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Downtown Boston

Downtown Boston USA, pixabay CC0

Boston lässt sich mit Trolleys innerhalb eines Tages besichtigen. Sie passieren auf einer Rundstrecke in saisonabhängiger Frequenz die wichtigsten Punkte. Die insgesamt 90-min-Fahrt darf beliebig oft unterbrochen werden (Hop-on-hop-off Tours $36, Kinder $12; 2-Tage-Ticket $48, Kind $23). Die Trolley Tours starten nahe der Visitor Information am Common (Ecke Tremont/Park Street) und auch gegenüber dem State House, Ecke Beacon/Park Street. Beliebt sind Boston Duck Tours mit Amphicars. Sie bieten Stadtbesichtigungen vom Charles River aus. Start vor dem Supermarkt Shaw’s/Huntington Ave (nahe Prudential Center) und am Museum of Science, stündlich, $30/$18.

Außerdem gibt es thematische Walking-Tours und Bike trips, Angebote in den Visitor Centers. Tipp: von einem Ranger des Nat’l Historic Park geführte Spaziergänge entlang des Freedom Trail ab Visitor Center in der 15 State Street, gratis; Juli/August täglich 10, 14, 15 Uhr, sonst Mo-Fr 14, Sa/So wie oben; www.nps.gov/bost/planyourvisit/hours. Auch geführte Radtouren sind beliebt. Sie zeigen Parks, Promenaden, Wohnviertel, www.urbanadventours.com, 103 Atlantic Ave (nahe der Faneuil Hall). Fahrradverleih: Tel: (617)-233-7595.


Freedom Trail and Downtown Boston

Boston Common

Der Common (nördlich begrenzt durchs State House), Amerikas ältester öffentlicher Park, ist in Verbindung mit den westlich angrenzenden Public Gardens die zentrale Grünfläche der Stadt. Ab 1634 kommunales Weideland, wurde sie später Exerzierplatz, wo auch Hinrichtungen und Prügelstrafen ausgeführt wurden.

Washington Street

Der zur östlichen Parkgrenze des Common parallel verlaufende Abschnitt der Washington Street heißt Downtown Crossing und ist Hauptgeschäftsstraße mit eher billigen Läden (die feinen Einkaufsstraßen findet man weiter östlich in der Back Bay. Dort (497 Boylston Street) befindet sich Filene’s Basement, ein riesiger Bekleidungs-Discounter mit Dumpingpreisen. Südlich davon liegt Chinatown mit der Beach Street als Hauptader. Einige historische Theater wurden hier in Dim-Sum Hallen verwandelt, die sich mittags und abends großer Beliebtheit erfreuen. Zumal der jetzt wieder belebte Theater District anschließt.

Freedom Trail

Am Common beginnt auch der Freedom Trail. Der Freiheitspfad (5 km) führt entlang einer roten Linie auf dem Pflaster im Zickzack durch Innenstadt und North End, vorbei an 16 historischen Gebäuden und Gedenkstätten der amerikanischen Unabhängkeit bis zum Bunker Hill Monument und Charlestown Navy Yard mit USS Constitution auf der anderen Seite des Charles River.

Historische Anlaufpunkte

Am Freedom Trail reiht sich eine Sehenswüdigkeit an die nächste (Kernöffnungszeiten 10-17 Uhr; nur drei der Gebäude kosten Eintritt; alle drei $11, einzeln $5):

• In der klassisch neuenglischen Park Street Church (1809) hielt William Lloyd Garrisson erste Reden gegen die Sklaverei.
• Die Gräber der bekanntesten Führer der Revolution wie John Hancock, Samuel Adams und Paul Revere kann man etwas weiter auf dem Granary Burying Ground (Tremont St) sehen.
• Die wie ein Tempel wirkende King’s Chapel (1754) war die erste anglikanische Kirche Bostons (Tremont/School St).
• Daneben das alte Rathaus mit Benjamin Franklins Statue, einem führenden Kopf im Befreiungkampf (School Street).
• Mitte des 19. Jahrhunderts, als die erste amerikanische Dichtergeneration (Emerson, Thoreau, Hawthorne) Boston zum Athens of America machte, wurde der Old Corner Book Store (School/Washington St) zu einem Zentrum des geistigen Lebens, heute The Boston Globe Store.
• Im Old South Meeting House von 1729 (Washington/Milk St) fanden viele, oft turbulente Versammlungen statt, die schließlich zur Boston Tea Party führten. Lebendig präsentierte Ausstellung täglich 9.30-17 Uhr, $5. Gegenüber (Ecke School Street) steht ein etwas theatralisches Denkmal, das an die erste große irische Einwanderungswelle 1850 erinnert.
• Das Old State House von 1713 (Court/State Street) war vor der Revolution Sitz des britischen Gouverneurs, dann Sitz des Gouverneurs von Massachsetts, und ist heute ein brillantes Geschichtsmuseum. Wie auch im Old South Meeting House wird die revolutionäre Geschichte dargestellt. Englischkenntnisse erforderlich (täglich 9-17 Uhr, $5). Eine Gedenktafel vor dem Haus erinnert an das Boston Massacre.
• Die Faneuil Hall (1742, Neubau 1806), in Sichtweite des Old State House, war Marktplatz und Versammlungsort. Ausgerechnet der Bürger Faneuil, der durch Sklavenhandel reich geworden war, vermachte die Halle der Stadt. Sie wurde zum Podium der Freiheitskämpfer und später der Anti-Sklavenbewegung. Heute bildet die Faneuil Hall zusammen mit den drei Gebäuden des früheren Quincy Market als Faneuil Hall Marketplace den attraktiven Mittelpunkt der Stadt (Mo-Sa 10-21, So 12-18 Uhr, Food Court und Lokale länger). In der Nachbarschaft (20 Clinton St) befindet sich ein Hard Rock Café. In den ehemaligen Markthallen sind jede Menge Shops untergebracht. Die mittlere Halle (Greek Revival Stil, 1826) ist hauptsächlich lukullischen Genüssen vorbehalten, und an den Ständen oder in den Terrassen-Restaurants kann man sich durch alle Küchen dieser Welt essen. Zwischen den Gebäuden finden Vorführungen von Straßenmusikanten, Jongleuren, Zauberern und anderen Open-air-Künstlern statt.

Holocaust Denkmal

An der Union Street steht das beeindruckende Holocaust-Denkmal. Die Nummern der KZ-Häftlinge sind dort auf engstehenden Glaspaneelen eingeritzt. Ihm gegenüber liegt das nostalgische Ye Olde Oyster House-Restaurant von 1826, Tel. (617) 227-2750.

Government Center

So erfolgreich die Renovierung der Markthallen war, so fehl am Platz wirkt in dieser Umgebung das Government Center mit der City Hall, architektonisch eine Mischung aus aztekischer Pyramide und überdimensionalem Taubenschlag mit viel Beton und windigen, ungemütlichen Plätzen.


North End, Charlestown und Harborfront

North End

Der Faneuil Hall Marketplace und das älteste Wohngebiet Bostons, das North End, waren jahrelang durch den hochgelegten Fitzgerald Expressway voneinander getrennt. Jetzt verläuft die Autobahn unterirdisch und Parks verbinden die Bezirke. Der Freedom Trail ist auch hier nicht zu verfehlen.

Nachdem zu Geld gekommene Bostoner sich nach Beacon Hill und in die Back Bay zurückgezogen hatten, siedelten sich dort ab 1850 viele Iren und später Italiener an. Die Hanover Street mit ihren Backsteinfassaden ist Hauptstraße des North End und quirliger Mittelpunkt von Little Italy mit ital ienischen Restaurants und Eisdielen. Empfehlenswert ist das Mamma Maria am North Square; Reservierung unter Tel: (617)-532-0077.

Paul Revere House

Aber tagsüber kommen Touristen vornehmlich wegen des Freedom Trail: Da ist zum einen das Paul Revere House am North Square, ein Holzhaus von 1680 und somit das älteste erhaltene Wohnhaus der Stadt. Unweit davon liegt die Paul Revere Mall, wo ein Denkmal an den Helden erinnert: In der Nacht zum 17. April 1775 wurden in der Old North Church (Salem Street) zwei Laternen herausgehängt. Dies war das Zeichen dafür, dass die Engländer von See aus anrückten (One if by land, two if by sea). Revere ritt daraufhin nach Lexington, um Samuel Adams und John Hancock vor dem Angriff der Briten zu warnen.

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