Suche innerhalb von reisebuch.de

Kopenhagen Reisebericht, Teil II

Helligandskirche Bücher
Büchermarkt in der Helligandskirche © EKö - Reisebuch.de

<< Vorherige Seite

Durch die Strøget gehen wir bis zur Helligandskirke. Heute macht die Straße einen ganz anderen Eindruck. Keine Gaukler mehr, noch kaum Touristen, dafür Geschäftsleute und Kunden. In einem Teil der Kirche ist Büchermarkt. Auch in deutscher Sprache gibt es welche.

Die Kirche selber ist geschlossen. Das nächste Ziel ist der Danish Art & Christmas Shop in der Knabrostræde 3. Hier gibt es so gut wie keine Krippen zu sehen sind, dafür Wichtel mit roten Zipfelmützen in allen Variationen. In der skandinavischen Tradition sind dies die Helfer des Weihnachtsmanns.

Kongens Nytorv
Begrünte Hausfassade am Kongens Nytorv © EKö - Reisebuch.de

Am Kongens Nytorv endet die Strøget. Der Platz ist 1680 auf Veranlassung von König Christian V. am Rande der mittelalterlichen Altstadt angelegt worden. Sein Reiterstandbild ziert ein großes Blumenbeet in der Mitte des Platzes. Am Platz befinden sich das Königliche Theater, das große Hotel Angleterre und die Französische Botschaft.

Ein anderes großes, mehrstöckiges Gebäude, ist von unten bis oben mit Pflanzen bewachsen, die durch ein Gitter gehalten werden.

Wachwechsel
Wachablösung © EKö - Reisebuch.de

Um 12 Uhr wollen wir zur Wachablösung der Königlichen Leibgarde im Schloss Amalienborg sein und kommen um 11.15 Uhr an. Noch eine ¾ Stunde Zeit, um sich den achteckigen Schlossplatz anzuschauen, um den herum 4 baugleiche Gebäude gruppiert sind. In der Mitte steht das Reiterstandbild von König Frederik V. Hier in Amalienborg wohnt die Königin Margarete II. mit ihrer Familie. Eine Fahne auf dem Dach signalisiert ihre Anwesenheit.

Amalienborg, Wache
Wachsoldaten am Schloss Amalienborg © EKö - Reisebuch.de

Die Wachsoldaten marschieren jeden Morgen um 11.30 Uhr vom Kasernenhof beim Schloss Rosenborg durch die Stadt bis zum Schloss Amalienborg zur Wachablösung. Kurz vor 12 Uhr biegen sie um die Ecke. Was nun folgt ist akribisch einstudiert und folgt einem geregelten Protokoll. Mehrere zackige Stellungswechsel später machen sie sich wieder auf den Rückweg nach Rosenborg. Die Uniform der Garde besteht aus blauen Hosen, schwarzem Rock mir roten Biesen und gekreuzten weißen Koppeln, und nicht zu vergessen: die riesigen schwarzen Bärenfellmützen. Bei besonderen Anlässen tragen sie rote Röcke.

Frederikskirche
St. Frederikskirche © EKö - Reisebuch.de

Die Marmorkirche, eigentlich St. Frederiks-Kirke, steht nur wenige Meter vom Schloss entfernt. Sie ist die größte Kirche in Skandinavien und erinnert an den Petersdom in Rom. Ihre 46 Meter hohe Kuppel hat einen Durchmesser von 31 Metern. Mit dem Bau wurde schon im Jahre 1749 begonnen, Eigentlich hätte sie aus norwegischem Marmor errichtet werden sollen, doch das überforderte den Staatshaushalt.

Von 1770 bis 1847 ruhte der Bau, da der Nachfolger König Frederiks V. den Bau nicht weiter unterstützte. Schließlich wurde die Kirche aus dänischem Sandstein zu Ende gebaut und konnte 1894 geweiht werden.  Doch allein die Tatsache, dass die Kuppel auf 12 Marmorsäulen ruht, trug ihr den Namen Marmorkirche bei. Leider ist auch diese Kirche geschlossen. Wegen technischer Arbeiten, was auch immer das heißen mag.

Ein kleines Stück weiter in der Bredgade steht die russisch-orthodoxe 1883 geweihte Alexander-Newsky-Kirke mit ihren drei goldenen Zwiebeltürmen. Es hätte uns echt gewundert, wenn sie offen gewesen wäre.

Die katholische St. Ansgar-Kirke wurde 1842 geweiht. Sie erinnert an eine römische Basilika, ist aber leider auch geschlossen.

Inzwischen sind wir schon weit im Norden der Stadt und gehen auf das Kastellet zu. Dabei handelt es sich um den letzten Rest der ehemaligen Stadtbefestigung. Das Kastell wird noch heute vom Militär genutzt. Die Wallanlage mit ihren 5 Schanzen ist ganz von Wasser umschlossen und hat nur zwei Zugänge über Holzbrücken und durch Tore im Wall. Einige der Gebäude im Inneren sind ocker gestrichen, wie z.B. die Kirche und das Kommandantenhaus und Vorratshäuser, die Kasernengebäude strahlen weinrot. Auf der östlichen Bastion steht eine Windmühle. Über den gesamten fünfeckigen Wall verläuft ein schöner Spazierweg, der von Kopenhagenern gerne zum Joggen, Spazieren oder Picknicken genutzt wird. Heute läuft hier eine Schulklasse, Mädchen im, Jungen gegen den Uhrzeigersinn, unter den wachsamen Augen ihres Sportlehrers ihre Runde. Da wir nicht vorhaben, die komplette Runde zu gehen, kehren wir an der zweiten Schanze wieder um, überqueren wieder die Brücke und gehen nach links bis zum Gefionbrunnen, einer für einen Brunnen riesigen Anlage.

Gefionbrunnen
Gefionbrunnen © EKö - Reisebuch.de

Der Sage nach hat die Göttin Gefion Seeland von Schweden getrennt. Gylfi, der König von Schweden sagte, dass sie alles Land, was sie innerhalb einer einzigen Nacht in ihren Besitz zu bringen vermochte, behalten dürfe. Gefion hatte vier Söhne, die sie in kraftvolle Ochsen verwandelte. Mit Ihnen grub sie eine tiefe Furche in die Erde, dass sich das Land vom Festland trennte. Die Insel Seeland war geboren.

St. Alban Kirke
St. Alban Kirche © EKö - Reisebuch.de

Zwischen Kastell-Zugang und Brunnen steht die anglikanische Kirche St. Alban. Sie ist offen, aber jetzt wollen wir nicht...

Nächste Seite >>