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Tierbeobachtung beim Wandern in den USA, Teil II

Squirrel © by Hans-R. Grundmann - RKH-Verlag
Squirrel auf Nahrungssuche; © by Hans-R. Grundmann - RKH-Verlag

 

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Tiere füttern - oder besser doch nicht?

Beinahe unwiderstehlich sind sie schon, die niedlichen Eich-, Erd- und Streifenhörnchen (squirrel, chipmunks), wenn sie mit ihren schwarzen, kleinen Äuglein und fast wie im Gebet verschränkten Vorderpfötchen vorm Picknicktisch auf herabfallende Krümel warten. Trotzdem sollte man sie, in ihrem eigensten Interesse, grundsätzlich nie füttern. Einige Gründe, und die gelten nicht nur für die kleinen Nager, sondern für alle Tiere, sind:

• Wie wir Menschen sind Tiere auf ihre ganz spezielle Nahrung angewiesen, um gesund zu bleiben. Die Minerale, Vitamine und Nährstoffe, die sie benötigen, sind nur in ihren traditionellen Nahrungsmitteln in der richtigen Kombination enthalten. Geröstete Erdnüsse, Brot, Chips und andere humanoide Erfindungen schmecken zwar, sind aber auf die Dauer für ihren Körper ein Graus.


• Einige Tiere stopfen sich zwar nur allzu gerne mit den menschlichen Gaben voll. Im Winter aber, wenn diese Quelle versiegt, können sie sich nicht mehr selbst durchschlagen und verenden.

• Tiere können Menschen verletzen, die sie füttern.

• Tiere können Flöhe (Pest!) und andere äußerst unwillkommene Krankheitsträger auf den Menschen übertragen.

• “Erfahrene” Bettler unter den Tieren halten sich gerne in der Nähe von Straßen auf, wo sie dann oft niedergewalzt werden.

• Geben Sie den “Zeltplatzbanditen” keine Chance. Lassen Sie nie Lebensmittel
oder Abfall frei herumliegen. Bären sind stark genug, um Autos aufzubrechen, wenn sie darin etwas Duftendes gerochen haben. Tiere fressen auch Verpackungen. Bei Autopsien von toten Rehen fand man in ihren Eingeweiden
unverdaubares Plastikmaterial, das die Aufnahme von lebenswichtigen
Nährstoffen verhinderte – die Tiere waren trotz reichlich vorhandener Nahrung verhungert.

• Werden die kleinen Bettler und Banditen zur Gefahr, müssen sie oft
getötet werden.

In Kürze: A fed animal is a dead animal; auf Deutsch, aber weniger klangvoll: Ein gefüttertes Tier ist – bald – ein totes Tier.