Daten beim Reisen schützen: Welche Risiken gibt es?

| von R.B.

Im Urlaub möchten sich Menschen erholen und sich nicht mit den Gefahren und Risiken der Welt herumärgern. Genau das ist aber nötig, denn gerade wenn es um persönliche Daten geht, bergen Auslandsreisen gewisse Risiken. Selbst in Deutschland kann der City-Trip durch ungeschützte WLAN-Netzwerke und Diebe zum Problem werden. Welche Risiken es gibt und wie sie sich umgehen lassen, wird nachfolgend genauer berichtet.

Daten beim Reisen schützen: Welche Risiken gibt es?
Augen auf bei Mediennutzung auf Reisen; Foto: Jakob Owens unsplash.com, CC4

Shoulder-Surfing durch neugierige Mitreisende

So mancher Mitreisende in Bus, Bahn oder Flugzeug will nicht nur die Zeitung per „Side Eye“ mitlesen, sondern gleich auch Passwörter und Pins ausspionieren. Dem lässt sich mit einem gut geschützten Passwort Manager vorbeugen. 

Die Eingabe benötigter Pins und Passwörter erfolgt dann automatisch, ohne dass der Sitznachbar die Zahlenfolge sehen kann. Sogar bei der manuellen Passworteingabe lassen sich Spionageversuche vom Nachbarsitz verhindern, wenn die eingetippten Zeichen nur als Sternchen angezeigt werden.

Geräteverlust und Diebstahl im Ausland ein Risiko

Ob in Michigan, New York, Miami oder jedem anderen Urlaubsort, die Gefahr eines Handy- oder Laptopdiebstahls ist immer gegeben. Wenn das Handy in falsche Hände gerät, ist das Privatleben nicht mehr geschützt. Hier sind Kontakte, Fotos und oft sogar sämtliche Zugangsdaten zu Bankkonten und Accounts gespeichert. Vorbeugen können Reisende mit mehreren Schritten.

Jedes Handy, jeder Laptop und auch Tablets brauchen einen sicheren Sperrcode oder gleich eine biometrische Sperre. Zudem ist die Ortungsfunktion zu aktivieren, damit sich das Handy im Ernstfall wiederfinden lässt. Darüber ist es, je nach Gerät, sogar möglich, die Daten per Fernlöschung zu entfernen.

Um verlorene Daten wiederzubekommen, macht die Synchronisation mit einer Cloud Sinn. Dann ist zwar im schlimmsten Fall das Gerät verschwunden, nicht aber alles, was darauf gespeichert war.

Ungesicherte WLAN-Netzwerke sorgen für Gefahren

Wer öffentliche Netze auf Reisen nutzt, sollte keine wichtigen Bankgeschäfte erledigen oder Daten austauschen. Die Gefahr ist groß, dass ungesicherte Netzwerke von Hackern infiltriert werden. Müssen wichtige Daten übertragen werden, ist die mobile Datenverbindung mit einem VPN auf dem Handy die sicherere Option. Das gilt auch im Hotel. Wer hier auf das WLAN-Netzwerk zugreifen möchte, sollte zwingend ein gutes VPN installieren, um Daten durch einen geschützten Tunnel zu transportieren.

Offene Bluetooth-Verbindungen und Schnittstellen öffnen Hackern die Türen

Bluetooth ist praktisch, um Kopfhörer oder Lautsprecher zu verbinden. Wenn die Schnittstelle dauerhaft eingeschaltet ist, bekommen Angreifer besseren Zugang zum Gerät. Hacker nutzen die Verbindungen, um Daten abzugreifen oder Schadsoftware aufs Handy zu spielen. 

Das Risiko steigt an belebten Orten wie Flughäfen und Bahnhöfen, denn hier sind viele Geräte gleichzeitig aktiv. Am besten wird Bluetooth noch vor dem Verlassen des öffentlichen Verkehrsmittels ausgeschaltet. Gleiches gilt für AirDrop oder NFC, beide Funktionen sollten auf Reisen nur bei zwingendem Bedarf genutzt werden.

Skimming am Bankautomaten immer noch ein Risiko

In vielen Ländern wird primär bargeldlos bezahlt und trotzdem greifen viele Reisende im Ausland weiterhin auf Bares zurück. Genau hier lauert die Gefahr des Skimmings. Kriminelle manipulieren Automaten mit Lesegeräten und können darüber die Kartendaten und Pins ausspähen. Da Urlauber nicht wissen, wie Geldautomaten im Ausland genau aussehen, fallen sie schneller auf solche Tricks rein.

Jeder Aufsatz auf dem Kartenschlitz ist immer ein Warnsignal, gleiches gilt für lockere Tastaturen. Bei der Pin-Eingabe ist auf Shoulder-Watcher zu achten und wer ganz sicher gehen will, nutzt keine Bankautomaten außerhalb von Gebäuden. 

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