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Warum nach Indochina reisen?

Die Vietnamesen pflanzen den Reis.
Die Kambodschaner ernten den Reis.
Und die Laoten hören den Reis wachsen.

(altes Sprichwort in Indochina)

Um das Beruhigende einer Indochina-Reise vorwegzunehmen:
- Das Reisen nach Indochina ist – einmal vom Straßenverkehr abgesehen – ungefährlich.
- Frauen können problemlos allein reisen.
- Die Menschen sind höflich und zuvorkommend.
- Das Leben ist preiswert, um nicht zu sagen billig. Der Reisende bekommt etwas für sein Geld.
- Abgesehen von sprachlichen Schwierigkeiten ist das Reisen heute relativ einfach und bequem möglich. Mit Verspätungen und Ausfällen bei Beförderungen muss man allerdings rechnen.
- Das Klima ist – ausgenommen vom Gebirge gegen China – meist angenehm mild. Allerdings sollte man die Regenzeit in den Monaten Juni bis September meiden und im Süden die heißeste Zeit im April, es sei denn, man gehe ans Meer.

Und um Sie mit dem Aufregenden zu locken:
- Leben und Kultur in Indochina sind so verschieden und vielfältig, dass es immer und überall selbst dann etwas zu entdecken gibt, wenn man nicht gerade ein ausgesprochener Captain Cook oder Marco Polo ist.
- Indochina befindet sich im Aufbruch. Ein Erwachen, das man miterlebt haben sollte, wie z. B. den Fall der Mauer in Deutschland.

Und weshalb zuerst nach Vietnam?
Von den drei Ländern, Vietnam, Kambodscha und Laos, die man der Region Indochina zuordnet, ist Vietnam das vielfältigste und das interessanteste zu bereisen. Während Laos gemütlich und noch etwas verschlafen wirkt, Kambodscha durch das Pol Pot-Regime an Kultur und gesellschaftlicher Tradition viel gelitten hat, ist Vietnam ein aufregendes Entwicklungsland voller Spannung zwischen Rückständigem und Neuem auf der Schwelle zur Moderne. Der Reisende trifft schon bei seiner Ankunft auf unglaubliche Gegensätze, die sich überall und während seines ganzen Aufenthaltes fortsetzen. Er begegnet Kulis, in Lumpen gekleidet, die ihre überladenen Schubkarren durch Hanoi und Saigon stoßen, und gleich daneben Bentleys und Mercedes AMG; Familien, die im Dschungel an einem Wasserfall Cityblaster-verstärkt Karaoke singen; Gänsen und Hühnern, die gackernd vor einer Bank die Kunden begrüßen; man durchstreift Streetfood- Quartiere, die in ihr Duftkaleidoskop einlullen; entdeckt feiernde Hochzeitsgesellschaften, die ihr offenes Zelt mitten auf einer belebten Strasse aufgestellt haben, Bier und Schnaps trinken und sich nicht um den überbordenden Verkehr, der sich hupend herumdrängt, kümmern. 120 121 Vietnam ist chaotisch und doch wieder diszipliniert. Früh am Morgen beginnt vor allem im Norden das Tagwerk, und mit den Hühnern gehen die meisten Vietnamesen in die Federn. Die Vietnamesen sind äußerst fleißig, schnell, beweglich und aktiv. Deshalb entwickelt sich dieses Land auch so rasant. Trotzdem genießen Sie, als Besucher, in den Städten ein buntes Nachtleben.