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Direktflug ins Pentagon


Ein Beitrag von Burghard Bock

Schon von Verschwörungstheorien gehört? Klar, das Internet ist voll davon. Eine der bekanntesten geht so: Bielefeld gibt es gar nicht, sondern steht für den Ort, an dem die CIA Kennedy gefangen hält – der wurde nämlich gar nicht erschossen und soll nicht ausplaudern, dass die Mondlandung gar nicht stattfand, sondern im Filmstudio erfolgte.

Auf dieser Ebene würde die US-Regierung sicherlich gern die Einwände verhandeln, die gegen den offiziellen Bericht über die Ereignisse des 11. September 2001 vorgebracht werden. Man muss jedoch keineswegs überall Komplotte wittern, um den Abschnitt über den Anschlag auf das Pentagon entweder seltsam lückenhaft oder widersprüchlich zu finden. Die beiden Flugzeuge in New York hat jeder im TV hundertfach in die Zwillingstürme fliegen sehen – aber erinnert sich jemand an die Boeing 757, die in das Pentagon gesteuert worden sein soll, in den vermutlich bestüberwachten Flugraum der ganzen Welt? Natürlich nicht, denn alle Aufzeichnungen von Überwachungskameras der Umgebung wurden eingesammelt.

Ein halbes Jahr später wurde immerhin eine Sequenz veröffentlicht, auf der man aber den angeblichen Schatten eines etwa 50 m langen und 18 m hohen Flugzeuges nicht verifizieren kann (http://edition.cnn.com/2002/US/ 03/07/gen.pentagon.pictures/index.html).


 

Der Regierungsbericht kann nur eine Interpretation unter anderen darstellen, wenn z.B. auf einleuchtende Zusammenstellungen wie www.loosechange911. com/pentagon.htm oder auf natur- und ingenieurwissenschaftliche Fragen wie unter www.physics911.net/omholt.htm nicht weiter eingegangen wird. Schon eine der ältesten, aus Frankreich stammenden Seiten zum Thema verwirrt einen mit ihren bloß sieben Fragen unter dem Motto Hunt the Boeing! (Englisch: www.asile.org/citoyens/numero13/pentagone/ erreurs_en.htm).

Es gibt Bücher zum Thema (z.B. Michael Moore: »Fahrenheit 9/11«; Andreas v. Bülow: »Die CIA und der 11. September«), aber wir begnügen uns im Folgenden mit ein paar Ungereimtheiten aus dem Internet im Blick auf American Airlines Flight No 77, gestartet in Washington/Dulles Airport, und dessen behauptetem Crash ins Pentagon:


  • Das Eintrittsloch an der Außenwand ist für eine Boeing 757 viel zu klein und die Zerstörungen sind insgesamt viel zu gering: Tragflächen, Triebwerke und Höhenleitwerk sind weder vorher abgefallen noch können sie sich einfach aufgelöst haben. Bevor die oberen Stockwerke nach längerer Zeit einstürzten, waren direkt benachbarte Außenfenster trotz der angeblichen Explosion eines etwa 100 Tonnen schweren, erst kürzlich gestarteten und also vollbetankten Flugzeuges noch heil.
  • Das Austrittsloch am (von außen) dritten Gebäudering, viele Betonwände weiter innen, wirkt erstaunlich scharf gestochen. Das nur gut 2 m große (im Durchmesser) Loch direkt über dem Boden wurde angeblich von der Kunststoffnase des Flugzeugs verursacht, hinter der sich die Radargeräte befinden, und die schon eine Reihe Wände durchstoßen hatte. Aha.
  • Die Wrackteile scheinen weder zu einer Boeing noch zu einer Maschine von American Airlines zu passen, das Flugzeug soll quasi verdampft sein – daher gibt es vom Flugschreiber und dem Tonbandgerät keine Spur. Oder es wurde nichts davon veröffentlicht.
  • Das Flugzeug schlug angeblich in einem Winkel von 45° ein, aber nur ins Erdgeschoss und 1. Stockwerk, und das mit etwa 800 km/h – der Rasen davor blieb jedoch wunderbarerweise völlig unbeschädigt und unverschmutzt, wurde trotzdem wenig später mit Schotter abgedeckt und planiert.
  • Die Fahrzeuge auf der zu querenden Autobahn vor dem Pentagon wurden von den Luftströmungen eines tief fliegenden Flugobjekts nicht behelligt; allerdings lagen Laternenpfähle an der Straße wie herausgerupft herum, scheinen jedoch ihrerseits an dem Flugobjekt keine Schäden verursacht zu haben, so dass vor dem Einschlag im Pentagon keine Flugzeugteile herabfielen – sehr, sehr ungewöhnlich, verglichen mit ähnlichen Fällen.
  • Zeugen berichten von einem hellen, zischenden Geräusch, das kaum mit einem großen Verkehrsflugzeug zu tun gehabt haben kann.
  • Die Explosion, Rauchentwicklung und Menge der Rettungskräfte scheinen nicht zu den Desastern an anderen Orten zu passen, die Flugzeuge vergleichbarer Größe angerichtet haben.

Über diese Fakten recherchieren auch unappetitliche Leute, mit denen man nichts zu tun haben möchte: www.pentagonstrike.co.uk etwa leitet seine in vielen Sprachen erhältliche, professionelle Flash-Animation mit einem O-Ton von Oberverschwörungstheoretiker Hitler ein. Absurd. Auch der Macher von www.infowars.com ist der großen Weltverschwörung auf den Fersen, hat aber dennoch brauchbares Material zusammengetragen.

Was sich wirklich zugetragen hat, werden wir sicherlich nie erfahren, denn manchmal wedelt der Schwanz mit dem Hund, siehe den Film »Wag the Dog« mit Dustin Hoffman und Robert de Niro von 1997. Und Geschichte wird gemacht. Es könnte eben auch alles ganz anders gewesen sein. Also Obacht!