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Maó - Die Inseln in der Bucht



Illa Pinto & Illa del Rei & Illa Quarantena & Illa del Llatzeret

In der Hafenbucht gibt es vier Inseln. Die westlichste ist die kleine Illa Pinto. Sie liegt Maó direkt gegenüber und ist nur 400 m vom Südufer der Bucht entfernt. Eine Brücke verbindet sie mit dem Nordufer. Einst von den Briten militärisch genutzt, schult dort heute die spanische Marine ihre Kadetten.
Die knapp 2 km vom Anleger in Maó entfernte Illa del Rei wurde nach Rei (König) Alfons III von Aragon benannt, der dort im Jahr 1287 mit seinen Truppen landete und über mehrere Tage auf Verstärkung wartete, bevor er die Rückeroberung Menorcas von den Arabern in Angriff nahm. Auf der Insel befinden sich die Grundmauern einer kleinen frühchristlichen Basilika (Basílica Paleocristiana) aus dem 6. Jahrhundert und – vor allem – der beachtliche Bau eines während der zweiten britischen Besetzung errichteten Militärkrankenhauses. Eine private Stiftung bemüht sich um die Erhaltung der vom Verfall bedrohten Gebäude. Ein kleines Museum informiert Besucher über den interessanten his - torischen Hintergrund der Anlage; www.islahospitalmenorca.org/en. Die Yellow Catamarans fahren im Sommerhalbjahr sonntags um 8.45 Uhr zur Insel (mit Rückfahrt 11 Uhr), Do auch 10.30 Uhr, und im Hochsommer sonntags um 10.45 Uhr. Im Winterhalbjahr sonntags um 8.45 Uhr ab Es Castell.
Die winzige Illa de la Quarantena vor Es Castell ist – wie die Illa Pinto – nicht öffentlich zugänglich. Im Mittelalter gab es dort eine Quarantänestation für pestverdächtige Schiffe. 1993 wurde die Insel als Nistplatz seltener Vogelarten zum Biosphärenreservat erklärt.
Direkt daneben liegt die etwas größere Illa del Llazeret. Sie wurde erst im Jahr 1900 durch den Bau des Kanals Sant Jordi von einer weit in die Bucht ragenden spitzen Landzunge zur »Insel auf der Insel«. Auf ihr wurde um 1800 ein Lazarett als Quarantänestation eingerichtet, als die Illa de la Quarantena dafür zu klein geworden war. Fast 400.000 Menschen von mehr als 13.000 Schiffen wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts durch diese Einrichtung geschleust, bevor sie einen Fuß auf Menorca setzen durften. Heute nutzen das spanische Gesundheitsministerium und das Forschungsinstitut für menorquinische Geschichte die restaurierten Gebäude für Seminare und Kongresse.



Grundmann RKH Menorca