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Menorcas Festungen an der Hafenbucht von Mao

Mahons Festung von innen; pixabay CC0

Menorca spielte über mehrere Jahrhunderte eine wichtige Rolle in diesem Teil des Mittelmeeres. Wer Menorca beherrschte, konnte auch die Balearen und das Seegebiet zwischen ihnen und dem Festland kontrollieren. Denn die Bucht von Maó bot wegen ihrer natürlichen Gegebenheiten ganzen Kriegsflotten Schutz.

Zusätzlich hatte man als Reaktion auf einen verheerenden Piratenüberfall im Jahr 1535 die Festung Sant Felip über der Hafeneinfahrt errichtet, die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert den Hafen von Maó schützte. Im 18. Jahrhundert wurde Sant Felip durch die Engländer zu einer der eindrucksvollsten Wehranlagen des westlichen Mittelmeeres ausgebaut.

Nach der Rückeroberung der Insel durch die Spanier Anfang des 19. Jahrhunderts befahl König Carlos II, die Festung zu schleifen. Die Briten unternahmen zwar einen Versuch, Sant Felip während ihrer zweiten Besatzungszeit wieder aufzubauen, beendeten diese Arbeiten aber nicht. Leider können die wenigen erhaltenen Ruinen nicht besichtigt werden, da dieses Gebiet auch heute noch eine militärische Sperrzone ist.

Mit der Zerstörung von Sant Felip war die Bucht von Maó nicht mehr gegen Angriffe von der Seeseite zu verteidigen, was den Bau einer neuen Festung notwendig machte. Bereits im 16. Jahrhundert hatten die Spanier und im 18. Jahrhundert die Engländer darüber nachgedacht, auch die Sant Felip gegenüberliegende Landseite für die Verteidigung zu nutzen. 1708 errichteten die Engländer dort die kleine Anlage Santa Ana und später zwei Verteidigungstürme. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entschloss sich die spanische Krone, dort eine neue Festung zu errichten. 1848 wurde der Bau von La Mola begonnen, aber erst Jahre später abgeschlossen. Die Anlage ist noch bestens erhalten.