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Faszination Rügen

Rügen - Der Norden



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Die Halbinsel Wittow bildet den nördlichsten Teil der Insel.
Der nördlichste Punkt Rügens überhaupt ist nicht, wie weithin vermutet Kap Arkona, sondern Gellort. Unterhalb der Steilküste liegt der Siebenschneiderstein, ein gewaltiger 165 Tonnen schwerer Findling mit 6,40 m Länge und 1,80 m Höhe.



Kap Arkona mit dem alten und dem neuen Leuchtturm. © krimskram - Pixabay.com

Der älteste Leuchtturm Rügens steht in Kap Arkona. Der so genannte 22,45 m hohe Schinkelturm wurde 1827 nach den Plänen von Karl Schinkel aus Backsteinen errichtet. In knapp 16 m Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform. Seit 1905 weist ein neu gebauter Leuchtturm den Schiffen ihren Weg übers Meer. Heute dient der alte Turm als Museum und Außenstelle des Standesamtes bei Hochzeiten.
Von Kap Arkona aus wurde 1865 das erste Telegrafenkabel durch die Ostsee nach Schweden verlegt.

In Altenkirchen steht die älteste Dorfkirche Rügens. Sie wurde um 1200 im romanischen Baustil errichtet.

Der zur Gemeinde Dranske gehörende Schifferkrug Kuhle gilt als Rügens ältestes Wirtshaus. Bereits 1455 wurde der erste Ausschank erwähnt.

Das wunderschön gelegene Wiek, früher ein kleines Fischerdorf, ist heute das nördlichste Seebad Rügens und staatlich anerkannter Erholungsort. Eine seiner illustren Gäste war die Schriftstellerin Elisabeth von Arnim. In ihrem Buch „Elisabeth auf Rügen“ ist Wiek der einzige Ort, der von ihr nicht kritisiert wird.

Der sagenumwobene Königsstuhl (rechts). © ek-Reisebuch.de

Jasmund heißt die Halbinsel im Nordosten von Rügen. Das Landschaftsbild ist geprägt von den Ablagerungen der Eiszeit-Gletscher. Der Hauptort ist die Hafenstadt Sassnitz.
Der nur 30 km² NP Jasmund ist seit 1990 Deutschlands kleinster Nationalpark.
Außer den Kreidefelsen, zu denen als berühmtester und zugleich höchster (118 m) der zur Stubbenkammer gehörende Königsstuhl gehört, beeindrucken hier die als geschlossenes Waldgebiet größten Rotbuchenwälder an der gesamten Ostseeküste. Sie gehören seit 2011 zum UNESCO Weltnaturerbe. Besonders im Herbst bilden sie einen reizvollen Kontrast zu den weißen Kreideklippen.
Im Gebiet des NP Jasmund befindet sich auch der Piekberg, mit 161,1 m die höchste Erhebung Rügens und sogar ganz Vorpommerns.



Das Panorama von Sassnitz mit dem unübersehbaren Hotel Rügen © ek-Reisebuch.de

Alle Wege führen nach Sassnitz. Hier enden die B 96 und die Eisenbahnstrecke vom Festland. Im Ortsteil Mukran befindet sich der größte Eisenbahn-Fährhafen Deutschlands. Er wurde 1986, noch zu DDR-Zeiten, in Betrieb genommen und diente zunächst ausschließlich der Militär- und Frachtgutbeförderung nach Russland. Es ist der einzige mitteleuropäische Hafen mit Gleisanlagen auch für russische Breitspurbahnen.
Nach 1990 wurde der Hafen aufwändig renoviert und für den Personenverkehr erweitert. Von hier aus gibt es Fährbetrieb nach Bornholm, Schweden, Litauen und Russland.
Vom Stadthafen Sassnitz aus fahren Fahrgastschiffe mehrerer Reedereien mehrmals täglich zu den Kreidefelsen. Nach dem Passieren der längsten Hafenmole Europas (1,5 km) erreichen sie das offene Meer und steuern die Kreideklippen an, die besonders in den Vormittagsstunden im besten Licht liegen.
Das neunstöckige Hotel Rügen ist das höchste Gebäude in Sassnitz. Der mehr zweckmäßige als schöne Klotz überragt alle anderen Häuser und ist weithin sichtbar. In DDR-Zeiten gab es bereits die Fährverbindung von Sassnitz nach Trelleborg, Schwedens südlichster Stadt. Die Schweden nutzten die Überfahrt gerne zum zollfreien Einkauf. Im Jahr 1968 wurde von Schweden das Hotel erbaut. Bezahlt werden konnte darin ausschließlich mit Devisen. Nach der Wende wurde das Hotel von der Raulff-Gruppe betrieben, zu der unter anderem auch das Badehaus Goor in Lauterbach und das Kurhotel in Sassnitz gehören.

Klementelvitz ist das einzige Kreidewerk, wo Kreide industriell über Tage abgebaut und verarbeitet wird. Rügener Kreide findet Verwendung in der Herstellung von Farben, Kitt, Medikamenten, Zahnpasta, Glas und Porzellan.

In einem ehemaligen Kreideabbruch wird im einzigen Kreidemuseum Europas über den traditionellen Kreideabbau auf Rügen informiert.

 

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