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Málaga Reiseführer / Rundgang durch die Stadt



Plaza del Obispo © Hilbrecht – Reisebuch.de
Plaza del Obispo mit Bischofspalast © Hilbrecht – Reisebuch.de

 

Auf den Spuren von Pablo Picasso

Einen Rundgang durch die Geburtsstadt von Pablo Picasso beginnt man auf dem Plaza del Obispo vor dem Bischofspalast (18. Jh.) mit seiner barocken Fassade und dem beeindruckenden Hauptportal der w Catedral de la Encarnación, eine der prächtigsten Renaissancekirchen Andalusiens, die mit ihren Ausmaßen (48 m hoch, 72 m breit und 117 m lang) beeindruckt. Folgt man dem schmiedeeisernen Gitter, gelangt man über die Calle de Santa María zum Seiteneingang der Kathedrale, umgeben von duftenden Orangenbäumen und einem schönen Garten.

Sodann wendet man sich einer der malerischen Altstadtgassen, der Calle San Agustín, zu.

Hier findet man die Klosterkirche San Agustín (16. Jh.), die aus Kirche, Kolleg und Wohnhaus für die Mönche besteht. Ihr schöner Außenhof grenzt an das Museo Picasso Málaga, das im Palast der Grafen Buenavista untergebracht ist.

Tipp: Sonntags in den letzten 2 Stunden freier Eintritt.

Plaza de Merced © Hilbrecht – Reisebuch.de
Auf dem Plaza de Merced erinnert der Obelisk an General Torrijos und seine Männer, die hingerichtet worden sind, weil sie gegen König Ferdinand II. rebellierten. © Hilbrecht – Reisebuch.de

Am Ende der Straße wendet man sich nach rechts auf die Calle Granada bis zur Iglesia de Santiago Apóstol (15.-18. Jh.), der ältesten Kirche Málagas, in der Picasso am 10. November 1881 getauft wurde, wie eine Tafel an der Fassade der Kirche mitteilt. Die Taufurkunde ist in der Kirche ausgestellt. Weiter sieht man auf der linken Seite die Antigua Farmacia Mamely (1739), ebenfalls versehen mit einer Hinweistafel auf die Picasso-Familie.

Man erreicht den ältesten und berühmtesten Platz Málagas, den Plaza de la Merced. In seiner Mitte wurde vom Stadtarchitekten Rafael Mitjana im 19. Jahrhundert ein Denkmal errichtet zu Ehren des Generals Don José Maria Torrijos und seiner 48 Kameraden, die 1831 am Strand von Málaga standrechtlich erschossen wurden.

Der Obelisk ragt hoch in den Himmel mit einem Lorbeerkranz aus 49 Kronen, die jede für einen Gefallenen stehen. Im Sockel des Monuments befindet sich eine Krypta mit den sterblichen Überresten dieser Freiheitskämpfer, versehen mit zwei Grundsätzen der Stadt „Freiheit und Gerechtigkeit“.



Picasso vor seinem Geburtshaus © Hilbrecht – Reisebuch.de
Pablo Picasso, der Sohn der Stadt, vor seinem Geburtshaus © Hilbrecht – Reisebuch.de

Auf seinem Lieblingsplatz sitzt Pablo Picasso mit seinem Malblock, die fliegenden Tauben beobachtend. Dieses Motiv findet sich in einigen seiner Werke wieder. Die bronzene Statue wurde von Francisco López Hernández entworfen.

Dahinter befindet sich das Haus Nr. 15, in dem Picasso am 25. Oktober 1881 geboren wurde - jetzt Museo Casa Natal de Picasso. Es beherbergt wichtige Lithografien und Dokumente des Künstlers. In einem weiteren Gebäude stellt die Picasso-Stiftung Arbeiten von Picasso aus seiner Zeit in Paris vor. Tipp: Kombiticket für beide Häuser.

Wer sich das Teatro Cervantes (19. Jh.) ansehen möchte, passiert die Calle San Juan de Letran, die auf den Theatervorplatz führt. Das Theater zählt zu den ältesten Theatern Europas in Originalform mit einem rechteckigen Grundriss und Deckenmalereien von Bernardo Ferrándiz, die Industrie, Handel und den Hafen darstellen.

Man umrundet den Platz entlang der Tapas-Bars und begibt sich in die Calle Alcazabilla, die hier parallel zur Calle Granada verläuft. Am Kino vorbei erreicht man das Teatro Romano aus der Zeit Kaiser Augustus (1. Jh. v. Chr.), das erst 1951 bei Bauarbeiten entdeckt wurde. Heute wird es für klassische Theateraufführungen, Tanz- und Konzertveranstaltungen genutzt. Dahinter erhebt sich auf einem Hügel die Alcazaba, eine vom maurischen Sultan Badis errichtete Festung, die später von den Nasriden zu einer Palastanlage erweitert wurde (11.-14. Jh.). Zwischen dem Eingang und dem Zollpalast befindet sich der Fußweg Paseo Don Juan Temboury, der zu einer Aussichtsplattform und zum Castillo de Gibralfaro (14. Jh.) führt.

Tipp: Kombiticket für beide Sehenswürdigkeiten.
Sonntags ab 14.00 Uhr ist der Eintritt frei.

alaga Rektorat Uni M© Hilbrecht – Reisebuch.de
Rektorat und Verwaltung der Universität Málaga © Hilbrecht – Reisebuch.de

Über die parallel verlaufende Straße Travesia Pintor Nogales gelangt man zur u Casa del Jardinero, dem Gärtnerhaus (1908), das von einer üppigen Vegetation umgeben ist und dem obersten Gärtner der Gemeinde als Wohnhaus diente.

Hier wendet man sich nach links auf die Avenida de Cervantes und passiert zuerst das ehemalige Post- und Telegrafengebäude im Neomudéjar-Stil, das 1923 eingeweiht und bis 1986 als solches genutzt wurde. Jetzt befinden sich i Rektorat und Verwaltung der Universität in dem orientalisch anmutenden Gebäude. Die beiden großen Standorte der Universidad de Málaga sind der Campus El Ejido und der Campus Teatinos mit 40.000 Studenten und rund 4.000 Auslandsstudenten.

Nach dem Modell eines griechisch-römischen Tempels entwarf der Architekt José Yarnoz das Gebäude der Banco de España in neo-klassizistischem Stil (20. Jh.). Daneben befindet sich das Rathaus (20. Jh.), das mit seiner prächtigen neobarocken Fassade zu den Wahrzeichen der Stadt gehört. Plenar- und Spiegelsaal zeigen bedeutende Ölgemälde.

Garten Alonso © Hilbrecht – Reisebuch.de
Im Garten des Pedro Luis Alonso, benannt nach dem ersten Bürgermeister nach dem Krieg. © Hilbrecht – Reisebuch.de

Der Weg führt weiter durch die Gartenanlage des Pedro Luis Alonso. Mediterrane Orangenbäume und 75 Rosenarten verleihen dem kleinen Park ein besonderes Flair.

Auf Höhe der dekorativen Wasserbecken überquert man rechts Málagas Prachtstraße Paseo del Parque und spaziert links entlang der schattenspendenden tropischen und subtropischen Pflanzen.

Hier fällt der Blick auf den Plaza del General Torrijos, das Hospital Noble (19. Jh.) im neogotischen Stil und die Stierkampfarena „La Malagueta“ (1874), die von Joaquín Rucoba im Neomudéjar-Stil gebaut wurde und als eine der ältesten und schönsten Stierkampfarenen Spaniens gilt. Der Rundbau mit einem Durchmesser von 50 m verfügt über rund 14.000 Plätze, zehn Koppeln, vier Stiergehege, Pferdehöfe und eine Krankenstation. Ein kleines Museum beherbergt Ausstellungsstücke aus sechs Jahrhunderten Stierkampfkunst.

Malagueta © Hilbrecht – Reisebuch.de
Málagas Stadtstrand Malagueta © Hilbrecht – Reisebuch.de

Nach Überqueren der Avenida Cánovas del Castillo erreicht man den Paseo de la Farola, der zum Leuchtturm „La Farola“ (1816) führt. Dahinter blickt man auf den beliebten, mit großen Palmen bepflanzten Strand „La Malagueta“.

Zurück über die Uferpromenade (Muelle Uno) geht man vorbei an teuren Yachten, schicken Restaurants und Boutiquen, und weiter über die Flaniermeile El Palmeral de las Sorpresas (2011), wo 408 Palmen und Hunderte von Sträuchern und Blumen angesiedelt wurden.

Man erreicht den weitläufigen Plaza de la Marina, der den Hafen geschickt mit dem historischen Zentrum verbindet. Hier stehen das Hafenbauamt (1935) und die Skulptur des Cenachero (1964), die von Jaime Fernandez Pimentel entworfen wurde und mit einer Widmung an den Dichter Salvador Rueda versehen ist.



Malaga Hauptallee © Hilbrecht – Reisebuch.de
Geschäftiges Treiben auf der Alameda Principal © Hilbrecht – Reisebuch.de

Am Informationsbüro der Tourismusbehörde überquert man den Plaza de la Marina sowie Málagas Prachtstraße Alameda Principal, auf der sich auch das Stadtarchiv befindet. Rechts steht die bronzene Statue Hans Christian Andersens, einem Werk von José María Córdoba, das anlässlich des 200. Geburtstags des Schriftstellers angefertigt wurde.

Die große Statue Manuel Domingo Larios y Larios blickt seit 1899, dem Baujahr des Denkmals, auf die gleichnamige Straße Calle Marqués de Larios, eine der Haupteinkaufsstraßen der Stadt und Schauplatz der berühmten Feria.

Die Geschichte der bekannten Straße beginnt im Jahr 1880, als sich die Bürger in einer Volksbefragung über die Verwendung der finanziellen Mittel für den Bau einer zentralen Straße entschieden, statt das Geld in den Ausbau des zweiten Turms der Kathedrale zu investieren, die noch heute liebevoll „La Manquita - die Einarmige“ genannt wird.

Malaga Pl. de la Constitutión © Hilbrecht – Reisebuch.de
Der Plaza de la Constitutión im Zentrum der Altstadt von Málaga © Hilbrecht – Reisebuch.de

Man bummelt auf der Calle Marqués de Larios vorbei an edlen Geschäften und der Skulptur „Points of View“ des Briten Tony Cragg bis zur Plaza de la Constitución, dem Platz der Verfassung.

Nach der Eroberung durch die Christen wurde der Platz zum Zentrum der Stadt und Plaza Mayor (Hauptplatz) oder Plaza de las Cuatro Calles (Platz der vier Straßen) genannt. Seinen heutigen Namen erhielt er im Jahr 1812.

Hier befand sich bis 1869 das Rathaus. Zahlreiche schöne Bürgerhäuser rund um den Platz, wie die alte Kunstschule San Telmo, in welcher Picassos Vater unterrichtete, und die Casa del Consulado erinnern an vergangene Zeiten.

Der Genuesische Brunnen aus Marmor soll aus Genua stammen. Er wurde im 16. Jahrhundert von einem unbekannten Künstler im Renaissancestil erschaffen und verfügt über ein zwölfeckiges Becken, das mit ionischen Motiven dekoriert ist.

Dem Ende der Franco-Diktatur folgte im Dezember 1978 das Inkrafttreten einer demokratischen Verfassung. Die Titelseiten der großen spanischen Zeitungen, die von diesem Ereignis berichteten, sind als Metallplatten in den Boden des Platzes eingelassen. Heute ist die Plaza de la Constitución ein beliebter Ort für zahlreiche Veranstaltungen und musikalische Events.

In der Pasaje de Chinitas findet man besonders schöne Restaurants, um Tapas zu genießen. Am Café Central begibt man sich in die Calle de Santa Maria, in der sich hübsche Souvenirläden aneinanderreihen, und gelangt zurück zur Kathedrale.

Málaga Reisebuch Verlag

 

 

Der Reiseführer von Brigitte Hilbrecht: Málaga aus dem Reisebuch Verlag enthält weitere Reisetipps sowie viele Adressen und Empfehlungen für Hotels, Restaurants, Bars und Freizeitaktivitäten.
Auch auf Englisch erhältlich.