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Teide Nationalpark auf Teneriffa

Teide Nationalpark, Teneriffa; pixabay CC0

Kaum ein Besucher Teneriffas fährt nicht mindestens einmal während seines Aufenthaltes in die Cañadas, sei es, auf eigene Faust im Mietwagen oder mit einer geführten Tour im Ausflugsbus. Letztere müssen sogar offiziell einen geologisch geschulten Reiseleiter dabei haben (klappt nicht immer).

Selbstfahrer genießen den unschätzbaren Vorteil der Flexibilität, nämlich nach Laune und Wetterlage das zu tun, was reizt und passt. An den Aussichtspunkten erklären geologische Tafeln auf Spanisch und Englisch die Vielfalt der Vulkanlandschaft.

El Portillo (2.030 m)

Restaurants
Der Bereich El Portillo (»kleine Pforte«) am Straßendreieck TF 21/TF 24 hat sich zur »Versorgungsetappe« des Parks entwickelt. An der TF 21, ein paar hundert Meter in Richtung Teide, befindet sich rechts das große Besucherzentrum mit botanischem Lehrpfad. Wiederum 1 km weiter sorgen drei Restaurants (am besten das Bamby mit Teideblick-Terrasse) für das leibliche Wohl der Ausflügler. Sieht man ab von der Cafeteria in Seilbahnstation, gibt es gastronomisch ansonsten nur noch das Parador Nacional, 15 km weiter, mit gutem Restaurant und Cafeteria.



Besucherzentrum

Tel 922-373391 tägl. 9-16 Uhr
Man betritt das Centro de Visitantes durch eine Lavatunnel-Nachbildung. Sehr anschaulich wird dort über die verschiedenen Laven und die Gesteinsarten informiert, die bei ihrer Abkühlung entstehen. Auch das Leben von Pflanzen und Tieren unter den extremen Klimabedingungen in dieser Gesteinswüste wird dokumentiert.

Sehr sehenswert ist der Film »Der schlafende Vulkan«, der die Entstehung der Insel, insbesondere der Caldera und des Teidemassivs, darstellt (fortlaufend, Dauer 10 min, Kopfhörer für deutsche Sprache sind verfügbar).

Botanischer Garten

Hinter dem Zentrum wurde ein anschaulicher botanischer Lehrpfad eingerichtet. In der Blütezeit (Mai/Juni) lohnt er noch mehr als im Winter, wenn die Teide-Flora grau-grün und relativ unattraktiv ist. Der Rundgang ist aber jederzeit empfehlenswert. In kompakter Form gewinnt der Besucher hier einen guten und sachkundigen Überblick über die verschiedenartigen Spezies der vulkanischen Vegetation.



Ab El Portillo durch die Cañadas

Die Lavafelder

Auf einer Fahrt durch die Cañadas durchquert man vielfältige Gesteinsformationen. Chemische Zusammensetzung, Flüssigkeitsgrad (Viskosität) und Abkühlungsgeschwindigkeit bestimmen Form und Dichte der Gesteine. Basaltische Laven mit wenig Silizium sind leichtflüssiger als saure Laven mit viel Silizium. Die »unordentliche « oder »ordentliche» Struktur richtet sich nach der Kühlungsdauer. Im Gestein als Blasen gefangene Gase machen es leichter.

Obsidian

Nur einige Kilometer südwestlich des Besucherzentrums glitzert bei Sonnenschein ein großes Obsidianfeld. Dieses tiefschwarze »Vulkanglas« entsteht bei rascher Lava-Abkühlung, so dass keine Zeit zur Kristallbildung bleibt. Die Guanchen nutzten Obsidian zum Schneiden, da beim Zerschlagen des Gesteins messerscharfe Kanten entstehen.

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