Welche europäischen Reiseziele sollte man im Sommer besser meiden?

| von if

Der Sommer ist die Hauptreisezeit für viele Urlauber, doch einige Reiseziele leiden unter einer massiven Überlastung durch Touristen. Diese sogenannten Übertourismus-Hotspots bieten oft keine erholsame Atmosphäre mehr und stehen vor erheblichen ökologischen und sozialen Herausforderungen. Im Folgenden werden einige dieser Orte vorgestellt, ergänzt durch Alternativen, die weniger überlaufen sind und dennoch attraktive Erlebnisse bieten.

Welche europäischen Reiseziele sollte man im Sommer besser meiden?
Die Amalfiküste gehört zu den meistbesuchten Destinationen in Europa; Bild von darrenquigley32 auf Pixabay

Überfüllte europäische Reiseziele im Sommer

  1. Venedig, Italien
    Mit 21 Touristen pro Einwohner gehört Venedig zu den am stärksten überlaufenen Städten Europas. Die engen Gassen und Kanäle der Lagunenstadt sind in den Sommermonaten hoffnungslos überfüllt, was nicht nur das Urlaubserlebnis trübt, sondern auch die historische Substanz der Stadt gefährdet. Ab 2025 verlangt Venedig eine Eintrittsgebühr von bis zu 10 Euro, um den Besucherandrang zu regulieren.
  2. Dubrovnik, Kroatien
    Die Altstadt von Dubrovnik zieht durch ihre Rolle als Drehort für Game of Thrones jährlich Millionen Touristen an. Mit 27 Besuchern pro Einwohner ist die Stadt im Sommer völlig überlastet. Die engen Gassen werden zu verstopften Durchgangsstraßen, und die ikonischen Stadtmauern dienen fast ausschließlich als Kulisse für Selfies.
  3. Santorini und Mykonos, Griechenland
    Diese beiden griechischen Inseln sind besonders bei Kreuzfahrttouristen beliebt. Santorini verzeichnet regelmäßig mehr Besucher als Einwohner, was zu überfüllten Stränden und langen Warteschlangen an Sehenswürdigkeiten wie Oia führt. Mykonos leidet unter ähnlichen Problemen und wird zunehmend unerschwinglich.
  4. Barcelona, Spanien
    Die katalanische Metropole ist ein Magnet für Städtereisende, doch die Altstadtviertel wie das Gotische Viertel sind in den Sommermonaten überfüllt. Die Einheimischen protestieren zunehmend gegen den Massentourismus, der steigende Mieten und eine Verdrängung lokaler Geschäfte mit sich bringt.
  5. Rhodos, Griechenland
    Mit 26 Touristen pro Einwohner ist Rhodos ein weiteres Beispiel für Übertourismus in Griechenland. Die historischen Straßen der Altstadt und die Strände sind im Sommer oft so voll, dass kaum Platz für Erholung bleibt.

Begründete Alternativen

  1. Italien: Salina statt Amalfi-Küste
    Die Insel Salina, Teil der Äolischen Inseln, bietet eine ruhige Alternative zur überlaufenen Amalfi-Küste. Mit ihren Vulkanlandschaften und geschützten Naturgebieten ist sie ideal für Wanderungen und entspannten Badeurlaub4.
  2. Griechenland: Parga statt Santorini
    Parga am Ionischen Meer bietet malerische Strände und eine charmante Altstadt ohne den Massentourismus von Santorini oder Mykonos. Hier können Besucher traditionelle griechische Küche genießen und Ausflüge zu nahegelegenen Inseln wie Korfu unternehmen.
  3. Kroatien: Montenegro statt Dubrovnik
    Das benachbarte Montenegro bietet ähnliche landschaftliche Schönheit wie Kroatien, jedoch ohne den Massentourismus. Orte wie der Skadarsee oder der Nationalpark Lovćen sind ideal für Naturliebhaber.
  4. Spanien: El Hierro statt Barcelona
    Die kanarische Insel El Hierro ist ein Geheimtipp für Reisende, die Ruhe suchen. Sie bietet unberührte Natur, Vulkanlandschaften und authentisches kanarisches Flair – fernab des Trubels von Barcelona oder Teneriffa.
  5. Deutschland: Koblenz statt Amsterdam
    Koblenz am Zusammenfluss von Rhein und Mosel ist eine entspannte Alternative zu Amsterdam. Mit Burgen, Schlössern und Weinbergen bietet die Stadt kulturelle Highlights sowie Möglichkeiten für Bootsfahrten auf dem Rhein.

Im Sommer sollten überlaufene Reiseziele wie Venedig, Dubrovnik oder Santorini besser gemieden werden – nicht nur aus Rücksicht auf die Umwelt und die lokale Bevölkerung, sondern auch für ein entspannteres Urlaubserlebnis. Alternativen wie Salina in Italien oder Parga in Griechenland bieten ähnliche Attraktionen ohne den Stress des Massentourismus. Wer bewusst plant und weniger bekannte Orte wählt, kann im Sommer erholsame Ferien verbringen und gleichzeitig einen Beitrag zu nachhaltigem Reisen leisten.

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