Pflegetipps für Pflanzen während des Urlaubs

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Die Tage vor einer Urlaubsreise sind stets hektisch. Die Wäsche muss noch einmal gewaschen werden bevor man die Koffer packen kann, die Haustiere müssen gut untergebracht werden, und schließlich gilt es verderbliche Lebensmittel aus dem Kühlschrank zu entfernen, bevor sie während der Urlaubsabwesenheit ein Eigenleben entwickeln. Manch einer vergisst dabei die Pflanzen. Auch um sie muss sich während der schönsten Zeit des Jahres gekümmert werden. Denn werden sie vernachlässigt, überleben sie die Ferienzeit womöglich nicht. Das muss nicht sein, denn mit einigen kreativen Ideen sorgt man ganz leicht dafür, dass auch die grünen Lieblinge erholt aus dem Urlaub kommen.

Zimmerpflanzen sollten während der Urlaubsabwesenheit gut versorgt werden; CC0

Fremdbetreuung und pflegeleichte Pflanzen

Am besten ist es natürlich die Pflanzen einem Freund, Nachbarn oder Verwandten zu überlassen, während man selbst auf Reisen ist. Deshalb sind diejenigen clever, die sich mit anderen zu Urlaubsgießgemeinschaften zusammenschließen. Ganz nach dem Motto: Gießt du bei mir, gieße ich bei dir, wenn du weg bist. Leider klappt das aber nicht immer. Ist man auf sich allein gestellt, lohnt es sich bereits an die Urlaubszeit zu denken, wenn man neue Pflanzen online kaufen möchte. Denn es gibt Arten, die grundsätzlich eher anspruchslos sind und auch einmal eine Zeit lang ohne Betreuung auskommen. Das sind zum Beispiel Ficus, Zamioculcas oder Monstera. Wer nicht länger als zwei Wochen verreist, gießt anspruchslose Grünpflanzen vor der Abfahrt noch einmal im normalen Maße. Sie mehr als gewöhnlich, also quasi auf Vorrat, zu bewässern ist in keinem Fall zu empfehlen. Denn Pflanzen können das Plus an Wasser nicht speichern. Durch Übergießen erreicht man nur, dass die Erde und das Wurzelwerk übermäßig feucht werden und womöglich Schimmel bilden. In der Regel überleben anspruchslose Gewächse die trockene Zeit jedoch ohne Probleme.

Die richtige Urlaubsvorbereitung für anspruchsvollere Pflanzen

Bei anspruchsvollen Pflanzen oder einer längeren Reise, ist eine gute Vorbereitung Trumpf. Wer alle Zimmerpflanzen vom Staub befreit und welke, sowie kaputte, Blätter entfernt, sorgt dafür, dass die Pflanze weniger Energie, und damit auch weniger Wasser, braucht. Der Wasserbedarf kann weiter reduziert werden, indem die Pflanzen nicht direkt in der Sonne, aber dennoch hell und luftig stehen. Man platziert sich idealerweise zusammengestellt, zum Beispiel nahe einem Fenster oder im Bad, sofern das über ein Fenster verfügt. Je nachdem zu welcher Jahreszeit man verreist, und wie lange man in den Ferien sein wird, benötigen die Zimmerpflanzen ein gewisses Maß an Wasserzufuhr. Wer eine Badewanne hat, kann diese mit einer Plastikfolie auslegen und die Pflanzen hineinstellen. Aus einem etwa drei Zentimeter hohen Wasserspiegel in der Wanne können sie sich über ihr Wurzelwerk selbst mit Wasser versorgen.

Trickreiche Bewässerungssysteme

Gibt es Gründe, die gegen die Badezimmervariante sprechen, können Bewässerungssysteme verwendet werden. Gut dafür eignen sich beispielsweise Plastikflaschen mit Schraubdeckel. In den Deckel werden mit dem Messer einige Löcher gestochen. Wenn man die Flasche mit Wasser füllt und kopfüber in den Blumentopf steckt, gibt sie kontinuierlich Wasser an die Pflanzenerde ab. Ist der Blumentopf zu klein für diese Lösung, kann man im Fachhandel kleinere Wasserspeicher in der Form von Tonkegeln erwerben, die die gleiche Aufgabe erfüllen. Ist auch das keine Option, stellt man eine mit Wasser gefüllte Schale neben den Blumentopf. Wenn man nun ein festes wasserleitendes Garn als Mittler zwischen Wasserschale und der Erde im Blumentopf einlegt, zieht die Erde nach und nach selbständig das benötigte Wasser.

Was, wenn die Pflanze nach der Rückkehr dennoch traurig wirkt?

Ist man wieder zu Hause, sollten die grünen Freunde ausgiebig begutachtet werden. Diejenigen, die trotz aller Bemühungen zu trocken wirken, werden für eine Stunde in das mit Wasser gefüllte Waschbecken gestellt. Meist werden sie danach wieder frisch. Auch das Entfernen von Blättern kann trockene Pflanzen retten. Dazu muss etwa ein Drittel der Blattmasse abgeschnitten werden. Oft erholen sich Grünpflanzen so nach einigen Tagen. Egal, ob frisch oder traurig - alle grünen Freunde lieben es wieder an ihren angestammten Platz umziehen zu dürfen, sobald ihre regelmäßige Pflege wieder sichergestellt ist.