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Plaza de la Cathedral © by Hans-R. Grundmann - Reise-know-how - Verlag
Plaza de la Cathedral

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Plaza de la Catedral

Schier endlose schlanke Palmen, große Araucarias (Schirmtannen) und urige Drachenbäume prägen die Plaza de la Catedral, die begrenzt wird von einem kleinen Ententümpel. Schon 1511 stand hier eine kleine Ordenskapelle. 1820 erhielt die Santa Iglesia Catedral ihre heutige klassizistische Fassade.

Die massiven Innensäulen sind aus grauem Basalt. Rechts in der Seitenkapelle findet man ein barockes Retablo mit flämischen Gemälden, das der im Zentrum stehenden Virgin de los Remedios geweiht ist, etwas abseits den Grabstein des Eroberers von Teneriffa, Lugo.

Von außerordentlichem Reichtum zeugt auch die Marmorkanzel. Nur die Treppe ist aus dem hier sonst üblichen Baustoff Holz. Die vielen feinen Silberschmiede-Arbeiten stammen aus Córdoba und Südamerika.

Teatro Leal

Der Jugendstil-Bau (1915, Modernismo) bietet seit seiner Wiedereröffnung (2008) wechselnde Veranstaltungen, u. a. des Symphonie-Orchesters Tenerife (OST); schönes altes Café Parisino. Calle Obispo Rey Redondo 50; Kasse (Taquilla) Mo-Fr 10-14 Uhr und 17-20 Uhr, bei Veranstaltungen auch bis 21 Uhr; Tel. 922-255141, www.teatroleal.com.

Hotel Aguere

Gegenüber das Hotel Aguere mit lichtem, verglastem Patio und schönem Mamorboden (mit Café). Hier traf sich Anfang des 18. Jahrhunderts eine der  inselweiten Tertulias, Diskutierzirkel, die für die aufklärerischen Ideen offen waren. Man reichte indizierte Bücher weiter, verfaßte politisch-satirische Flugschriften und förderte Schulwesen und Handwerk.

Plaza de la Concepción

Im spitzen Winkel trifft hier die Calle Obispo Rey Redondo auf die Calle Capitán Brotón und gibt der kleinen Plaza de la Concepción ihre dreieckige Form. Der Platz wird beherrscht von einer großen Schirmtanne, die alljährlich zur Weihnachtszeit über und über mit bunten Paketen geschmückt wird. Gourmets kommen im Bereich dieser Plaza gleich dreimal auf ihre Kosten:
Campos de Fresa (Tel. 922-261602), eine reichsortierte Vinothek mit Delikatessen, gegenüber die Pasteleria La Princesa (Tel. 922-251396) mit leckerem Gebäck und La Casa de Dario mit exquisiten Take-off-Gerichten (»para llevar«).

Iglesia de la Concepción © by Hans-R. Grundmann - Reise-know-how - Verlag
Iglesia de la Concepción

Iglesia de la Concepción

Schon von der Plaza sieht man das Wahrzeichen von La Laguna, den fast freistehenden Turm der Iglesia de la Concepción, der ältesten Kirche La Lagunas (1496). Sie wurde fortwährend baulich verändert. So finden sich neben Merkmalen der Renaissance auch gotische und barocke Stilelemente. Der Glockenturm wurde 1697 aus piedras molinos hochgezogen, besonders hartem Basalt, der an sich für Mühlsteine verwendet wurde. Seine Kanten bestehen aus dem üblichen dunkelgrauen Basalt.
Mo-Fr 9-17 Uhr kann man hinaufsteigen und den Blick über La Laguna genießen.

Das Hauptschiff ist durch Torbögen mit gelblichen und rosafarbenen Tuffstein-Säulen von den beiden Seitenschiffen getrennt. In den zum Turm aufschließenden Seitenkapellen sind kunstvoll geschnitzte Holzaltäre zu sehen. 1972 brach ein großer Teil des Mudejar-Daches ein und wurde durch eine unbemalte Kassettendecke ersetzt.

Besonders fein gearbeitet ist die barocke Kanzel aus Kiefernholz. Beeindruckend sind auch die Silberarbeiten, vor allem an dem wunderbaren Altar für die Señora de la Concepción. Und Keramik aus Sevilla schmückt das Becken, über dem auch schon Guanchen getauft wurden. Seit 1947 hat die Concepción den Status eines nationalen Kulturdenkmals.
Besuchszeit Mo-Fr 9-13 Uhr und 18-19.30 Uhr

Plaza Junta Suprema

Dem Kirchturm gegenüber zweigt die Calle Belén vom Ende der Calle Obispo Rey Redondo ab. Sie führt auf die Plaza Junta Suprema, einen mit herrlichen Araucarias bestandenen Platz.

Paseo Camino Largo

Von der Plaza Suprema ist es nicht weit zu einem schönen Wohnviertel La Lagunas. Über die Calle Belén trifft man geradeaus auf die Avenida Silverio Alonso, die einen über den Parque de la Constitución zum Paseo Camino Largo bringt. Diese autofreie, dicht mit Palmen bepflanzte Allee führt vorbei an alten Villen in üppigen Gärten: Wohnen in einer stillen Oase mitten in der Stadt.
Anschluss an den Stadtrundgang findet man über die Calle Rodríguez Moure, die auf die Calle San Augustín stößt.

Convento de San Augustin © by Hans-R. Grundmann - Reise-know-how - Verlag
Convento de San Augustin

Convento de San Augustín oder Cabrero Pinto

Der spitze Winkel der Plaza Junta Suprema zeigt in die Calle San Augustín, über die man an der Ecke Calle Rodríguez Moure zum Convento de San Augustín gelangt. Dieser weitläufige Gebäudekomplex mit baumbestandenem Eingangsbereich war bis zur Säkularisierung im 19. Jahrhundert Augustinerkloster und 1742-1747 Sitz der ersten kanarischen Universität. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde hier ganz weltlich studiert. Im Hauptteil des Konvents (schöner Patio) finden wechselnde Ausstellungen statt.

Links um die Ecke, in der Calle Juan de Vera schließt sich das (geschlossene) Hospital Dolores an.

Casa Salazar

Auf der gleichen Straßenseite der Calle San Augustín folgt die Casa Salazar, ein Palast reicher Kaufleute aus dem 17. Jahrhundert, mit einer imposanten grauen, verschlossen wirkenden Fassade aus der Übergangszeit von der Renaissance zum Barock (1664-81). Lange Zeit war der Bau als Kasino ein gesellschaftlicher
Treffpunkt, wo auch kulturelle Veranstaltungen stattfanden. Teobaldo Power, bekannter kanarischer Musiker, komponierte hier Teile der Cantos Canarios.
Dann beherbergte das Gebäude das Bistum Nivaria. Nach einem Brand im 2006 wird es zur Zeit renoviert.

Geschichtsmuseum

In der Calle San Augustín 22 (Ecke Calle Tabares de Cala) liegt die herrlich restaurierte Casa Lercaro (1593) der gleichnamigen genuesischen Kaufmannsfamilie. Es ist – weil es das Museo de Historia de Tenerife beherbergt – das einzige zu besichtigende Patrizierhaus in La Laguna. Allein deswegen lohnt ein Besuch.

Die Museumsabteilungen wurden mit viel Liebe informativ gestaltet. Thematisiert sind die Geologie der Insel, die Conquista (Eroberung), die Christianisierung, Sozialgeschichte als spanische Kolonie, Kartographie, Entwicklung von Handwerk wie Landwirtschaft, Emigrationswellen und ökonomische Umbrüche. Zwar erfolgen alle Erklärungen auf Spanisch, aber an der Kasse gibt es leihweise eine deutsche Übersetzung.
Di-So 9-19 Uhr, Mo geschlossen; Eintritt €3; Tel. 922-825949.

Zurück zum Ausgangspunkt

An der Ecke Calle Augustin/Calle Nava de Grimón erreicht man das Kasino von La Laguna. Hier handelt es sich wie beim (alten) Casino de Santa Cruz um einen Privatclub, der Anfang des 20. Jahrhunderts im damals modernen Sammelsurium von Stilen erbaut wurde. Über die Calle de Grimón erreicht man wieder den Ausgangspunkt Plaza del Adelantado.