzeige hin erfolgenden – Kontrollen angeben, Freunde des Eigentümers zu sein, ist kaum das Gegenteil zu beweisen.

»Fußangel« Internet

Seit jedoch mehr und mehr Objekte im Internet angeboten werden, hat sich die Zugriffsmöglichkeit der Finanzverwaltung auf illegal vermietende Immobilieneigner verbessert. Angeblich werden jedes Jahr mehr »illegale« Vermietobjekte im www aufgespürt und deren Eigentümer zur Kasse gebeten.