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Wer dem Trubel der Küste entkommen will und die landschaftliche Vielfalt Teneriffas erkunden möchte, mietet sich auf dem Land ein. Da Dörfer meist in Höhenlagen von 500 m bis 800 m liegen, kann es im Winter selbst im Süden kühl und im Norden obendrein neblig sein.

Turismo Rural

Bisher blieben die Canarios außerhalb der Touristenzentren unter sich. In den Dörfern gab es keine Unterkünfte, weder kleine Pensionen noch Privatzimmer. Erst in den 1990er-Jahren entwickelte sich mit staatlicher Hilfe ein inselweites Netz von Turismo Rural-Häusern. Die alte Hacienda wurde zum Landhotel umgebaut, die kleine Finca oft aufwendig renoviert. Fast ausnahmslos liegen diese Unterkünfte nicht direkt an der Küste, wenn auch viele von ihnen Meerblick haben.

Keine Dorfromantik

Ein urkanarisches Dorf verführt selten zu »Liebe auf den ersten Blick«. Den Inselorten fehlt – bis auf den Kirchplatz – so ziemlich jede Romantik. Neben schmalen Bürgersteigen geben hohe Mauern selten den Blick in die grünen Innenhöfe frei. Viele Fincas sind schmucklosen, 2-3stöckigen Neubauten aus Bloques (Beton) gewichen. Die ausgefransten Dorfränder erinnern hier mehr an das nahe Marokko als an das ferne Andalusien. Der Dorfplatz ist meist verlassen, die Kirchtür verschlossen, der Hausstrand weit, und nur in der Bar an der Hauptstraße ist manchmal was los.

Ländliche Alleinlagen

Auch die Beschreibung einer Finca oder eines Landhotels »in weiten Bananenplantagen« oder »auf landwirtschaftlich genutztem Gelände« kann irreführen, verstecken sich doch viele Felder hinter hohen Zementmauern oder unter Plastikplanen.

Die grüne, blühende Nordseite der Insel präsentiert sich dabei – trotz dichterer Besiedlung – gefälliger als die karge Südseite.

Ortsbeschreibungen

Es empfiehlt sich auf jeden Fall, im Reiseteil dieses Buches nachzulesen, was sich hinter den kurzen Ortsbeschreibungen der Kataloge wirklich versteckt. Auch braucht man bei fast allen Quartieren in ländlichen Regionen ein Auto, das in den Angeboten der Reiseveranstalter meist enthalten ist. Denn der Weg zu nutzbaren Stränden, Geschäften und Lokalen kann weit sein.

Fazit

Wer die richtige Unterkunft auf dem Land findet, erlebt oft eine »Liebe auf den zweiten Blick« und unvergeßliche Ferien fernab vom Rambazamba.

Naturschutzregionen

In höheren Lagen steht fast die ganze Insel unter Naturschutz. Es gibt kaum Siedlungen und bis auf ganz wenige Ausnahmen keine Unterkünfte (Ausnahmen sind das Dorf Vilaflor, der Parador in den Cañadas und einige sehr schöne Landhotels).

Hier lesen sie mehr zur Wahl des Urlaubsortes:

Teneriffa - Touristenzentren

Teneriffa - Städtisches Ambiente

Teneriffa - Urbanisationen