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Typisch Schweiz

Schweizer Brauchtum

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Schweizer Brauchtum: Schwingen ist der inoffizielle Nationalsport der Eidgenossen, dabei handelt es sich um eine Variante des Ringens – im Rahmen des alle drei Jahre stattfindenden Schwing- und Älplerfests kann man dieser Tradition, bei der nach absolviertem Ringen eine überdimensional große Kuhglocke herumgetragen wird, beiwohnen. Ein weiterer Nationalsport ist das Hornussen, eine schweizerische Abwandlung des Baseball-Spiels. Bekannt ist auch das von den Engländern importierte Eispolo in St. Moritz. Das Zürcher Sechseläuten findet im April statt und soll den Winter austreiben, beim Morgestraich zum Auftakt der Basler Fasnacht wird nach dem Aschermittwoch montags um vier Uhr frühmorgens die Innenstadt komplett dunkel. 


Schweizerfahne © Björn Wylezich - Fotolia.com

Schweizer Symbol: Das weiße Kreuz auf rotem Grund war ursprünglich ein eidgenössisches Erkennungszeichen und wurde später als Wappen übernommen. Seit 1889 ziert es offiziell die Schweizerfahne (hier heißt es nicht „Flagge“). Das Rote Kreuz auf weißem Grund als Symbol des internationalen Rettungsdienstes ist ebenfalls Schweizer Ursprungs. Henry Dunant hat es 1983 in seiner Heimatstadt Genf gegründet. Auch viele schweizerische Produkte erkennt man an dem Fahnenmotiv, wie zum Beispiel das Schweizer Offiziersmesser von den Firmen Victorinox oder Wenger. Die bedeutendsten Hersteller hochwertiger Uhren findet man in der Schweiz. Die bekannteste Marke ist Rolex.

Die direkte Demokratie: In der Schweiz regiert das Volk, de jure verfügt sie über keinen Regierungschef und auch keine Hauptstadt. So wird selbst über Einzelfragen wie über die Müllsackfarbe abgestimmt. Dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass das Wahlrecht für Frauen erst 1971 eingeführt worden ist.

Schweizer Neutralität: Die Schweiz hat sich seit über 200 Jahren an keinem bewaffneten Konflikt zwischen anderen Staaten mehr beteiligt. Bekannter als das Schweizer Militär ist daher eher die Schweizer Garde, die im Vatikan so etwas wie die Hauspolizei darstellt, und das schon seit über 500 Jahren.

Schweizer Käsefondue © Tsuboya – Fotolia

Schweizer Küche: Kulinarisch hat die Schweiz bis weit über ihre Grenzen Berühmtheit erlangt. Für die Schweizer stellt ihr Nationalgericht, das Käsefondue, eine ausgewogene Mahlzeit dar. Traditionell werden dazu diverse Käsespezialitäten wie Appenzeller, Emmentaler, Greyerzer und Tilsiter, eingeschmolzen und mit darin eingetauchten Brotstücken verzehrt.
Genauso beliebt ist das Raclette. Riesige Käselaibe werden auf einem Tischgrill angeschmolzen und der flüssige Käse herunter geschabt. Oder man nimmt einen Racletteofen, in den man kleine Pfännchen mit Käsescheiben schiebt. Dazu gibt es Kartoffeln und Silberzwiebeln und Pfeffer. Berner Rösti und Züricher Geschnetzeltes sind ebenso verbreitet. Eher etwas für die nicht-vegetarische Fraktion ist das Bündner Fleisch, luftgetrocknetes, mageres Rinderfleisch aus der Keule, das hauchdünn geschnitten wird.
Als Nachspeise mundet dann ein Stückchen Schokolade von einem der bekannten Schweizer Schokoladenhersteller, zu deren bekanntesten Lindt und Toblerone gehören. Wer an Husten leidet, greift aber besser zu Ricola, den bekannten Kräuterbonbons aus der Schweiz. Das Birchermüsli aus Nüssen, Getreide und Jogurt stammt ursprünglich ebenfalls aus der Schweiz, Dr. Bircher hat dieses heilende Rohkostgericht einst kreiert.

 

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