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Ciutadella und Mahon (Maó) - Rivalen seit 2000 Jahren



Festes de Sant Joan
Auf dem Reiterfest Festes de Sant Joan in Ciutadella ©xixia-shutterstock.com

Ciutadella und Maó: Ein Vergleich

Maó und Ciutadella gelten als Rivalen seit Alters her – in Deutschland vielleicht vergleichbar mit dem Verhältnis von Köln und Düsseldorf. Indessen reicht die menorquinische Rivalität rund zwei Jahrtausende bis in die Zeiten der Römer zurück. Beide Städte wechselten sich mehrmals als Inselkapitale ab, wiewohl immer durch Entscheidungen externer Machthaber. 

 

 Überaus schwer belastet wurde ihr Verhältnis zueinander zur Zeit der Türken - überfälle auf die Balearen. Als in den Jahren 1535 (Maó) und 1558 (Ciutadella) jeweils eine der beiden Städte seeräuberischen Angriffen osmanischer Flotten zum Opfer fiel, dachten die Bürger der anderen Stadt gar nicht daran, den Nachbarn zu Hilfe zu kommen – sofern man den Geschichtsbüchern glauben darf.

Erstaunlich ist, dass auf der vergleichsweise kleinen Insel Menorca zwei Städte so unterschiedlichen Charakters existieren. Ciutadella blieb bis heute Stadt des Adels und des Klerus, Maó hingegen des Bürgertums, des Militärs und der Beamtenschaft. Während der Tourismus in Ciutadella eine deutlich sichtbare Rolle spielt und die Uferrestaurants dort vor allem auf touristische Kundschaft warten, besitzt er in Maó keine vergleichbar dominante Rolle, es sei denn, Kreuzfahrtschiffe haben unten im Hafen festgemacht und ihre Passagiere auf Stadterkundung geschickt. Die dicht besetzte Gastronomie entlang der Uferstraße des Port de Maó lebt nicht in erster Linie vom Fremdenverkehr, sondern bedient selbst im Hochsommer zahlreiche lokale Gäste.

Die Nase vorn hat Ciutadella, was die Reiterfeste angeht. Die Festes de Sant Joan gelten als High light schlechthin für ganz Menorca. Aber auch die Festes de la Gracia in Maó und anderswo können sich sehen lassen,

Grundmann RKH Menorca