Suche innerhalb von reisebuch.de

Valencia Reiseführer / Weitere Stadtbezirke



Extramurs

El Jardí Botànic: EMT Quart 2, 5, 60, 62, 63, 64, 73, 80, N3
Nordbahnhof: EMT Estació Nord 7, 8, 19, 40, N7

„Außerhalb der Mauern“ grenzen der Botanische Garten und der sehenswerte Jugendstilbahnhof an die Altstadt.

El Jardí Botànic de la Universitat

Der botanische Garten liegt unweit der Torres de Quart und wurde 1802 von der Universität zum Studium der Heilpflanzen angelegt. Heute findet man über 4.500 verschiedene Arten im Freien, in Gewächshäusern und im schmiedeeisernen Schattenhaus: Sukkulenten, Kakteen, Wasser-, Kletter- und fleischfressende Pflanzen, 120 Palmenarten, darunter eine Dattelpalme mit 35 Armen.

Neben der Erhaltung seltener und gefährdeter Arten der Mittelmeerflora werden auch heimische und exotische Nutzpflanzen kultiviert, wie Kiwi, Mango, Soja, Baumwolle und Erdmandeln für die leckere Horchata de chufa. Aktivitäten wie Wanderungen und Exkursionen können über die Internetseite gebucht werden.
Carrer de Quart, 80
https://reisebuch.de/vlc82
Mo-So ab 10 Uhr ganztägig geöffnet.



Der Estació del Nord mit seiner bemerkenswerten Architektur ist der Hauptbahnhof von Valencia

Kunstobjekt Hauptbahnhof

Seit 1917 fahren Züge in dem reich verzierten Bahnhof Estació del Nord, der von der Plaça de l‘Ajuntament im Süden auszumachen ist und an ein Märchenschloss erinnert. Das symmetrische Gebäude im Wiener Sezessionstil ist ein Werk von Demetrio Ribes Marco, das üppige Dekor aus glasierter Keramik und Trencadís stammt von José Mongrell Torrent.

Innen wie außen findet man zahlreiche Symbole. Die Fassade ist mit Orangen und den Farben des valencianischen Wappens (rote Streifen auf gold) geschmückt. Der fünfzackige Stern war das Emblem der damaligen Eisenbahngesellschaft und der Adler über dem Haupteingang gilt als Symbol für Geschwindigkeit. Die beeindruckende Halle ist mit Holz vertäfelt, besitzt eine einzigartige Keramikdecke und wünscht allen Fahrgästen auf aufwändigen Mosaiken eine „Gute Reise“ in diversen Sprachen. Eine Galerie der Mosaike zeigt Fliesenbilder von Gregorio Muñoz Dueñas.
Carrer de Xàtiva, 24.

 

 

L‘Eixample

Pl. Cánovas: EMT Marqués del Túria-Cánovas 2, 3, 79, 80, N1
Russafa: EMT Mercat de Russafa 6, 14, 15, 35, N9

Schattige Alleen im Schachbrettmuster erlauben eine leichte Orientierung in den drei Stadtvierteln El Pla del Remei, La Gran Via sowie im hippen Russafa.

Domizil der Reichen: El Pla del Remei

Das exklusive Viertel El Pla del Remei entstand um 1900 und zählt mit seinen gepflegten Jugendstilgebäuden zu den teuersten Wohngegenden der Stadt. Trotz der verkehrsreichen Shoppingmeile Carrer de Colón und der achtspurigen Gran Via del Marqués del Túria findet man in den Querstraßen eine erstaunliche Ruhe, um einige herausragende Objekte der Architekturroute zu betrachten:

Die Casa Ortega (1906, Gran Via del Marqués del Túria, 9) zeichnet sich durch ihre üppigen Skulpturen aus, während die fünfeckige Casa Ferrer (1908, C/Cirilo Amorós, 29) im Wiener Sezessionstil mit Rosengirlanden und einem grünweißen Fliesenmuster aufwartet. Drachen, Blumen und den Stern der Northern Railway Company findet man auf der Fassade der Casa dels Dracs (1901, C/Sorní, 4).

Dekor am Portal des Mercat de Colón

Herzstück von El Pla del Remei und ein Highlight der Architektur ist der Mercat de Colón, der um 1916 von Francisco Mora Berenguer gebaut wurde. Seine Büste steht neben dem Eingang. Die farbenfrohe Fassade besitzt großflächige Mosaike mit typischen valencianischen Szenen und wird vom Stadtwappen gekrönt. Der einst traditionelle Frischmarkt ist zu einem Gourmettempel anvanciert und besitzt nur noch wenige Läden mit einem exquisiten Angebot an frischer Ware. Für den Besucher ist der Kolumbusmarkt vor allem ein Ort zum Entspannen und Genießen. Auf 3500 qm verteilen sich trendige Restaurants und Cafés, die mit Sonntagskonzerten und gastronomischen Veranstaltungen locken. Carrer de Jorge Juan, 19, https://reisebuch.de/vlc85
Mo-So ab 7.30 Uhr.

La Gran Via: Hotspot der Valencianos

Im Norden der Gran Vía Marqués del Túria befindet sich auf der Plaça de Cánovas del Castillo das Monument al Marqués de Campo, eines der bedeutendsten Werke des Bildhauers Mariano Benlliure (S. 34), das sogar auf der Internationalen Ausstellung der Schönen Künste (München, 1894) mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. In der Mitte des Brunnens thront hoch auf einem Sockel der einstige Bürgermeister von Valencia mit seinem Sohn, umgeben von vier Statuen, die die führenden Industrieunternehmen der Region symbolisieren.

Geht es um ein gepflegtes Essen, einen Drink oder Nightlife mit spanischem Pop, Reggae und Salsa, sind die Alleen von La Gran Via und rund um die Plaça de Cánovas del Castillo für die Einheimischen die erste Wahl. Eine breite Palette von Restaurants und Bars säumt nahezu jede Straße des Viertels.

Russafa bietet eine entspannte Atmosphäre ohne Touristentrubel

Das Künstlerviertel Russafa

Das Tor zum Szeneviertel Russafa bildet die fast 17 Meter hohe Plaça de Bous (1850) gleich neben dem Nordbahnhof. Die Stierkampfarena von Sebastian Monleón Estellés besitzt einen Durchmesser von 52 Meter und 384 offene Bögen im Stil des römischen Kolosseums. Zu großen Festen wie den Falles und der Feria finden traditionelle Kämpfe statt. Wer sich für die Geschichte des Stierkampfes interessiert, wird im Museu Taurí fündig.
Passatge Doctor Serra, 10
https://reisebuch.de/vlc96
ganztägig Di-Sa ab 10 Uhr
freier Eintritt Sa, So, feiertags

Russafa war im 9. Jh. das Landgut des Gouverneurs Al-Balansi, heute treffen sich Intellektuelle und Künstler in innovativen Bars und Restaurants zu Tapas, Bier und Cocktails, Jazz und Rock. Folgt man neben der Stierkampfarena der Carrer de Russafa, kann man nach 200 Meter den Glockenturm der barocken Kirche Sant Valer i Sant Vicent Màrtir (1740, C/del Pare Perera, 6) ausmachen. Die Statuen der beiden Heiligen blicken von einer Nische über dem Haupteingang auf die bunt lackierte Fassade des Mercat de Russafa (1957).

Dieser typisch spanische Frischmarkt hat mit über 600 Ständen seine Ursprünglichkeit bewahrt, denn Touristen finden sich hier nur selten ein. Eine gute Gelegenheit, eine Portion Paella nach altem Hausrezept zu kosten. Plaça del Baró de Cortés, 9 www.reisebuch.de/vlc97 Mo-Sa 7-15 Uhr

Rund um den Markt haben sich junge Trendsetter niedergelassen und verwirklichen in umgebauten Palästen und alten Häusern ihre innovativen Konzepte. Entstanden sind zahlreiche Vintage-Boutiquen, gemütliche Bars mit Live-Musik, chillige Cafés, trendige Restaurants und alternative Kunstgalerien, wie der Sporting Club Russafa Carlos Moreno Mínguez - ein offener Kunstraum mit Ausstellungen von Newcomern, denen man beim Werkeln zuschauen kann.
Carrer de Sevilla, 5
https://reisebuch.de/vlc98



Quatre Carreres

Museu Faller: EMT Montolivet - Pere Aleixandre 15, 25, 95 EMT
Museu de les Ciències 1, 15, 25, 35, 95, N9

Am Ausläufer des alten Flussbettes stehen sich ein Haus symbolträchtiger Puppen und ein futuristischer Freizeitkomplex gegenüber.

Die Heimat der geretteten Fallesfiguren

Während des international bekannten Festivals der Falles, das mit der Verbrennung der humorvollen Puppen (Ninots) in der Johannisnacht endet, werden per Publikumsvotum je eine Ninot indultat und eine Märchenninot der Kinder vor den Flammen gerettet. Diese symbolträchtigen Figuren finden im Museu Faller eine Bleibe.

Das Museum beherbergt alle begnadeten Ninots seit 1934 sowie die Märchenninots seit 1963. Einen lebendigen Eindruck der Falles vermitteln außerdem ein kurzer Film, Plakate ab 1929 sowie Ölgemälde mit den Poträts der Falleres Majors (Falles-Königinnen).
Pl. de Montolivet, 6
https://reisebuch.de/vlc107
Mo-Sa ab 10 Uhr ganztägig
freier Eintritt So.

La Ciutat de les Arts i les Ciències (CAC)

Die Stadt der Künste und Wissenschaften, gegenüber dem Museu Faller, erstreckt sich auf dem östlichen Ende der Jardí del Túria über eine Fläche von 350.000 qm. Gebaut wurde das spiegelnde Ensemble vom weltbekannten Architekten Santiago Calatrava (https://reisebuch.de/vlc108) und seinem Kollegen Félix Candela. Die täglich ab 10 Uhr geöffneten Attraktionen beschäftigen sich mit der Natur und ihren Gesetzen (Wissenschaftsmuseum, Planetarium) sowie den Weltmeeren und ihren Bewohnern (Aquarium und Delfinarium) und sind für Erwachsene und Kinder gleichermaßen interessant. Das futuristische Ensemble beherbergt auch die Oper, ein Kongresszentrum sowie eine Skulpturenallee und kann kostenlos umrundet werden. Parkplätze gibt es unter dem L’Umbracle und dem L‘Oceanogràfic. Wer zur Mittagszeit keine Lust auf die überfüllten Restaurants in den Gebäuden hat, kann auf ein ruhiges Lokal in der Nähe ausweichen.

Planetarium, Museum und Aquarium können einzeln besucht oder untereinander kombiniert werden. Praktisch ist das 3er-Kombiticket, das bis zu drei Tage gültig ist.
Infos und Preise: https://reisebuch.de/vlc113

Palau de les Arts Reina Sofía (2005, Calatrava)
Avinguda del Professor López Piñero, 1

Die extravagante Oper ist mit vier Sälen für Opern-, Theater-, Ballett- und klassische Musikaufführungen ausgestattet und kann in einer einstündigen Führung (in Englisch) besichtigt werden.

Hemisfèric (1998, Calatrava)
Avinguda del Professor López Piñero, 3 Das „Auge der Weisheit“ war das erste Gebäude der futuristischen Anlage. Es beherbergt eines der größten Planetarien in Europa und ein 3D-IMAX-Kino. Stündlich wechselnde Vorstellungen führen auf eine Reise in den Weltraum, zu Dinosauriern und wilden Tieren, in den Ozean oder auf 3D-Konzerte.

L’Umbracle (2000, Calatrava)
Avinguda del Professor López Piñero, 5

Das „Schattenhaus“ mit einer Palmenallee und zahlreichen Skulpturen zeitgenössischer Künstler verwandelt sich in lauen Sommernächten in einen eleganten Nachtclub. Vom Balkon hat man einen schönen Panoramablick über den gesamten Komplex.

Museu de les Ciències Príncipe Felipe (2000, Calatrava)
Avinguda del Professor López Piñero, 7

Anschaulich und spannend führt das interaktive Museum auch die Kleinen an die Naturwissenschaften heran. Displays, Maschinen und wissenschaftliche Animationen erklären Zusammenhänge und Naturgesetze. Spektakuläre Experimente und Workshops versprechen Spaß und so manche Überraschung. Highlights sind ein bunter Chromosomenwald, das Foucault‘sche Pendel und ein Weltraumsimulator zum Thema Schwerelosigkeit.

L‘Àgora und Pont l‘Assut de l‘Or (2009/2008, Calatrava)
Carrer d‘Eduardo Primo Yúfera, 1A

Die Àgora dient kulturellen und sportlichen Events wie Tennisturnieren und Modeschauen und fungiert in der Adventszeit als Eislaufbahn. Die weithin sichtbare Brücke Pont l‘Assut de l‘Or führt über die Túria-Gärten und wird an beiden Enden von einem großen Einkaufszentrum flankiert.

L‘Oceanogràfic (2002, Candela)
Carrer d‘Eduardo Primo Yúfera, 1B
https://reisebuch.de/vlc114

Im zur Zeit größten Aquarium in Europa tummeln sich auf einer Fläche von 11 Hektar rund 45.000 Tiere aus sieben ökologischen Zonen. Unter den 500 Arten befinden sich Krokodile und Riesenschildkröten, arktische Belugas und Walrosse, Pinguine und fluoreszierende Quallen. Highlights sind ein 70 Meter langer Ozeantunnel, ein Haifischbecken zum Tauchen und eines der weltweit größten Delfinarien. Auf dem Gelände befinden sich auch eine große Voliere mit Bewohnern der Mangrovensümpfe und des Mittelmeermoors sowie ein kleiner Schmetterlingspark.

 

 

El Pla del Real und Algirós

Universität: M-Facultats 3, 9 / EMT 10, 29, 89, 90, N2, N89, N90
Mestalla: M-Aragón 5, 7 / EMT 10, 12, 32, 79, N1

Das Freizeitviertel der Studenten und Fußballfans beherbergt auch das Kulturerbe der Expo von 1909.

Zwei Universitäten in zwei Stadtbezirken

Die im Jahr 1499 gegründete Universitat de Valencia zählt zu den ältesten und größten Universitäten von Spanien. Ihr historischer Sitz La Nau fungiert heute als Kulturzentrum. Die Universität in El Pla del Real unterhält auch den Jardí Botànic und ein Observatorium in Aras de los Olmos.
Av. de Blasco Ibáñez, 13
https://reisebuch.de/vlc116

Die Universitat Politècnica de Valencia in Algirós wurde 1971 gegründet und widmet sich Technik und Wissenschaft. Zwei ihrer Campusse befinden sich in Gandía und Xàtiva, etwa sechzig Kilometer südlich von Valencia. Ein berühmter Absolvent beider Universitäten ist Santiago Calatrava.
Camí de Vera
https://reisebuch.de/vlc117

Das Studentenviertel

Entlang der Avinguda de Blasco Ibáñez strecken sich riesige Wohnkomplexe in den Himmel, ein unschöner Kontrast zur beschaulichen Altstadt. Am frühen Abend jedoch werden die Viertel lebendig, man trifft sich zwischen den Häusern auf begrünten Plätzen, Fußballfans scharen sich um die Kneipen-Fernseher und Studenten bevölkern in der Nacht die günstigen Bars und Diskotheken, die sich rund um die Avinguda de Blasco Ibáñez und die Metrostationen Aragón und Amistat befinden.

Jardines de Monforte

Der historische Garten aus dem 19. Jh. überrascht mit seiner Stille inmitten des Großstadtlärms, denn er liegt nur wenige Schritte von der Universität entfernt. Seine kunstvolle Gestaltung mit ungewöhnlich vielen Marmorstatuen, Brunnen und Teichen ist ein Werk des Architekten Sebastián Monleón Estellés.
Carrer de Montfort
Eintritt frei.

Estadi de Mestalla Valencia C.F.

Mestalla ist das älteste Fußballstadion von Spanien (1923) und Heimspielstätte des Valencia C.F., der mit Siegen im Europapokal der Pokalsieger (1980), UEFA Cup (2004) und UEFA Supercup (1981, 2005) zu den erfolgreichen Teams in Europa zählt. Gegründet wurde der Club im März 1919. Nou Mestalla, die zukünftige Spielstätte, befindet sich derzeit im Rohbau. Es gibt also noch Gelegenheit, das legendäre Stadion in einer geführten Tour zu besuchen und mehr über die Vereinsgeschichte des spanischen Erstligisten zu erfahren. Tour-Tickets sind an Tor 3 des Stadions und online erhältlich.
Av. de Suècia
https://reisebuch.de/vlc118

Das Kulturerbe der Expo 1909

Einige der für die regionale Expo 1909 errichteten modernistischen Gebäude wurden renoviert, weiter genutzt und sind Teil der modernistischen Architekturroute:

Der Palau de l‘Exposició, Palast der Ausstellung, wurde 1909 von Francisco Mora Berenguer in der Rekordzeit von nur siebzig Tagen erbaut. Er dient auch heute Veranstaltungen und Ausstellungen und beherbergt die städtische Bibliothek. Sehenswert sind die Buntglasfenster und die Bodenmosaike.
Carrer de Galícia, 1
https://reisebuch.de/vlc119

In den Industriepalast der Expo zog später die Tabacalera, die Tabakfabrik (Carrer d‘Amadeu de Savoia, 11). Die Kinder der Arbeiter wurden im Asil de Lactància, dem heutigen Alameda Spa, gegenüber betreut.
Carrer d‘Amadeu de Savoia, 14,
https://reisebuch.de/vlc120
Mo-So ab 9 Uhr

Die Textilfabrik La Llanera befand sich ebenfalls auf dem Messegelände und beheimatet zur Zeit das luxuriöse Hotel The Westin
Carrer d‘Amadeu de Savoia, 12

 

 

La Saïdia

Museu de Belles Arts: EMT 1, 6, 11, 16, 26, 28, 79, 95, N10
Bombas Gens: EMT 28, 29, N10 / Tram 4 Reus

Die Königlichen Gärten und außergewöhnliche Sammlungen fesseln die Besucher.

Jardins del Real o Vivers

Wenige Schritte von den Monforte-Gärten entfernt führen zehn Eingänge in die botanische Vielfalt der Königlichen Gärten, deren Anfänge bis in die muslimische Epoche zurückreichen. Im südlichen Drittel der Anlage (Eingang Pont del Real) befinden sich die Ruinen des Palau del Reial (Königspalast), der von den Sultanen im Stil des Generalife in Granada gebaut worden war. Im 20. Jh. wurden die Gärten in einen öffentlichen Park mit Spielzonen für die Kinder umgewandelt.
Carrer de Sant Pius V
Eintritt frei.

Nordwestlich der Ruinen ist das Museu de Ciències Naturals ansässig. Das Naturwissenschaftliche Museum verfügt über eine umfangreiche Sammlung an Fossilien aus Südamerika, die 1889 von José Rodrigo Botet gespendet wurden, sowie zahlreiche Skelette, die Millionen Jahre der Evolution verdeutlichen.
Carrer del General Elio
https://reisebuch.de/vlc125
Di-So ab 10 Uhr
Eintritt frei.

Museu de Belles Arts de Valencia

Das Museum der schönen Künste von 1837 ist im ehemaligen Priesterseminar von Sant Pius V. untergebracht und besitzt über 2.000 Exponate vorwiegend aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. Highlights sind die Gravuren des italienischen Kupferstechers Piranesi, Werke von Velázquez, El Grecos Johannes der Täufer, Porträts von Goya sowie eine außergewöhnliche Kollektion mittelalterlicher Altarbilder. Mehrere Räume widmen sich den großen valencianischen Meistern wie Joaquín Sorolla, Mariano Benlliure und Ignacio Pinazo.
Carrer de Sant Pius V, 9
https://reisebuch.de/vlc126
Di-So ab 10 Uhr ganztägig
Eintritt frei.

Reial Monestir de la Trinitat

Dem Kunstmuseum gegenüber liegt das Königliche Kloster. Es wurde vom 15. Jh. bis 2014 von Nonnen des Franziskanerordens bewohnt, zu Ehren der hier begrabenen Königin Maria de Castilla, Königin von Aragón von 1416 bis 1458. Liebhaber der Gotik können sich für eine geführte Reise durch das valencianische Goldene Zeitalter online anmelden (50 Minuten, in Englisch, für Gruppen auch in Deutsch).
Carrer de la Trinitat, 13
https://reisebuch.de/vlc127

Von der Pumpenfabrik zum Kunsttempel

Das in 2017 neu eröffnete Kunstzentrum Bombas Gens befindet sich in der renovierten Fabrik für Hydraulikpumpen aus den 30er Jahren im Westen des Bezirks. Highlight ist die private Kunstsammlung Per Amor a l’Art (Für die Liebe zur Kunst), die 1.800 Fotografien und abstrakte Malerei von 140 zeitgenössischen Künstlern beinhaltet, wobei man auf vollständige Serien besonderen Wert legt.
Avinguda de Burjassot, 54
https://reisebuch.de/vlc128
Eintritt frei.

Poblats Marítims und Strände

Hafen: EMT Port 2, 4, 19, 30, 95, N8, N9 / Tram 6, 8
EMT Strandservice: https://reisebuch.de/vlc295

Maritimes Feeling und nostalgisches Flair an kilometerlangen Stränden, die man das ganze Jahr genießen kann.

Das Hafenviertel El Grau

Der Port de Valencia ist über die 2,5 Kilometer lange Avinguda del Port/Pont d‘Aragó mit L‘Eixample verbunden. Im Norden des 700 Hektar großen Hafengebietes liegt die luxuriöse Marina Real Juan Carlos I. (König von Spanien bis 2014), die an den Stadtstrand Platja de les Arenes grenzt. Südlich der Marina befinden sich die Terminals der Kreuzfahrtschiffe sowie der Fähren nach Ibiza, Mallorca und Menorca, gefolgt von den Docks für die Frachtschiffe.

Die Mündung des Rio Túria begrenzt den Hafen im Süden. Hier liegen die Yachthäfen des historischen Real Club Náutico. Gegründet wurde der Club 1903 als privater Sportverband, heute ist er einer der größten Segelclubs von Spanien. Das Gelände umfasst rund 1.200 Liegeplätze, zertifizierte Segelschulen, eine Tennisschule, einen Pool mit Olympiamaßen, mehrere Sportplätze und diverse Restaurants.
Camí del Canal 91
EMT 15
https://reisebuch.de/vlc129

Für das weitläufige Hafengelände bietet sich eine Besichtigung mit dem Fahrrad an, die sich zu einem Ausflug erweitern lässt. Schön ist auch eine Rundfahrt auf einem Katamaran, beispielsweise eine Sunset-Tour durch die Bucht von Valencia, mit Blick auf die Strände und die Hafenkulisse, die historische Gebäude mit einem edlen Yachthafen harmonisch vereint.

La Marina Real Juan Carlos I.

Im Zuge der Modernisierungen für den 32. America‘s Cup 2007 ist auf 100 Hektar Fläche einer der größten Yachthäfen in Europa entstanden. Als Austragungsort für Segelregatten, Boots- und Tapasmessen, diverse sportliche Wettkämpfe und das Marenostrum-Festival konnte sich die Marina international etablieren. Bootstouren und -partys, Segeln, Tauchen, Surfen und Jetski sind nur einige der angebotenen Aktivitäten. 
https://reisebuch.de/vlc130

In der Marina Real Juan Carlos I. steht das Wahrzeichen des 32. America‘s Cup 2007, der Panorama-Pavillon Veles e Vents, mit dem die Architekten David Chipperfield und Fermín Vázquez den internationalen Architekturpreis LEAF Award 2006 gewannen. Der Name Veles e Vents (Segel und Winde) bezieht sich auf ein gleichnamiges Gedicht des valencianischen Poeten Ausiàs March.
Carrer del Moll de la Duana
https://reisebuch.de/vlc135

In dem roten Backsteingebäude nebenan, der Antiga Estació Marítima, war das Pressezentrum der Formel-1-Rennen von 2008 bis 2012 untergebracht. Die Aduana Marítima (1933, Zollgebäude) gegenüber dient der Hafenbehörde. Folgt man der Hafenstraße, trifft man bald auf die ersten modernistischen Lagerhallen aus dem Jahr 1912. Von den einst sechs Tinglados stehen noch Nr. 2, 4 und 5. Die Dekoration ihrer Fassaden reicht von Skulpturen bis zu Keramikmosaiken mit valencianischen Motiven.

Das Edifici del Rellotge (1914, Uhrengebäude) neben der Touristeninformation an Tinglado 2 ist vom Gare de Lyon in Paris inspiriert. Die temporären Ausstellungen können kostenlos besucht werden.
Carrer del Dr. Josep Juan Dómine
https://reisebuch.de/vlc137

Die Reials Drassanes (Atarazanas, 14. Jh., Königliche Werften) bestehen aus fünf parallelen Schiffen, die jeweils 10,40 Meter breit und 48 Meter lang sind. Ursprünglich für den Bau und die Reparatur von Schiffen gebaut, dienten die gotischen Werften auch als Salzlager und Getreidespeicher. Heute werden sie für Veranstaltungen und Sonderausstellungen genutzt.
Plaça de Juan Antonio Benlliure
https://reisebuch.de/vlc138
So Eintritt frei.

Das nostalgische Fischerviertel El Cabanyal

Schnurgerade führt die belebte Avinguda de Blasco Ibáñez von der Universität bis zum kleinen Bahnhof Cabanyal. Nur der Initiative der Bürger ist es zu verdanken, dass nicht ein Teil des in 800 Jahren gewachsenen Fischerviertels für den Ausbau der Straße abgerissen wurde.

In dem nostalgischen Viertel kann man nicht nur gut speisen, es lohnt sich auch, die kleinen bunten Jugendstilhäuser mit ihren teilweise vollständig gefliesten Fassaden, zum Beispiel auf der Carrer de la Reina, näher zu betrachten. Valencianische Atmosphäre beherrscht den Mercat de Cabanyal an 140 Ständen, davon 22 Fischgeschäften. An der Bar Mercado lässt sich bei einem guten Kaffee und herzhaften Tapas das bunte Treiben beobachten.
Carrer de Martí Grajales, 4
https://reisebuch.de/vlc141
Mo-Sa ab 7 Uhr

In der alten Reisfabrik von Cabanyal haben sich zwei Museen für Lokalgeschichte niedergelassen:

Museu Setmana Santa Marinera 
Carrer del Rosari, 1
https://reisebuch.de/vlc147
Di-So Eintritt frei

Die Prozessionen in der Karwoche der Fischer ziehen durch Cabanyal und das Hafenviertel. Das Museum zeigt die farbenfrohen Trachten der „Kapuzenmänner“ und die Banner aller 28 Bruderschaften, ein Video zu den Feierlichkeiten sowie Werke berühmter Bildhauer wie Mariano Benlliure und alte Fotografien.

Museu de l‘Arròs
Carrer del Rosari, 3
https://reisebuch.de/vlc148
freier Eintritt So und feiertags

Anhand der restaurierten Reismühle wird die Umwandlung von Rohreis in verzehrbaren weißen Reis veranschaulicht sowie die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Reisanbaus in der Albufera dargestellt.

Malva-Rosa und die Strandpromenade

Das nördlichste Viertel der Poblats Marítims war einst ein sumpfiges Gelände, das der Botaniker Jean Felix Robillard Closier zum Anbau von Blumen nutzte. Mit der intensiven Kultivierung der rosafarbenen Malve stellte er nicht nur erfolgreich Parfüms und Essenzen her, der Sumpf wurde auch trockener, konnte schließlich bebaut werden und das Viertel bekam seinen blumigen Namen.

Die 3,6 Kilometer lange Strandpromenade teilt sich in drei Abschnitte: den Passeig de Neptú an der Platja de les Arenes in Cabanyal sowie den Passeig Marítim von Malva- Rosa und Patacona in der Gemeinde Alboraia. Sommer wie Winter ist die Promenade eine beliebte Flaniermeile für Spaziergänger, Jogger und Skater. Radfahrer nutzen den parallel verlaufenden Radweg. Eine Parade von Restaurants und Bars säumt den Weg, getrennt von einer Reihe hoher Palmen. Am Passeig Marítim gibt es zudem im Sommer einen täglichen Flohmarkt mit Sommerkleidung, Souvenirs und Spielzeug für den Strand.

Feine Sandstrände über zwanzig Kilometer

Die stadtnahen Strände nördlich der Marina sind am beliebtesten. Sie sind schnell zu erreichen und besitzen eine gute Infrastruktur sowie viele Restaurants für einen perfekten Strandtag. Südlich des Hafens werden die Strände schmaler, mit einsamen Strandabschnitten und wenigen Restaurants. Die wilden Strände im Naturschutzgebiet Albufera sind nur mit dem Auto oder Fahrrad erreichbar. Zwischen den Reisfeldern und den Dünen verläuft ab Pinedo streckenweise ein Radwanderweg. Die wichtigsten Strände im Detail lauten von Norden nach Süden:

Platja de la Patacona (Gemeinde Alboraia, EMT 31)
Länge 1 km, Breite 110 m, behindertengerecht, Laufstege, blaue Flagge, Erste Hilfe, WC, Duschen, Liegestuhlverleih, Restaurants, Parkplatz, Touristeninformation.
Feiner, goldener Sand und beliebt bei Surfern.

Platja de la Malva-Rosa (Tram 4, 6, 8, EMT 2, 32, 95, N9 + Juli-Sep. 20, 23)
Länge 1,8 km, Breite 135 m, behindertengerecht, Laufstege, blaue Flagge, Erste Hilfe, WC, Duschen, Liegestuhlverleih, Fitnesspark, Restaurants, Parkplatz, Touristenbüro.
Valencias berühmtester Strand mit feinem goldenen Sand.

Platja de les Arenes (Tram 4, 6, 8, EMT 2, 32, 95, N9 + Juli-Sep. 20, 23)
Länge 1,2 km, Breite 135 m, behindertengerecht, Laufstege, blaue Flagge, Erste Hilfe, WC, Duschen, Liegestuhlverleih, sportliche Aktivitäten, Restaurants, Parkplatz.
Ausgeprägtes Nachtleben von April bis Oktober.

Die Strände im Stadtbezirk Pobles del Sud

Platja de Pinedo (EMT 14, 15, Pinedo Endhaltestelle)
Länge 1,5 km, Breite 32 m, behindertengerecht, Laufstege, blaue Flagge, Erste Hilfe, WC, Duschen, Liegestuhlverleih, Restaurants, Parkplatz.
Strand mit Blick auf den Hafen.

Platja de L‘Arbre del Gos / Pinedo (EMT 25, Montanyars + 200 m zu Fuß)
Länge 2,6 km, Breite 40 m, behindertengerecht, Laufstege, blaue Flagge, Erste Hilfe, WC, Duschen, Parkplatz.
Grober Sandstrand mit Gay- und FKK-Zone am südlichen Ende.

Platja del Saler (EMT 25, Juni-Sep. Strandhaltestelle)
Länge 5 km, Breite 35 m, behindertengerecht, Laufstege, blaue Flagge, Erste Hilfe, WC, Duschen, Liegestuhlverleih, sportliche Aktivitäten, Restaurants, Parkplatz, Camping.
Der Lieblingsstrand der Windsurfer wird von Dünen und einem Pinienwald begrenzt.

Platja de la Garrofera / El Saler
Länge 1,5 km, Breite 37 m, behindertengerecht, blaue Flagge, Erste Hilfe, WC, Duschen, FKK.
Idyllischer Naturstrand mit Dünen und FKK-Zone im ersten Strandabschnitt.
Etwa zwei Kilometer von El Saler entfernt und nur mit dem Auto (CV-500 und Avinguda Gola del Puchol) oder dem Fahrrad über einen Dünenweg erreichbar.

Platja de la Devesa
Länge 5 km, Breite 35 m, blaue Flagge, FKK, Parkplatz.
Wunderschöner Naturstrand mit feinem Sand und hohen Dünen im Naturschutzgebiet L‘Albufera.

Anfahrt mit dem Auto: CV-500 bis km 9,5 (Embarcador / Staudamm Gola de Pujol). In den Wald abbiegen und bis zum Parkplatz am See L‘Estany de Pujol (Badeverbot) fahren. Der beschilderte Wanderweg durch die Dünen bis zum Strand beträgt 500 m.
Anreise mit dem Bus: EMT 25 (Embarcador de l‘Albufera) und 1,4 km über den Rundwanderweg. Die Haltestelle liegt für beide Richtungen jeweils vor dem Staudamm. Essen und Getränke mitnehmen!

Platja del Recatí / Platja del Perellonet (EMT 25-Perellonet/Gavines-Filero + 200 m zu Fuß)
Länge 3,6 km, Breite 66 m, behindertengerecht, Laufstege, blaue Flagge, Erste Hilfe, WC, Duschen, Parkplatz, Restaurants in der Nähe.
Ruhiger Familienstrand am Rand einer Wohnsiedlung und den weiten Reisfeldern der L‘Albufera. 

Hilbrecht, Reiseführer Valencia, Reisebuch Verlag

 

 

 

Der Reiseführer von Brigitte Hilbrecht: Valencia - Kulturmetropole zwischen Reisfeldern und Orangenbäumen aus dem Reisebuch Verlag enthält weitere Reisetipps sowie viele Adressen und Empfehlungen für Hotels, Restaurants, Bars und Freizeitaktivitäten.