Ferienhaus kaufen: So wichtig ist das Eigenkapital!
Wer eine Ferienimmobilie kaufen und zum Beispiel bei einem
400.000 Euro Kredit die monatliche Rate so niedrig wie möglich halten möchte, benötigt Sicherheiten in Form von Eigenkapital. Auch die Finanzierung ohne Eigenkapital ist möglich, aber in den meisten Fällen mit höheren Zinsen – und somit mit höheren monatlichen Raten – verbunden. Daher gilt: Je mehr Eigenkapital Sie beim Kauf oder Bau eines Ferienhauses mitbringen, desto besser. Die allgemeine Empfehlung lautet, dass etwa 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises aus eigenen Mitteln aufgebracht werden sollten.
Wie unterscheidet sich der Kauf einer Ferienimmobilie vom normalen Hauskauf?
Die Finanzierung einer Ferienimmobilie unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von der Finanzierung eines Wohnhauses oder einer Eigentumswohnung. Lediglich dann, wenn sich die Immobilie im Ausland befindet, beispielsweise in
Dänemark oder Frankreich, gelten andere Regeln – Sie sollten sich in diesem Fall also unbedingt mit der Gesetzeslage in dem jeweiligen Land auseinandersetzen und am besten einen erfahrenen Experten mit ins Boot holen, der mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut ist.
Das Ferienhaus oder die Ferienwohnung kann über die Hausbank oder über jede andere Bank im In- oder Ausland finanziert werden. Da die Zinsen und Kreditkonditionen von Bank zu Bank stark variieren, lohnt sich in jedem Fall ein sorgfältiger Kreditvergleich.
So wichtig ist die Bonität beim Bau oder Kauf einer Ferienimmobilie
Beim Kauf eines Ferienhauses oder einer Ferienimmobilie geht es um hohe Beträge. Die
Bonität des Kreditnehmers ist daher für die Finanzierung fast immer relevant. Je höher und stabiler das monatliche Einkommen ist und je mehr Sicherheiten in Form von Eigenkapital, Lebensversicherungen oder Immobilienbesitz vorhanden sind, desto attraktiver sind in der Regel auch die Kreditangebote der Banken.
Maximale Ratenhöhe sorgfältig kalkulieren
Wie hoch die monatlichen Raten maximal sein dürfen, sollte vorab gewissenhaft kalkuliert werden – schließlich gehen Sie durch den Immobilienkredit über viele Jahre hinweg eine finanzielle Verpflichtung ein. Sämtliche Fixkosten sollten in die Berechnung mit einfließen, die Kosten für Strom und Warmwasser ebenso wie für Lebensmittel, Mobilität oder Abonnements. Sofern möglich, sollte die Möglichkeit einer Ratenpause vereinbart werden, um im Falle eines finanziellen Engpasses nicht in Schwierigkeiten zu kommen.
Sollzinsbindung vereinbaren
Die Vereinbarung einer Sollzinsbindung ist bei der Hausfinanzierung fast immer empfehlenswert. So profitieren Kreditnehmer von einer hohen Planungssicherheit, weil die Zinshöhe für den vereinbarten Zeitraum stabil bleibt. Nach Ablauf der Sollzinsbindung wird eine Anschlussfinanzierung vereinbart – wahlweise bei der gleichen oder bei einer anderen Bank. Sie bleiben also flexibel und können sich nach der Periode der Sollzinsbindung für den noch offenen Restbetrag einen neuen Kredit mit optimalen Konditionen suchen.
Ferienhausfinanzierung: Immer einen kühlen Kopf bewahren!
Bei der Finanzierung einer Ferienimmobilie lautet der wichtigste Rat: Nichts überstürzen! Stattdessen ist es ratsam, sich intensiv mit verschiedenen Kreditmodellen vertraut zu machen und die eigenen finanziellen Möglichkeiten auszuloten, um ein Darlehen zu finden, das bestmöglich zu den eigenen Erfordernissen passt.