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Urlaub der besonderen Art: Hausboot an der Havel mieten

Kategorie: Travel News ǀ

Vor allem in der heutigen von Stress geprägten Welt erfreut sich ein entschleunigter Urlaub am Hausboot zunehmend größerer Beliebtheit – und noch einmal mehr in Zeiten wie diesen: Schließlich ist an Bord die Covid-19-Ansteckungsgefahr quasi kaum vorhanden. Insbesondere die Region an der Havel ist für einen solchen Urlaub der besonderen Art optimal geeignet.

 

Mit dem Hausboot gemütlich auf der Havel rumtuckern... (c) CC0 Michael Kauer

Die Havel ist das gewässerreichste Revier in Brandenburg und ideal für alle, die eine Region für längere Hausboottouren bevorzugen. So verbindet die Obere Havel nämlich den Großraum Berlin mit der Mecklenburgischen Seenplatte sowie den Rheinsbergern Gewässern: Wer hier ein Hausboot mieten möchte, kann sich daher auf einer Strecke von rund 122 Kilometern von der Stadtgrenze Berlins bis zum Rheinsberg auf größtenteils unberührte Land- und idyllische Ortschaften und viel Ruhe und Erholung freuen. Auf jeden Fall ist die Region ein Paradies für Wasserliebhaber.

Große Teile der Havel-Region zählen zum Naturpark „Stechlin-Ruppinger Land“, das gilt auch für den ausnehmend pittoresken, knapp 30 Kilometer langen Abschnitt zwischen Burgwall sowie Stolpsee – besonders charmant ist hier die Kombination aus kleineren Kanälen und den vielen Seen

Vorteile von Hausboot mieten an der Havel

In dieser Region existiert seit langer Zeit keine Berufsschifffahrt mehr – neben einigen wenigen Fahrgastschiffen fahren hier daher ausschließlich Sportboote. Abgesehen von der Wasserstraße Havel-Oder zwischen Berlin der Abzweigung der Wasserstraße Obere Havel lässt sich diese Region daher gänzlich mit dem Charterschein entdecken. Für Hausboot-Urlauber bedeutet das, dass für das Hausboot mieten und fahren also kein Bootsführerschein erforderlich ist. Eine gründliche Einweisung vor der ersten Abfahrt genügt.

Auf der Bootsstrecke zwischen Berlin und Rheinberg sind zehn Automatikschleusen zu durchfahren. Möglicherweise entstehen hier Wartezeiten, wenn in der Sommersaison am Wochenende viele Haus- und Ausflugsboote unterwegs sind. Doch selbst wenn an der Havel einmal viel los ist: An Bord des Hausboots ist es trotzdem ruhig und erholsam und gerade in Zeiten wie diesen bietet ein Urlaub am Boot einen weiteren entscheidenden Vorteil. So muss man sich um eine mögliche Ansteckungsgefahr wegen Covid-19 keine Sorge machen – am Boot bleibt man schließlich unter sich, egal ob man die Zeit alleine, mit der Familie oder Freunden verbringt. Und die wunderschöne Landschaft und das entschleunigte Vorankommen sorgen für ein zur Ruhe-Kommen und lassen den Alltag vergessen

Ideen für einen Landgang

Wer an der Havel ein Boot mieten möchte, wird die Zeit nicht nur an Bord seiner schwimmenden Unterkunft verbringen wollen – auch wenn das natürlich möglich ist: Schließlich sind Hausboote mit allem notwendigen Komfort inklusive Toilette und Küche ausgestattet. Wer aber zwischendurch festen Boden unter den Füßen haben und die Region erkunden möchte, für den gibt es vielfältige Möglichkeiten, seine Landgänge zu verbringen.

Ein besonderes Highlight ist zum Beispiel Schloss Oranienburg: Dabei handelt es sich um das älteste Barockschloss von Brandenburg – und es liegt direkt an der Havel. Im Schloss befindet sich heute Kunstsammlung mit Werken des 17. Jahrhunderts sowie eine einzigartige Porzellan- und Silberkammer, während der angeschlossene Park zum Spazieren einlädt.

Fürstenberg ist eine malerisch situierte Wasserstadt, die von der Havel geradezu umschlugen ist: Sie liegt auf drei Inseln zwischen Röblin-, Schwedt- und Baalensee. Geschichtsinteressierte können sich hier mit einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte befassen: Im Stadtteil Ravensbrück befindet sich nämlich das einstige Frauen-Konzentrationslager.

Auch die einstige Residenzstadt Rheinsberg bietet sich für einen Landgang an, wenn man sich für ein Hausboot mieten in der Region entschieden hat. Besonderer Anziehungspunkt ist hier das gleichnamige Schloss, das mit seinen charakteristischen Türmen direkt am Wasser liegt. Zudem prägen die vielen Doppel- und Einstubenhäuser aus der Mitte des 18. Jahrhunderts das Stadtbild. Außerdem handelt es sich hier um jene Stadt, die sowohl Theodor Fontane als auch Kurt Tucholsky zu ihrem Ruhm als Literaten verholfen hat. Überdies blickt Rheinsberg auf eine lange Keramiktradition zurück: Hier ist die alte Handwerkskunst noch immer lebendig.