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Typische spanischsprachige Begriffe, die auch dem Touristen auf Teneriffa immer wieder begegnen und großenteils bereits in dem unten angebnotenen Reiseführer vorkommen, sind hier zusammengefasst erläutert.

Spezielles Vokabular aus den Bereichen »Geologie« und »Essen & Trinken« finden sich in gesonderten Listen in den entsprechenden Kapiteln des Reiseführers.

Areperia Imbiss oder einfaches Restaurant mit Arepas, gefüllten süßen oder salzigen Maistaschen, einer Spezialität aus Venezuela.

Ayuntamiento Rathaus

Barranco Schlucht, ausgetrockneter Wasserlauf. Die vielen durch Erosion entstandenen tief eingeschnittenen Schluchten sind heute fast ganzjährig trocken. Nur bei tropischen Regengüssen verwandeln sie sich in Sturzbäche mit viel Sediment (Geröll und Sand), die das Meer bis weit vor die Küste braun färben können. Ausgemauert führen sie enorme Wassermengen rasch ab, andererseits geht dann viel Süßwasser ungenutzt verloren.

Cabeza cuadrada »Quadratkopf«, kanarischer Spitzname für Deutsche.

Caldera Schüssel, eingestürzter Vulkankrater, z.B. die Cañadas

Cañadas Eigentlich »Hohlweg, Weidefläche«. Auf Teneriffa Bezeichnung für die Hochebene, aus der sich der Teidekegel erhebt.

Canario Bezeichnung für die Einwohner der kanarischen Inseln (ursprünglich nur für die Bewohner Gran Canarias). Vermutlich Ableitung von canis (lat: »Hund«). Der römische Geschichtsschreiber Plinius berichtet von einer Expedition des mauretanischen Königs Juba zu den Kanaren, von der er große Hunde mitbrachte.



Charco natürlicher Salzwasserpool, meist im Lavafels am Meer; namensgebend für die Plaza del Charco in Puerto.

Chicharrero Bürger von Santa Cruz; abgeleitet von Chicharro (kleine Sardine/Makrele). Ursprünglich abfällige Bezeichnung der reichen Bewohner La Lagunas für die armen Fischer unten am Meer

Chiringuito Strandkiosk mit Tapas und Drinks

Churro y Chocolate In ganz Spanien beliebtes (Sonntags-)Frühstück: es handelt sich um große, in Stücke geschnittene Schmalzgebäck-Kringel (nicht süß), die in warme herbe Schokolade getunkt werden.

Cofradia de Pescadores Die Fischereigenossenschaft eines Dorfes und (Kneipen-) Treffpunkt der Fischer. Heute sind die Cofradías meistens mit einem einfachen Fischrestaurant verbunden wie in San Andrés, Punta del Hidalgo, Candelaria etc.

Ermita kleine Kapelle mit nur einem Fenster, repräsentativem Eingangsportal und einem kleinen Glockenturm vorne links.

Finca Ursprünglich ein kleineres Grundstück bzw. ländliches Anwesen; heute Bezeichnung für jede Art von Häuschen, auch im städtischen Bereich; siehe auch unter Hacienda.

Godo Lexikalisch »Gote«, wird aber nicht für Nordeuropäer (Touristen) verwendet, sondern als negative Bezeichnung für (Festland-) Spanier. Die Graffitti-Parolen Fuera Godos (»Godos raus!«) sind Ausdruck des historisch oft durch Madrid gekränkten kanarischen Nationalbewusstseins. Seit Spaniens Beitritt zur EU ist die kanarische Autonomiebewegung politisch bedeutungslos, doch Animositäten leben weiter.

Guagua Offizielle Bezeichnung für »Autobus«. Vermutlich haben aus Kuba rückkehrende Auswanderer das Wort in ihre alte Heimat mitgebracht. Im nordöstlichen Südamerika wurde das englische Wort wagon (Wagen) zu guagua (sprich: wuawua) sozusagen »eingespanischt«.

Guanchen Dieser ursprünglich nur für die Ureinwohner Teneriffas benutzte Name wurde zur Bezeichnung für alle Altkanaren. Guan bedeutet soviel wie Mann, Einwohner; und Chinech war die Guanchen-Bezeichnung für Teneriffa.

Guiri Englischer oder deutscher Ausländer; nicht negativ gemeint



Hacienda Landgut, Großgrundbesitz mit einem Herrenhaus; heute auch Steuerbehörde; Ministro de Hacienda = Finanzminister

Las Indias Ursprünglich Bezeichnung für die spanischen Besitzungen in der Karibik, später für den ganzen südamerikanischen Handelsraum.

Lucha Canaria Verbreitete volkstümliche Sportart.

Mirador Aussichtspunkt

Mojo Grüne Soße (mit Kräutern) oder rote (scharfe) Soße mit Paprika; beide Soßen werden traditionell zu Fisch- oder Fleischgerichten mit Runzelkartoffeln (papas arrugadas) gereicht.

Mujedar Bemalte Holzdecke. Mujedaren wurden Araber genannt, die nach der Reconquista in Spanien blieben, aber nicht christanisiert wurden.

Nivaria Eine der ältesten (römischen) Bezeichnungen für Teneriffa, wahrscheinlich wegen des mit Schnee (nieve) bedeckten Teide; bis heute heißt das Bistum Teneriffa Nivaria.

Parada Bushaltestelle, von parar = anhalten

Parador Ältere Bezeichnung für Gasthaus (gleicher Ursprung wie Parada). Heute staatliches Hotel der gehobenen Kategorie, meist in historischen Gebäuden. Die Idee für die Paradores kam 1926 dem königlichen Kommissar für Tourismus. Zwei Jahre später wurde der erste Parador in der Sierra de Gredos eingeweiht. Heute gibt es in Spanien 86 Paradores, darunter auch einige auf den Kanaren.

Península »Halbinsel« nennen die Canarios das spanische Festland.

Pleito Insular »Inselstreit«: eine aus dem 19. Jahrhundert stammende Rivalität zwischen Gran Canaria und Teneriffa um die Vormacht auf den Kanaren, die 1927 durch die Teilung des Archipels in zwei Provinzen de jure beigelegt wurde. Unterschwellig blieb die Konkurrenz erhalten. Denn beide missgönnen sich jeden zusätzlichen Touristen bzw. jede Madrider Subvention. Und auf jedem Karnevalsumzug in Santa Cruz zeigt alljährlich eine potthäßliche, fette Miss Gran Canaria mit Schweinekopf, was man von der Nachbarinsel hält.

Podenco Canarios setzen den Podenco Canario zur Kaninchen-Jagd mit Frettchen ein. Dieser bis zu 70 cm große Windhund (Ursprung: Mallorca/Ibiza) ist trotz einer gewissen Ähnlichkeit nicht mit den altägyptischen Pharaonenhunden verwandt. Er ist schlank, hat rotes oder weißes Fell mit roten-gelbroten Tupfen, aufrecht gestellte Löffelohren, ein spitzes Maul mit Scherengebiss und ein enormes Sprintvermögen.

Resident (EU-)Ausländer mit Wohnsitz in Spanien. Wer ohne Arbeit über 90 Tage bleibt, braucht ein empadronamiento vom Meldeamt; nach 6 Monaten wird man auf den Kanaren steuerpflichtig.
Residenten auf den Kanaren in Tausend (2008): BRD: 40; GB: 38; Italien: 24; Kolumbien: 21; Marokko: 16; Venezuela: 12; Kuba: 11; Argentinien: 10; China: 6; Portugal: 6; Rumänien: 5; Total: 282.

Romería Erntedankfest zu Ehren des Lokalheiligen.

Tabla Holzbrett, auf denen man früher Lasten zu Tal »rutschen« ließ. Am 30. November – Tag des San Andrés und Anstich des neuen Weins – vergnügen sich heute die Jugendlichen damit, auf selbstgezimmerten Tablas zu Tal zu düsen.

Urbanización Eine Urbanisation ist eine neu angelegte Siedlung nach amerikanischem Modell mit Bungalows und/oder Reihenhäusern.

Zona recreativa Von der Forstverwaltung (ICONA) bzw. der Umweltbehörde eingerichteter Picknickplatz (überwiegend in den bewaldeteten höheren Lagen). Alle sind mit Tischbänken, Grillöfen (Holz liegt auf den größeren kostenlos bereit) und Trinkwasser ausgestattet.