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Die mallorquinischen Busse für den regionalen Verkehr entsprechen insgesamt modernen Anforderungen und sind mittlerweile allesamt mit Klimaanlagen ausgerüstet, im Sommer ein nahezu unverzichtbarer Komfort. Das gilt auch für die meisten der heute eingesetzten Kurzstreckenbusse mit viel Stehplatzkapazität.

Die Fahrpreise sind niedrig, variieren aber stark je nach Strecke und Betreiber: neben der gelbroten Staatslinie tib (Transport de Illes Balears, die für die an den Schienenverkehr angeschlossenen Buslinien besonders günstige Zonentarife haben) sind private Busunternehmen mit eigenen Tarifen engagiert. So oder so: bei Fahrten quer über die Insel allein ist der Bus das billigste Verkehrsmittel auf Mallorca. Ab 2 Personen gerät man bei ausgedehnteren Tagesausflügen aber schon arg in die Nähe der oder sogar über die Leihwagenkosten.

Eine Anfahrt mit Linienbus hat bei Wanderungen und Bootsausflügen den Vorzug, dass man kein Fahrzeug am Ausgangspunkt zurücklässt und daher leichter Einwegtouren durchführen kann.

Den positiven Aspekten gegenüber steht zunächst die relative Unbequemlichkeit des Linienbusses: Anmarsch zur Haltestelle, Wartezeiten, eventuell Überfüllung, Hitze, unpassende Abfahrtszeiten und ungünstige Anschlüsse beim manchmal unvermeidlichen Umsteigen. Raum für spontane Entschlüsse bleibt kaum; ohnehin existieren zu zahlreichen Zielen abseits der größeren Ortschaften keine Verbindungen. Und selbst wenn, können diese bei geringer Verkehrsfrequenz zu den gegebenen, oft sehr frühen oder späten Abfahrtszeiten nur unter Schwierigkeiten wahrgenommen werden. Typisches Beispiel dafür sind die Küstenorte Estellencs und Banyalbufar und deren fehlende Direktverbindung mit den südwestlichen Urlaubsorten (Busse nur ab Palma dorthin).

Erwägenswert sind größere Ausflüge mit dem Bus daher vor allem für Besuche in Palma oder – vom Großraum Palma aus – zu unkompliziert über Hauptstraßen direkt erreichbaren Zielen. Die im Kapitel 9 unseres Reiseführers vorgeschlagenen Ausflugsrouten, von denen sich viele im Prinzip per Bus durchführen ließen, sind wegen des damit verbundenen Zeitbedarfs überwiegend nur in verkürzter Form an einem Tag machbar.



Anders sieht es bei Kurzstrecken aus, sofern man ggf. volle Busse, Wartezeiten in praller Sonne etc. mit Gleichmut erträgt. Von einigen Urlaubszentren aus lassen sich die umgebenden Orte recht gut per Bus kennenlernen. Insbesondere gilt das, wenn man im Südwesten, im Großraum Palma, in der Nordostecke (Cala Millor/Cala Rajada) oder im Bereich Port de Pollença bis C'an Picafort logiert.

Aktuelle Fahrpläne mit Tarifinfos gibt es – wiewohl in etwas unübersichtlicher Form und oft mit erheblicher Verspätung, also lange nach Inkrafttreten von Veränderungen – in den Büros der Touristeninformation in allen Orten.Viel besser, detaillierter und aktueller informiert heute das Consorci Transports Mallorca (CTM) über alle öffentlichen Verkehrsmittel auf ihrem vorbildlichen Portal www.tib.org/de/web/ctm (diese Adresse führt gleich auf die Version in deutscher Sprache. Dort finden sich aber keine Tarife.

Der Busbahnhof in Palma wurde vom Ostende des Parc d’Estació unter den Park neben die Schienen der Incabahn verlegt. Im Bahnhof steht ein sehr übersichtlicher, aktuell gehaltener Infokasten mit allen Routen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln bedient werden.
Die Busse in Richtung Platja de Palma/S'Arenal und nach Illetes / Palma Nova / Magaluf / Santa Ponça / Peguera / Camp de Mar / Andratx / Sant Elm stoppen an der Plaça Espanya direkt vorm Parc d’Estacio und gegenüber. Fahrpläne und Tarife der Stadt- und Vorortbusse in Palma finden sich mit allen Details unter www.emtpalma.es.

Grundmann Mallorca RKH