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Telefon, Handy und Internet auf Mallorca


Telefon und Handy

Noch bis in die 1990er-Jahre hinein war es nicht so einfach, von Mallorca aus die Lieben in der Heimat telefonisch zu erreichen. Inzwischen hat die Telefonica, die einst staatliche, heute aber – wie auch die Deutsche Telekom – weitgehend privatisierte Telefongesellschaft, das Netz völlig erneuert und digitalisiert.

Wer viel telefonieren möchte bzw. erreichbar sein muss, und nicht nur wenige Tage bleibt, löst das Kostenproblem elegant mit einer spanischen SIM-Card (im Internet oder in speziellen Telefonshops bzw. Estancos [Tabak- und Zeitschriftenläden] erhältlich), die man ins vorhandene Handy einsetzt. Man telefoniert damit zu inner-spanischen Gebühren (pro Minute je nach Netz) und empfängt Anrufe als »Inländer«. Allerdings ist damit eine neue Handynummer verbunden, die man zunächst einmal den Lieben daheim und weiteren potentiellen Anrufern mitteilen muss. Die Tarifstruktur der aktuellen Provider ist unübersichtlich und ändert sich ständig. 



Pre-paid Handykarte oder Vertragshandy?

Spanische Pre-paid Karte
Wer sein deutsches Handy weiter benutzt, wird mit relativ hohen, seit 2007 aber auf Beschluss der EU gedeckelten und somit kalkulierbaren Roaming-Gebühren zur Kasse gebeten. (Obergrenze seit Mitte 2014: 23 Cent, bei eingehenden Handygesprächen 6 Cent, jeweils inkl. Mehrwertsteuer).

Als Einstieg auf Mallorca empfiehlt sich ggf. zunächst eine Prepaid Handykarte von einem der Hauptprovider wie Movistar (Telefonica) oder Vodafone. Auch wenn diese etwas teurer sind als die der Discounter, so garantieren sie doch eine bessere Netzqualität und -abdeckung. Alternativ könnte man z.B. bei hitsmobile.es oder orange.es einen Preisvergleich vornehmen, wobei man genau hinschauen und Posten wie »Verbindungsgebühr« und Steuern mit einberechnen muss.

Das Guthaben muss meist innerhalb von sechs Monaten aufgebraucht bzw. nachgeladen werden, sonst verfallen sowohl Gebührenkonto als auch Handynummer.

Beim Kauf einer Prepaid-Karte wird seit einigen Jahren die Vorlage eines gültigen Personalausweises verlangt. Man sollte auch unbedingt darauf achten, dass die Karte freigeschaltet ist, was man daran erkennen kann, dass nach Zahlung der Kartenkosten eine SMS des Providers auf dem Handy eingeht.

Spanisches Vertragshandy
Wer es geschafft hat, seinen Lebensschwerpunkt nach Mallorca zu verlegen, sollte sich überlegen, ob ein spanisches Vertragshandy nicht die bessere Option ist.

Diese Verträge sind allerdings nicht ohne Tücken. Meist beträgt die Mindestlaufzeit 18 Monate mit einer Mindestnutzung. Diese ersetzt die bei uns übliche monatliche Grundgebühr. Es gibt auch andere Modelle für Vieltelefonierer, aber ähnlich günstige Tarife wie in Deutschland wird man schwer finden.

Beim Abschluss eines Handyvertrages wird immer ein spanisches Konto verlangt, was wiederum eine N.I.E. voraussetzt (siehe hier). Insgesamt sind Vertragshandys zwar meist günstiger als Pre-paid Karten, lohnen sich aber nur, wenn man die überwiegende Zeit des Jahres auf Mallorca verbringt.

Eigener Festnetzanschluss und Internetzugang

Ähnlich wie in Deutschland ist der spanische Telekommunikationsmarkt nach Aufhebung des staatlichen Monopols und Privatisierung der Telefónica (vergleichbar mit der deutschen Telekom) in Bewegung gekommen. Weitere Anbieter drängen auf den Markt, haben es bislang aber nicht geschafft, die dominierende Stellung der Telefónica vor allem in ländlichen Gebieten zu brechen. Auch wenn für viele Spanier der Firmenname Telefónica negativ besetzt ist, führt für die meisten kein Weg vorbei an deren Produkten, weil dieses Unternehmen bislang als einziges auch auf Mallorca eine flächendeckende Versorgung mit Telekommunikation bereitstellen und auch deutschsprachige Ansprechpartner aufweisen kann. Die entsprechende Service-Hotline ist unter 1004 erreichbar.

Die Telefónica bietet Tarifpakete für alle Bedürfnisse, vom einfachen Festnetzanschluss bis zu Paketen inklusive Breitband-Internet und Kabel-TV. Die aktuellen Konditionen einschließlich attraktiver Promotionsangebote findet man unter www.telefonica.es.

Alternative Anbieter für Telekommunikationspakete gibt es meist nur in den Städten z.B. von ONO, Orange und Ya.com (Tarife auf der jeweiligen Website einsehbar: www.ono.com, www.orange.es und www. ya.com).

Wer die Freiheit liebt, kann sich auch auf Mallorca über das call-by-call Verfahren durch verschiedene »Vorwahlnummern« günstigere Verbindungsgebühren, vor allem für Auslandstelefonate, sichern. Wer sich hingegen lieber an ein bestimmtes Unternehmen bindet, wählt auch in Spanien das Preselect-Verfahren. Aktuelle Angebote findet man in den Anzeigenteilen von Mallorca Magazin und Mallorca Zeitung sowie z.B. unter www.rufanundspar.com.

Telefonieren über das Internet

Als kostengünstige Alternative bietet sich vor allem für längere Auslandstelefonate das Voice-over-IP Verfahren, also das Telefonieren übers Internet an. Voraussetzung dafür ist sinnvollerweise eine Internet-Flatrate, mit der sämtliche Kosten bereits abgedeckt sind, wenn beide Seiten VoIP nutzen. Mit Hilfe einer Software, z.B. von Skype, herunterzuladen unter www.skype.com/intl/de, und eines Headsets kann man dann von Computer zu Computer weltweit gratis telefonieren. Skype bietet auch Telefonate ins normale Festnetz zu Konditionen, die man im Einzelfall mit regulären Tarifen vergleichen sollte.

Wireless Lan bzw. WiFi

Wireless Lan Verbindungen für Laptop-Nutzer und internetfähige Handys bzw. Smartphones sind auf Mallorca zahlreich verfügbar, wenn auch meist kostenpflichtig. Aber immer mehr »Hotspots« sind gratis. So einige Tankstellen und auch Lokale, die damit Gäste werben. Zur Nutzung auch von Gratis-Hotspots benötigt man aber oft einen Code, den z.B. der Restaurantwirt bereithält. Das gilt auch für viele Hotels, wobei sich freies WiFi (Wireless Fidelty, wie WLAN international heißt) meist auf den Bereich von Rezeption und Bar beschränkt und nicht bis in die Zimmer reicht; wenn doch, kostet es. Unterwegs auf der Insel hilft Ausprobieren bei der Suche. Ein Hotspot App der Telekom erleichtert sie.

Ziel der Balearenregierung ist es, Mallorca flächendeckend mit kostenlosem WiFi zu versorgen. Bislang funktonierte das Funknetz erst in einigen der großen Küstenorten mit hohem Touristenaufkommen.

Man kann davon ausgehen, dass die Zahl der Hotspots weiter rasch steigt.