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Geschichte, Klima und Geographie von San Diego


Geschichte von San Diego

Nach der Entdeckung Amerikas ließ auch die Erkundung der Westküste nicht lange auf sich warten. Schon 1542 setzte der Seefahrer Juan Rodriguez Cabrillo seinen Fuß auf die der San Diego Bay vorgelagerte Halbinsel. Mit der Landung am Point Loma, wo heute ein National Monument an ihn erinnert, reklamierte er sogleich ganze Landstriche im Westen Nordamerikas – faktisch das heutige Kalifornien – für die spanische Krone. Aber erst 227 Jahre später erfolgte 1769 die Errichtung eines militärischen Außenpostens auf dem jetzigen Presidio Hill. Gleichzeitig gründete der Franziskanerpater Junípero Serra die Mission San Diego de Alcalá. Nach der Eroberung Kaliforniens durch die Amerikaner ging die Entwicklung lange Zeit an San Diego in der äußersten Südwestecke des Staates vorbei. Erst um die Jahrhundertwende entstanden mit der Anbindung der Stadt an das Eisenbahnnetz ein nennenswerter Hafen und Industrie. Mit dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbor und einer dadurch bedingten Verlegung des pazifischen Oberkommandos der US-Streitkräfte von Hawaii nach San Diego wurde der zweite Weltkrieg zum entscheidenden Anstoß für die seither erlebte Expansion. Die Marine- und Airforce- Gelände belegen nach wie vor gewaltige Areale rund um die Bay, und die pazifische Kriegsflotte dominiert vor den Thunfischfängern die Hafenanlagen.

Klima in San Diego

Nun sind nicht allein militärische Aktivitäten, Industrie, und [i]Wandel verantwortlich für den anhaltenden Boom San Diegos. Die Freizeitgesellschaft der Nachkriegsära entdeckte – ganz besonders seit den 1980er-Jahren – die hervorragende klimatische und geographische Eignung der Stadt fürs ganzjährige Outdoor Living zwischen Strand, Swimming-Pool, Tennis- und Golfplatz.

In San Diego herrschen jahraus, jahrein angenehme Temperaturen. Wie im benachbarten Los Angeles erreichen sie selbst im Januar im Tagesdurchschnitt 18°C und sinken nachts kaum unter 6°C bis 10°C, aber im Sommer klettern sie selten so hoch wie dort, sondern verharren im allgemeinen deutlich unter 30°C. Und das bei maximaler Sonneneinstrahlung und wenigen Regentagen.

Der florierende Grenztourismus nach Tijuana in Mexiko, wo manches erlaubt, was in den USA verboten ist, tat ein übriges für San Diegos Prosperität.


 

Geographie von San Diego

Die Geographie San Diegos unter touristischem Blickwinkel lässt sich wie folgt unterteilen:

  • Die nördlichen Vororte (La Jolla, Muirlands, Pacific und Mission Beach) liegen zwischen der Interstate #5 und dem Ozean. Dort findet man die reizvollsten Strände, das unter jungen Amerikanern legendäre San Diego Beach Highlife und ausgedehnte Villenviertel. Sie werden nach Süden durch die Mission Bay begrenzt, frühere Brackwassersümpfe, die zu einer Seen- und Parklandschaft umgestaltet wurden mit Stränden, Marinas und dem Sea World Komplex auf der Südseite.
  • Die Stadtteile Ocean Beach und Point Loma unterhalb von Mission Bay und San Diego River bilden die westlichen Vororte auf der weit nach Süden reichenden, großenteils von der US-Marine besetzten Point Loma Halbinsel. Die North San Diego Bay, der Lindbergh International Airport und die I-5 begrenzen diesen Bereich nach Osten.
  • Die langgestreckte, am Kopf inselartige Coronado Peninsula bildet die westlichen Ufer der San Diego Bay. Sie ist mit Downtown über eine 4 km lange Brücke verbunden.
  • Downtown San Diego ist ein überschaubares, teils neues, teils restauriertes Stadtzentrum am Nordende der Bay unterhalb des höhergelegenen Balboa Park.
  • Zwischen I-5 und I-8 in unmittelbarer Nähe ihres Kreuzungsbereichs liegt die Old Town, östlich davon das sog. El Presidio, Keimzelle San Diegos hoch über der Stadt.
  • Das San Diego River Valley mit der nach Osten führenden Interstate #8. Auf ihr erreicht man die 1774 verlegte Mission San Diego und die größte Hotel- und Motelkonzentration der Stadt.

Die weiter südlichen, bereits mexikanisch geprägten Stadtteile haben Touristen kaum etwas zu bieten. Man durchfährt sie auf den Freeways in Richtung Grenze.