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In Anbetracht des hohen Fahrzeugbestandes auf Mallorca wundert es nicht, daß selbst das kleinste Dorf mehr oder weniger zugeparkt ist. Und wo immer Besucher möglicherweise parken könnten, stehen nicht nur in Palma, Inca und Manacor, sondern allerorten Parkautomaten. Wo nicht, muß man darauf achten, nicht an durchgezogenen gelben Linien zu parken. Nur blaue Markierungen kennzeichnen innerörtlich zugelassene Parkplätze entlang der Straßen. Immerhin braucht man während der langen Mittagszeit, der Siesta, keinen Parkschein zu lösen (meist 14.00-16.30 Uhr, steht auf den Automaten).

Parkverstöße werden mit einheitlich €60 belegt. Aber: Bei Zahlung innerhalb 60 min. nach dem Verstoß kostet eine Annullierung bar am Parkscheinautomaten nur €6 (Annullierungsticket mit Umschlag am Automaten lösen und zusammen mit dem Parkticket in einen Schlitz werfen!). Ist die Stundenfrist überschritten, kann man beim nächsten Polizisten zahlen, so man einen findet: €12. Innerhalb 10 Tagen genügen bei Bankeinzahlung noch €30. Erst danach sind die €60 fällig. Mietwagenfahrer dürfen nicht darauf rechnen, ohne Zahlung davonzukommen. Erstens hat der Vermieter die Kreditkartennummer und zweitens kann mittlerweile die Zahlung EU-weit eingefordert werden. Wer Pech hat und zu lang im Parkverbot steht bzw. nicht gezahlt hat, muss mit einer Parkkralle rechnen.



Wenn Spanier nicht zahlen, unternimmt der Staat keine Anstrengung, die Schuld einzufordern. Die Geldstrafe wird einfach dem Fahrzeug belastet. Bei der nächsten Transaktion (Verkauf, Ummeldung etc.) ist dann die Summe aller aufgelaufenen Strafzettel plus Zinsen fällig. Der Staat spart so die »Eintreibbürokratie«.