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Orlando in Florida


Die I-4 läuft in Nord Süd-Richtung mitten durch Orlando und tangiert dabei das – durch ein Handvoll Hochhäuser deutlich identifizierbare – Zentrum östlich der Autobahn. Die Hauptachse der Stadt ist der Colonial Drive/Straße #50 (Exit #41 von der I-4). Downtown Orlando liegt im wesentlichen südlich davon etwa bis Magnolia Ave mit Schwerpunkt in der Orange Ave.

In Orlando gibt es nur wenige ältere und kaum stadtgeschichtlich bedeutsame Gebäude. Lediglich im Bereich der Church Street (Exit #38 von der I-4) kann man sich ansatzweise vorstellen, dass hier bereits im 19. Jahrhundert ein Ort existierte. Dort steht noch eine Reihe alter Häuser aus den Anfängen Orlandos. Ein Gebäudekomplex rund um den ehemaligen Bahnhof wurde dort vor Jahren zum Entertainmentkomplex Church Street Station aufgepeppt und bildete lange die einzige echte Touristenattraktion in der Stadt selbst. Dann aber ging das Unternehmen dank der Konkurrenz durch Disney und andere Konkurs. Nach langer Agonie sind in der Church Street zwar neue Kneipen, Restaurants und Geschäfte eingezogen, bilden aber keinen zur Zeit für Orlandobesucher schon wieder interessanten Anlaufpunkt.


Recht anspruchsvoll und besuchenswert ist das noch relativ neue Orange County Regional History Museum an der Ecke Central Blvd und Magnolia Ave, nur einige Blocks von der I-4/Church Street entfernt (65 E Central Blvd, Mo-Sa 10-17 Uhr, So 12-17 Uhr; Eintritt $12, Kinder bis 12 Jahre $7; www.thehistorycenter. org). Es betont die Geschichte Zentralfloridas, u.a. die der Indianer und der Zitrusindustrie. Besonders interessant ist die Ausstellung The Day We Changed. Sie bezieht sich auf den Tag, an dem Walt Disney sich entschloss, Disney World bei Orlando zu errichten. Nur dort erfährt man objektive Details zu Planung und Bau des ersten Vergnügungsparks Magic Kingdom und ausnahmsweise auch mal Kritisches zum Disney-Projekt und der nachfolgenden Entwicklung: »I wish the mouse had stayed in California«, wird etwa ein Politiker zitiert. Durch die Amusement Parks in der Umgebung entstanden nämlich nicht nur viele Arbeitsplätze, sondern auch Probleme, so teilweise chaotische Verkehrsverhältnisse, Trinkwasserknappheit, Umweltschäden und – für manche Bürger wenig erfreulich – extrem gestiegene Immobilienpreise.

Die beiden anderen wichtigen Museen der Stadt findet man etwas nördlich von Downtown im Loch Haven Park. Man erreicht ihn am besten über die I-4, Exit 85.

  • Das Orlando Science Center (777 Princeton Street, Do-Di 10-17 Uhr, Eintritt $20, Kinder bis 11 Jahre $15 inkl. Film und Titanic Experience; www.osc.org) befindet sich in einem äußerst eindrucksvollen Bau. Der Schwerpunkt liegt auf der Naturgeschichte Floridas. Es beherbergt außerdem ein IMAX-Kino, Planetarium und Titanic Experience mit 1:1 Nachbauten von Teilbereichen des Schiffs. Speziell für Familien mit Kindern ein sinnvolles, wenngleich auch nicht eben billiges Kontrastprogramm zu den Vergnügungsparks.
  • Das Orlando Museum of Art steht in der Nähe (2416 N Mills Ave, Di-Fr 10-16 Uhr, Sa+So 12-16 Uhr, $8, bis 17 Jahre $5; www.omart.org). Es besitzt u.a. eine ansehnliche Sammlung präkolumbischer Kunstwerke. Wechselausstellungen ergänzen die permanente Kollektion.

Wenn man schon die Fahrt zum Loch Haven Park unternommen hat, lohnt sich auch der Besuch der Harry P. Leu Gardens nebenan (1920 N Forest Ave, täglich 9-17 Uhr, Eintritt $7, Kinder bis 12 Jahre $2; www.leugardens.org). Dieser große botanische Garten ist vor allem für seine vielen Kamelienarten aus allen Erdteilen bekannt. Anfahrt über I-4, Exit 85, dann Princeton Street, Ausschilderung folgen.