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Morro Bay

Ungefähr ab Morro Bay, das vor der Küste mit dem imposanten Morro Rock (176 m) ein weithin sichtbares Wahrzeichen besitzt, beginnt Southern California. Der kleine Morro Bay State Park (22 Stellplätze) liegt im Wald abseits der Küste; empfehlenswerter ist der relativ abgelegene und nicht so perfekt entwickelte Montana de Oro Park (Stichstraße von Los Osos ca. 5 mi). Einige Picknicktische stehen dort direkt am Strand. Wenn an der Küste alles voll ist: der NF-Campground Cerro Alto befindet sich 6 mi landeinwärts an der Straße #41.

San Luis Obispo bei Morro Bay

Hinter Morro Bay verlässt die #1 die Küste und vereinigt sich in San Luis Obispo für ein kurzes Stück gemeinsamen Verlaufs wieder mit dem Freeway #101. Als wichtigste Sehenswürdigkeit dieses ganz attraktiven Ortes gilt die Missionsstation im zentralen Bereich (Chorro/Monterey St); sie ist jedoch kein touristisches »Muss«. Ganz anders das famose Madonna Inn an der gleichnamigen Road, in dem alle 130 Räume »thematisch« unterschiedlich hergerichtet sind. Für Steinzeithöhle, Dschungel, Ritterkemenate, roten Salon usw. zahlt man $168-$380 pro Nacht. Beispiele im Internet: www.madonnainn.com. Dort kann man auch mit $30-$50 Discount buchen (Tel. 1-800-543-3000). Preiswert, gut und reichlich zu essen gibt es ganz in der Nähe im Old Country Buffet, 485 Madonna Road.

Oceano Dunes SRA Beach Camping bei Morro Bay

Bei Oceano, einem kleinen Seebad, liegt das ausgedehnteste Küstendünengebiet Kaliforniens. Folgt man der sich hier wieder vorübergehend von der #101 trennenden #1, kann man südlich von Oceano die Pismo State Beach nicht verfehlen. Neben Komfortcamping an der #1 und State Park hinter den Dünen gibt es dort (nirgendwo sonst an der Westküste!) offizielles Camping direkt am Strand in der ein wenig südlicheren Ocean Dunes Recreation Area (keine Infrastruktur außer Chemietoiletten! Gebühr $12) für alle, die das Zelt zu Fuß oder per Bike in das vorgesehene Areal schleppen (ca. 1 km von der nächsten Einfahrt) oder einen Pick-up Truck oder 4WD haben. Hart gefahrene Spuren machen das Autofahren im Prinzip zwar problemlos, aber zu viele trauten sich wohl in weichen Sand oder vergaßen die Gezeiten, daher gilt: Campmobile und Pkw dürfen nicht mehr auf den Strand!

ATV/ORV-Verleiher

Wie in den Oregon Dunes ist ein Teilgebiet der Dünen für All Terrain/Off-road Vehicles freigegeben. An den Zufahrten gibt es mehrere ATV/ORV-Verleiher. Miete ab $30/Stunde. An Wochenenden und zu gut besuchten Ferienzeiten stehen Verleiher mit Fahrzeugen praktischerweise auch im Campbereich. Indessen tummelt sich dann ganz Kalifornien gleichzeitig dort. Aber auch ohne ATV ist der Besuch eine schöne Sache. In den geschützten Bereichen kann man wunderbar ungestört herumwandern; von den Höhen hat man herrliche Ausblicke.

Von Oceano könnte man der schnelleren #101 folgen oder auf der #1 bleiben, die am Ostrand der Vandenberg Air Force Base durch (ebenfalls) weniger aufregende Landschaft führt.

Mission La Purisima zwischen Morro Bay und LA

Am Wege liegt aber im Tal des Santa Ynez River eine weitere, Missionsstation (State Historic Park Mission La Purisima, www. lapurisimamission.org), ein ausgedehnter (restaurierter) Komplex mit authentisch wie um 1820 eingerichteten Gebäuden und Garten: Täglich 9-17 Uhr; Eintritt $4 pro Auto. Ganz interessant, aber kein Muss. Eine Stichstraße führt zur Jalama Beach mit prima Camping am Ozean, Tel. (805) 736-3500; Internet: www.sbparks.org

Weiterfahrt nach LA

Bei Gaviota stößt die #1 wiederum auf die vierspurig ausgebaute #101 und bildet bis Ventura mit ihr zusammen die stark befahrene Küstenstraße. Eine Eisenbahnlinie läuft ab Gaviota zwischen Straße und Meer. Die Küste ist hier nur noch über diverse State Beaches zugänglich, von denen Refugio Beach, einige Meilen östlich von Gaviota, auch als Campingplatz den besten Eindruck macht. Er ist aber straßen- und schienennah.

Solvang: Dänemark in Amerika

Eine gute Alternative zur Küstenroute nach Santa Barbara ist ab Lompoc/La Purissima die Straße #246 über Solvang und dann die #154. Mit Solvang, nur wenige Meilen westlich der #101, existiert mitten in Kalifornien ein dänisches Städtchen fast wie aus Hans Christian Andersens Märchenbuch. Der Ort entstand erst Anfang des Jahrhunderts als Gründung dänischer Einwanderer. Zwar ist kaum zu erkennen, welche Gebäude noch Originale und welche Nachbauten sind, aber es gibt in den USA kein anderes »ethnisches« Städtchen, das ähnlich echt wirkt. Klar, dass es dort in den Giftshops von »dänischen« Waren nur so wimmelt, und die Restaurants Danish Food auftischen. Auch für Europäer ist das »kalifornische Dänemark« durchaus Stopp und Bummel wert.

Straße #154 zwischen Morro Bay und LA

Die #154 führt durch die Santa Ynez Mountains am Cachuma Reservoir vorbei (enges County Park Massencamping mit Vollanschluss- Komfort, Baden und Bootsverleih) und kurvenreich durch den Los Padres National Forest nach Santa Barbara. Südöstlich des Sees, noch in der Höhe, passiert man die Paradise Road (Forest Rd #5N18), an der – 3-5 mi von der #154 – drei gute Forest Campgrounds (Einfachklasse) liegen; am besten ist ganz unten Fremont mit Zugang zum Fluss.

Santa Barbara/ Info

Wirkte die 90.000-Einwohner-Stadt Santa Barbara nicht so makellos, könnte es sich fast um eine mexikanische Stadt handeln. Alle historischen Gebäude im Zentrum präsentieren sich mit roten Ziegeldächern, weiß getünchten Fassaden und Palmen. Die Touristinfo befindet sich am Cabrillo Boulevard gegenüber dem Chase Palms Park mit Beach und der Stearns Wharf, die die Yachtmarina nach Süden begrenzt, www.santabarbaraca.com.

Für eine Besichtigung von Santa Barbara macht es Sinn, dem ausgeschilderten Scenic Drive zu folgen. Von Norden gelangt man auf ihm zunächst über die La Cumbre Road auf die State Street und damit direkt in die Innenstadt. Zwischen ihr und der Santa Barbara Street liegen im Bereich zwischen Anapamu und Ortega Streets fast alle sehenswerten Bauwerke. Einen Stop sollte man mindestens einlegen am historischen Presidio von Santa Barbara (1 Block an der Ecke Cañon Perdido und Santa Barbara St), das auf den ersten militärischen Außenposten von 1782 zurückgeht, und am County Courthouse (1100 Anacapa St). Dort geht’s nach Besichtigung der Außen- und Innenarchitektur per Lift in den 25 m hohen Uhrenturm (frei) mit toller Aussicht über Stadt und Meer.

Ein Historical Museum befindet sich in der De la Guerra St, einen Block westlich des Presidio (Di-Sa 10-17, So ab 12 Uhr, Spende).

Mission Santa Barbara

Das kulturhistorische Bonbon Santa Barbaras ist die Mission am Ende der Los Olivos/Laguna Streets. Wegen ihrer erhöhten Position mit früher vorhandenem Weitblick (heute zugewachsen) und der grandiosen Gesamtanlage wurde sie zu Recht als die Queen of the Missions bezeichnet. Die Mission Santa Barbara wurde erst 1786 und damit einige Jahre später errichtet als einige ihrer »Nachbarn« und 1820 vollendet. Sowohl der Komplex als solcher als auch das darin vorhandene Museum (9-17 Uhr, $4) und die Gärten sind unbedingt den Besuch wert.

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