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Land der Palmen

  • Dattelernte im Kibbutz Kfar Ruppin

    Dattelernte in Kfar Ruppin im Jordantal

  • Römisches Theater im Archäologiepark Beit Shean

    Das römische Theater im Archäologiepark Beit Shean

  • Der Archäologische Park bei Beit Shean

    Der Archäologische Park bei der Stadt Beit Shean im Jordantal



Eretz ha Tamar

 

"Vom Kibbutz Sha’ar ha Golan fuhr ich das kurze Stück zurück zur Straße Nr. 90 im Jordantal. Das Jordantal zwischen dem Kinneret und Beit Shean wird auch Eretz ha Tamar genannt, Land der Palme. Hier, in der fruchtbaren Jordansenke, gibt es ausgedehnte Plantagen von Dattelpalmen auf beiden Seiten des Flusses, in Israel und in Jordanien.
Ungefähr zu Sukkot, dem jüdischen Laubhüttenfest, also bevor der erste Regen fällt, manövrieren in den Palmenhainen gelbe Kräne geschickt zwischen den Stämmen, auf den hochfahrbaren Plattformen der Kräne stehend kappen Erntehelfer die schweren Dattelbündel, die bis zur Ernte in schwarzen Netzen vor Vogelfraß geschützt wurden. Im Kibbutz Kfar Ruppin in der Nähe der jordanischen Grenze durfte ich einmal auf so einer Plattform stehen, wurde in die Palmenkrone hochgekurbelt und konnte die süßen, saftigen Früchte der Medjool-Datteln direkt vom Baum pflücken und verspeisen.
Auf dem Weg nach Süden begegneten mir Lastwagen, die voll mit Palmwedeln beladen waren, Sukkot stand vor der Tür und zu Sukkot gehören nun mal Palmwedel, sowohl um die Laubhütten für die Festwoche zu bedecken als auch für das rituelle Sukkot- Gebet mit dem Strauß aus vier verschiedenen Pflanzen, vor allem dem Lulav, einem jungen, unversehrten Zweig des Palmbaumes.
Ganz wichtig ist zu Sukkot auch der Etrog, eine bestimmte Zitrusfrucht, die ebenfalls ohne Fehl sein muss.
Das einwöchige Laubhüttenfest Sukkot wird im September oder Oktober gefeiert, es ist eines der ältesten jüdischen Feste und ganz sicher auch das farbigste. Vielleicht war sein Ursprung ein Fest der Freude, weil die Ernte, während der die Bauern auf den Feldern in Hütten aus Zweigen gewohnt hatten, eingebracht worden war, ein Erntedankfest. Religiöse Texte besagen, dass Sukkot an die Zeit erinnern soll, als die Israeliten durch die Wüste zogen und in behelfsmäßigen Behausungen schliefen."



Rieber Israel Reisebuch

Textauschnitt aus dem Buch von Gretel Rieber, Israel neu entdecken *, Touren durch das Heilige Land

Fotos zum Kapitel 4 - Land der Palmen

 

Weiter zum nächsten Kapitel: Unter dem Jujube-Baum - Der Bibelpark Tamar