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Horse Packing © by Hans-R. Grundmann - RKH-Verlag
Horse Packing; © by Hans-R. Grundmann - RKH-Verlag

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Fahrrad / Schlauchboote

Sehr gut lässt sich das Yosemite Valley auch per Fahrrad erkunden. Die Miete beträgt ab ca. $25/Tag, Verleih im Curry Village und an der Yosemite Lodge.
An heißen Tagen paddelt es sich herrlich im Schlauchboot (Raft) den Merced River mit der Strömung über viele Meander langsam flussabwärts. Vermietung ebenfalls im Curry Village.

Reiten

Außer auf Schusters Rappen kann man bestimmte Trails auch hoch zu Ross angehen. Reitställe gibt es im Valley, in Wawona, White Wolf und Tuolumne (an der Tioga Road). Angeboten werden 2-Stunden-, Halb- und Ganztages-Trips. Oft kommt man kurzfristig noch unter, speziell zu den 8 Uhr-Terminen; Reservierung unter (209) 372-8348 bzw. 375-6502 oder 372-8427.


Karten / Permits

Zum Befahren der Straßen und Ablaufen der populäreren Trails genügt im allgemeinen das bei der Einfahrt erhaltene Kartenmaterial. Genaue Wanderkarten sind im Visitor Center im Yosemite Village erhältlich. Dort gibt es auch das obligatorische Wilderness Permit für alle, die im Backcountry wandern/übernachten wollen. Da diese nur in begrenzter Menge ausgegeben werden, kann man die Permits reservieren: (209) 372-0740; www.nps. gov/yose/planyourvisit/wildpermits.htm. Dies führt leider dazu, dass spontane Entschlüsse für Backcountry Trips wegen ausgebuchter Permits oft nicht zu realisieren sind.

Tioga Road

Die Tioga Road führt über das 2.500 m hoch liegende Plateau der Sierra Nevada, deren faszinierende Landschaft alljährlich Tausende von Backcountry-Wanderer anzieht. Während die Straße im Aufstieg durch dichten Wald führt, bietet sie nach Erreichen der Höhe fantastische Ausblicke und durchquert für die Sierra Nevada typische, glattflächige Felslandschaften (Bereich Olmsted Point) voller wie ausgestreut wirkender rundgeschliffener Felsbrocken. Dort können sich Kletterbegeisterte auch ohne Sicherungsseile und Gerät gefahrlos austoben.
Weiter östlich erstrecken sich die weiten Tuolumne Meadows, ein ebenes, wildreiches Wiesen- und Waldgebiet. Im Sommer verkehrt ein Gratis-Shuttle halbstündlich zwischen Olmsted Point (Aussichtspunkt) und Tuolumne Lake.



Tenaya Lake © by Hans-R. Grundmann - RKH-Verlag
Tenaya Lake; © by Hans-R. Grundmann - RKH-Verlag

Wanderempfehlungen

Wanderwege

Drei weitere, konditionell etwas anspruchsvollere Trails mitten hinein in die Traumlandschaft der Sierra Nevada seien hier wärmstens empfohlen. Sie sind von unterschiedlicher Dauer und Schwierigkeit, aber alle innerhalb eines bzw. halben Tages zu schaffen. Die beiden ersten Vorschläge beginnen am Happy Isles Nature Center. Alle drei enden dort; Zeitangaben für Hin- und Rückweg ohne längere Pausen:

Vernal / Nevada Falls

  • Den Aufstieg bis zu den Nevada Falls, mindestens jedoch bis zu den Vernal Falls sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, auch wenn bis zur Brücke über den Merced River (ca. 1,5 km) an bestimmten Tagen ganze Heerscharen unterwegs zu sein scheinen. Oberhalb der Brücke (Aussichtspunkt auf die Vernal Falls) wird der Strom der Wanderer etwas dünner. Mit Ziel Nevada Falls kann man statt dem Vernal Falls Mist Trail besser dem normalerweise weniger frequentierten, weiter oben verlaufenden John Muir Trail folgen. Zurück geht es dann am Merced River entlang über die Vernal Falls. Hinter beiden Wasserfällen, die zu jeder Jahreszeit ein großartiges Schauspiel bieten, findet man idyllische Badepools zur Abkühlung, leider gilt hinter den Vernal Falls nach Unglücksfällen »Baden verboten«. Eine mit dem Emerald Pool oberhalb der Vernal Falls verbundene Besonderheit ist eine dahinter ansteigende Felsfläche, über die sich das Wasser in breitem Strom ergießt und eine wunderbare Rutschbahn bildet. Leider wurde auch das Rutschen dort untersagt. Wer sich weiter oben hinter den Nevada Falls abkühlen will, darf sein Badezeug nicht vergessen haben!

    Zeitbedarf: Vernal Falls: ca. 2,5-3 Stunden; (retour) Nevada Falls: ca. 4-4,5 Stunden.


Weiter zum Halfdome

  • Ein Fußmarsch für die wirklich erstklassige Kondition ist der Aufstieg zum Halfdome, den alles überragenden Monolithen der südwestlichen Parkregion. Der Weg ist zunächst identisch mit dem Nevada Falls Trail (ca. 5 km) und erreicht nach weiteren 8 km die gerundete Rückseite der Felskuppel, die sich über einen nur mit Stahlseilen gesicherten, anstrengenden Aufstieg erklimmen lässt. Manchmal trifft man auf Kletterer, die den Halfdome an dessen Stirnseite bezwangen. Diese Wand ist nach dem El Capitán d i e Herausforderung für die Kletterelite. Ab Sommersaison 2010 benötigt man für den Aufstieg Fr-So und an Feiertagen ein Permit. Maximal 400 Personen pro Tag werden dann für die Cable Route auf den Halfdome zugelassen. Permitvergabe bis zu 4 Monate im voraus unter www.recrea tion.gov oder 1-877444-6777. Zwischen Nevada Falls und dem Halbdom befindet sich in der bewaldeten Hochebene ein Campground für alle, die es ruhiger angehen lassen möchten (Permit nötig). Übernachtungsgepäck erschwert andererseits den Aufstieg.

    Zeitbedarf: mindestens 10 Stunden.

Panorama Trail

  • Eine gut an einem Tag zu schaffende Wanderung beginnt am Glacier Point. Mehrmals am Tag fährt ein Bus von den zentralen Punkten im Tal hinauf. Abfahrtszeiten im Tour Desk oder per Telefon: (209) 372-4386. Der Panorama Trail führt über die Sierra Nevada und Illilouette Falls von oben auf den Nevada Falls Trail (John Muir Trail). Dieser Weg besitzt den Vorteil, dass kein Stück zweimal gelaufen werden muss, und es überwiegend bergab geht (14 km).

    Zeitbedarf: ab ca. 4 Stunden plus Anfahrt.

Weitere beliebte Trails sind der Abstieg vom Glacier Point direkt ins Tal über den Four Mile Trail (ca. 2 Stunden) und der Aufstieg zu den Upper Yosemite Falls (ca. 4-5 Stunden), die man aber erst in zweiter Linie in Betracht ziehen sollte.
Die Tuolumne Meadows sind bester Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Grand Canyon of the Tuolumne River mit den ungewöhnlichen Waterwheel Falls. Die Schlucht erreicht man auf einem Teilstück des berühmten Pacific Crest Trail bis zum Zeltplatz Glen Aulin (6 mi), von dem es weiter am Fluss entlang geht bis zu den – besonders im Juni/Juli – gischtsprühenden Wasserfällen (+ 3 mi).

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