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Nationalparks und State Parks in Florida


Nationalparks und State Parks in Florida

Die schönsten Regionen Floridas stehen heute unter Naturschutz. Wälder, Sümpfe, Flüsse, Seen, Küstenabschnitte und komplette Inseln sind zu Parks erklärt worden, in denen die Naturschönheiten des Staates für die Nachwelt erhalten werden sollen. Dabei werden National Parks von der Bundesregierung verwaltet (nur wenige in Florida) und die zahlreichen State Parks vom Staat Florida selbst betrieben.

Der Naturfreund Horace McFarland hielt sie für »das einzige, was wir haben, das nicht von irgendwo importiert wurde« und der Autor James Bryce nannte sie »die beste Idee, die Amerika je hatte«. Die Rede ist von den amerikanischen Nationalparks, die auch für Touristen aus dem Ausland eine der Hauptattraktionen der USA darstellen. Die Schaffung der amerikanischen Nationalparks basiert auf dem Gedanken, außergewöhnliche Landschaften, Naturwunder und bedeutsame historische Stätten vor Zerstörung und kommerzieller Ausbeutung zu bewahren und gleichzeitig den Bürgern des Landes den (kontrollierten) Zugang zu ermöglichen. Als erster wurde der Yellowstone bereits 1872 zum Nationalpark erklärt. Aber erst seit 1916 existiert der National Park Service, der seither die Nationalpark-Idee in weltweit nachgeahmter Weise in die Praxis umgesetzt hat.



Key West Beach © byJdeeringdavis – flickr.com
Ein Palmenstrand in Florida; Key West Beach © by Jdeeringdavis – flickr.com

In Florida sollte es allerdings noch etwas länger dauern, bis man sich ernsthafte Gedanken über die Erhaltung der Naturschönheiten des Staates machte. Die Everglades, ein großes Sumpfgebiet ganz im Süden der Halbinsel wurde erst 1947 zum ersten Nationalpark des Staates erklärt. Hinzu kamen in den folgenden Jahrzehnten nördlich der Everglades die Big Cypress National Reserve, an der Atlantikküste die Canaveral National Seashore (nördlich des Kennedy Space Center, kaum erschlossen) und der ungewöhnliche Biscayne National Park, dessen Attraktionen zu 95% unter Wasser liegen, und an der nördlichen Golfküste die Gulf Islands National Seashore. Der jüngste Zuwachs war 1992 der Dry Tortugas National Park, der eine Gruppe von 7 kleinen Inseln über 100 km westlich Key West umfaßt.

Hinzu kommen noch drei National Forests, Waldgebiete, die der nationalen Forstverwaltung Washingtons unterstehen: der Osceola National Forest an der Grenze zu Georgia, der Ocala National Forest nördlich von Orlando und der Apalachicola National Forest im Panhandle.

Der Eintritt für einen der National Parks in Florida beträgt maximal $10 (Everglades NP) für alle Insassen (bis zu 6 Personen) eines privaten Autos. Der Kauf eines 1 Jahr gültigen Jahrespasses, America the Beautiful Annual Pass, der für alle amerikanischen Nationalparks gilt und auch Park- und Eintritt für Einrichtungen in den National Forests u.a.m. (daher auch Interagency Pass) erspart, kostet $80. Er lohnt sich nur für Leute, die innerhalb der jeweils nächsten 12 Monate noch weitere Reisepläne in den USA haben.

In Florida gibt es zur Zeit 160 staatseigene Parks, zu denen fast jedes Jahr weitere hinzukommen. »The real Florida« lautet das Motto dieser Parks, denn sie bieten eine echtere, ursprünglichere Seite Floridas, die mit der Künstlichkeit der Vergnügungsparks nichts gemein hat. Während man in manch anderem Bundesstaat ein wenig den Eindruck haben kann, dass sich die Bundesregierung die »Leckerbissen« für ihre Nationalparks geschnappt und den Einzelstaaten nur die Attraktionen »zweiter Klasse« überlassen hat, können es einige State Parks in Florida mit National Parks durchaus aufnehmen. Nicht umsonst wurde Florida 1999 für die attraktivsten State Parks der USA ausgezeichnet.

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