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Handgepäck im Flieger: Gewichtsgrenzen und Abmessungen

Kategorie: Travel News ǀ

Flugtickets sind teilweise für wenig Geld zu haben. Für die Mitnahme von Handgepäck muss man aber – je nach Größe oder Gewicht – mitunter richtig tief in die Tasche greifen, weil viele Airlines hier enge Grenzen setzen.

 

Wie groß und schwer darf das Handgepäck im Flieger sein? © fotolia.de pepe

Die Freimenge für Handgepäck ist mittlerweile fast schon von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft unterschiedlich und kann auf lediglich fünf Kilogramm, wie bei WOW Air, limitiert sein oder schwere 23 Kilo, etwa bei British Airways, betragen. (Erstaunlicherweise hat EasyJet als klassischer Billigflieger hier bislang kein Gewichtslimit gesetzt.) Wer sich also vor hohen Zusatzkosten schützen möchte, sollte sich im Vorfeld gründlich über die verschiedenen Airlines informieren.

 

Thema Handgepäck – immer für Überraschungen gut

In Usbekistan möchte die staatliche Airline Uzbekistan Airways gar ihre Passagiere gemeinsam mit deren Handgepäck auf die Waage bitten, um genauere Werte für das Startgewicht des Flugzeugs zu beziehen – darauf muss man sich wenigstens an den Airports in unseren Breitengraden noch nicht einstellen. Dennoch hält das Thema Handgepäck international und auch hierzulande immer wieder, nicht unbedingt positive, Überraschungen bereit: So wollte der internationale Dachverband von 260 Fluggesellschaften, IATA, vergangenen Sommer die Maximalgröße von Handgepäck um bis zu 40 Prozent reduzieren – dank harscher Kritik von Seiten unzähliger Airlines weltweit zog die Branchenorganisation ihre Pläne doch rasch wieder zurück.

 

Günstige Tickets bei Reisen nur mit Handgepäck

Eines steht jedoch fest: Günstige Tarife ohne Freigepäck haben immer mehr Fluggesellschaften im Angebot – Passagiere sparen dadurch zwar, dürfen aber nur mit Handgepäck an Bord der Maschine. Und: Bei Überschreiten des maximal zulässigen Handgepäckgewichts wird es richtig teuer. Wessen Handgepäckstück etwa bei Lufthansa (im Economy-Light-Tarif zu groß oder zu schwer ist, der muss für die nachträgliche Aufgabe 45 Euro hinblättern; wer bereits zusätzlich einen Koffer eingecheckt, der muss auf der Langstrecke sogar 200 Euro extra berappen. Bei Eurowings schlägt das nachträgliche Check-in von Handgepäck auf Kurzflügen mit 30 Euro zu Buche, auf der Langstrecke sind es 60 Euro. Condor berechnet pro Extra-Kilo 10 Euro auf Kurz- und 20 Euro auf Langstrecken.

 

Schwankende Grenzen für Freimengen

Das erlaubte Gewicht für Handgepäck unterscheidet sich mitunter beträchtlich: Bei Condor dürfen sechs Kilo kostenlos mitfliegen, bei Lufthansa oder Turkish Airlines sind es acht Kilo. Air France und KLM sind mit 12 Kilo vergleichsweise großzügiger. Am generösesten geben sich aber die britischen Fluggesellschaften: Billigflieger Easyjet nimmt ein Handgepäckstück mit maximal 56x45x25 cm – egal welchen Gewichts – kostenlos mit, bei British Airways sind es schwere 23 Kilogramm.

 

Übersicht – Freimenge für Handgepäck

5 kg: WOW Air

6 kg: Condor, Tuifly

7 kg: QATAR AIRWAYS

8 kg: Alitalia, Austrian, Eurowings, LOT Polish Airlines, Lufthansa, SWISS, SAS, TURKISH AIRLINES

10 kg: Aer Lingus, AEROFLOT, IBERIA, ICELANDAIR, RYANAIR, Vueling

12 kg: AIR FRANCE, Brussels Airlines, HOP!, KLM Royal Dutch

23 kg: British Airways

unbegrenzt: EasyJet

 

Unterschiede auch bei zulässigen Abmessungen

Nicht nur die Freimengen schwanken, auch die zulässigen Handgepäcksmaße variieren von Airline zu Airline – selbst hier ist es anscheinend nicht möglich, sich auf ein einziges Maximalmaß zu verständigen.

 

Übersicht – zulässige Abmessungen

50x37x25 cm: Qatar Airways

55x35x25 cm: Air France, Alitalia, HOP!, KLM Royal Dutch

55x40x20 cm: Aer Lingus, Condor, ICELANDAIR, RYANAIR, Tuifly, Vueling

55x40x23 cm: Austrian, Brussels Airlines, Eurowings, LOT Polish Airlines, Lufthansa, SAS, SWISS, TURKISH AIRLINES

56x45x25 cm: BRITISH AIRWAYS, EasyJET, IBERIA, WOW Air