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Berlin im Frühjahr

Berlin aus der Luft; pixabay CC0

Bei der Anreise nach Berlin mit dem Auto kann dem Stau auf den Einfallstraßen nur entkommen, wer nachts reist. Bahnreisende sollten sich mindestens 4 bis 6 Wochen im Voraus um Fahrkarte und Platzkarte kümmern. Billig-Airlines fliegen ihre Passagiere zu Preisen ab € 19 in die Stadt. Einmal in Berlin angekommen, werden die meisten Besucher zu Fußgängern.

Berlin ist voll. Egal zu welcher Jahreszeit und zu welcher Tages- oder Nachtzeit: Berlin ist voll. Das bezieht sich in erster Linie auf die Touristen-Magnete, und manches Mal glaubt man, vor sich an der nächsten Kreuzung eine „Demo“ zu sehen, doch es ist nur der normale Touristenstrom, der sich auf die andere Straßenseite schiebt.

Es gibt durchaus auch die ruhigen Stadtteile, wo Altberliner und Neuberliner unter sich sind, Gegenden, wo nie ein Tourist hinkommt, Wohnbereiche, Plattenbau- und Villensiedlungen, im Osten wie im Westen. Davon sei hier nicht die Rede. Wir tauchen ein in die Highlights.

Freitag, 26.3.2010

Nach der Ankunft am Nachmittag starten wir „unser“ Berlin im Prenzlauer Berg. Vom Kollwitzplatz, nach der bekannten Künstlerin Käthe Kollwitz benannt, die hier lebte, schlendern wir über das Gelände der ehemaligen Schultheiß-Brauerei, wo heute Kultur, Gastronomie und Events der Bierbrau-Tradition den Rang abgelaufen haben.

Zurück über die Sredzkistraße gehen wir bis zur Kollwitzstraße zurück. An einer Ecke der Kreuzung (Kollwitzstraße 83) befindet sich das angesagte Café Anna Blume, wo Kaffee und Pflanzen um die Wette duften. Unser Ziel ist allerdings das Viñablanca schräg gegenüber in der Sredzkistraße 85. Hier schwelgen wir in Spanischen Tapas. Urlaubserinnerungen an das vergangene Jahr mischen sich mir den neuen Eindrücken.

Draußen hat leichter Regen eingesetzt. Es kühlt merklich ab. Was allerdings einem Verdauungsspaziergang durch den nächtlichen Prenzlauer Berg keinen Abbruch tut.

Samstag, 27.3.2010

Heute wird geshoppt! Stadtteil-Shopping-Center gibt es zuhauf, über die ganze Stadt verteilt. Wir landen in Steglitz im Einkaufscenter „Das Schloss“. Auf 3 Ebenen befinden sich hier über 70 Läden aus allen erdenklichen Branchen. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite lädt ein riesiger Globetrotter-Laden zum Stöbern ein, gegenüber vom Rathaus ist Wochenmarkt. Mit Schuhen, von € 79,90 auf € 29,90 herabgesetzt, und einem Eis in der Hand verlassen wir den Konsum-Tempel.

Nachmittags fahren wir in die Mitte, Berlin Mitte. In der Friedrichstraße, jenseits der ehemaligen Mauer-Grenze im Osten der Stadt, befinden sich drei der bekanntesten Einkaufs-Passagen Berlins, die alle durch unterirdische Durchgänge miteinander verbunden sind. Ecke Friedrichstraße/Französische Straße befinden sich die Galeries Lafayette (Quartier 207), angelehnt an das gleichnamige Pariser Einkaufszentrum. Hier gibt es die neuesten Mode-Trends, Accessoires, anspruchsvolle Beauty-Produkte und französische Spezialitäten.

Das Quartier 206 zwischen Jäger- und Taubenstraße besticht durch seine markanten Bodenmosaiken. Egal von wo aus man sie betrachtet, die geometrische Anordnung scheint immer neue Muster zu bilden. Die Läden sind Boutiquen der Edelklasse.

Im Quartier 205 zwischen Friedrichstraße und Gendarmenmarkt fällt zunächst die bunte, 11 Meter hohe Säule aus Autowrackteilen auf, der „Turm von Klythie“ von John Chamberlain. Die Skulptur steht im Untergeschoss und ragt weit über das Erdgeschoss hinaus.

Etwa 50 Bars, Restaurants, Läden und Boutiquen sind hier angesiedelt.

Der Gendarmenmarkt gehört zu den schönsten Plätzen Berlins. Ihn umgeben zwei völlig gleich gestaltete Kuppelkirchen, der Deutsche und der Französische Dom, dazwischen befindet sich das Konzerthaus. Unser Ziel sind weder die Kultur, noch die Dome, sondern Fassbender & Rausch, das Schokoladenhaus gegenüber vom Deutschen Dom in der Charlottenburger Straße direkt am Gendarmenmarkt. Schon die Schaufenster-Auslagen verheißen Großes, denn wo kann man schon die Titanic, die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, das Reichstagsgebäude und das Brandenburger Tor riesengroß aus Schokolade bestaunen!

Am Eingang begrüßt uns ein freundlicher, junger Mann mit einem strahlenden Lächeln. Oh, wie das hier duftet! Die Geschmacksnerven werden sensibilisiert, was sich auch auf den Geldbeutel auswirkt. Da ist kaum einer, der nicht wenigstens ein kleines Schokolädchen kauft. Oft weist der Kassenbon aber auch eine dreistellige Summe aus. Die Auswahl ist einfach gigantisch! Die meterlange Pralinentheke bietet Hunderte von Süßigkeiten aus eigener Herstellung.

Im 1. Stock befindet sich das Schokoladen-Restaurant und -Café, wo köstliche Trinkschokolade zu erlesenen Törtchen angeboten wird. Wer es gerne etwas kräftiger mag, kann sich im Konzerthaus-Café mit einem Salat oder einer Quiche Lorraine stärken.

Den Abend verbringen wir am Kurfürstendamm, erst bei einem Spaziergang, dann in der Komödie bei einem Theaterstück. Die Karten dafür hatten wir schon am Vorabend gekauft.

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