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Bahn-Hasser-Bücher im Überblick

Kategorie: Reisebücher des Monats ǀ

Die Deutsche Bahn hat in der Öffentlichkeit nicht den besten Ruf. Dies spiegelt sich auch in einer Reihe von Publikationen aus den letzten Jahren wider. Ein Überblick..

Rabenschwarzer Bahnalltag auf den Punkt gebracht?

Es fing an mit dem Bahnhasser-Buch im Jahre 2003, in dem der Autor erstmalig den alltäglichen Ärger der Bahnkunden anhand von Fallbeispielen in Worte fasste.

Mit Senk ju vor träwelling folgte in 2008 ein Versuch, den oft als desaströs empfundenen Bahnalltag satirisch aufzuarbeiten. Die Reaktionen waren allerdings etwas gespalten. Viele Leser konnten dem täglichen Bahnelend vielfach keine lustige Seiten abgewinnen. Das Buch aber wurde zum Bestseller.

Auf den gleichen "Zug" sprang das Buch Wie wisch ju a plessant dschörni: Kuriositäten aus dem Bahnalltag von Februar 2009.

Im März 2009 erschien Senk ju vor träwelling 2 - und erntete von renommierten Zeitungen Anerkennung. Die Süddeutsche Zeitung schrieb, dass man beim Lesen den Unterschied zwischen Realität und Satire oft nicht mehr erkennen könne, was keine Kritik am Buch, sondern an der "surrealen Wirklichkeit" des Bahnbetriebs sein sollte.

Anfang 2010 kam dann schließlich das Schwarzbuch Deutsche Bahn heraus und setzte der bisherigen Kritik noch eins drauf:  "Die brisante Wahrheit über die Machenschaften der Deutschen Bahn" wollten die Autoren herausstellen. Hier steht die These im Hintergrund, dass die meisten Mängel bei der Bahn auf die fatale Sparpolitik des Konzerns zurückzuführen seien, der auf Gedeih und Verderb börsenfähig gemacht werden sollte.

Wie immer man die Bücher im Einzelen bewertet, sie zeigen auf, dass das übergroße bundeseigene Transportunternehmen ein Imageproblem hat, an dem es zum großen Teil vermutlich selbst schuld ist.

Die Abkehr von den unseligen Anglizismen allein wird es nicht richten, da muss der Bahnvorstand noch kreativer werden und wieder mehr Geld, Personal und Schulung (!) in Qualität und Service investieren. Dann erscheint vielleicht in ein paar Jahren einmal ein "Weißbuch Deutsche Bahn".