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Delta Flieger USA; CC0 pixabay

USA-Flüge kann man im Prinzip in jedem Reisebüro buchen. Direktbuchungen im Internet sind ebenfalls ohne weiteres möglich, aber manchmal mühsam und nicht immer preiswerter zu arrangieren als durch eine auf USA-Flüge spezialisierte Agentur. Hilfreich sind allerdings Flugsuchmaschinen wie von Opodo.

Übersicht

Im folgenden erhält der Leser eine Übersicht über die generelle Situation auf dem Transatlantik-Flugmarkt. Hier zu nächst die wichtigen Flugalternativen 2018/19 ab Deutschland.

Condor

Condor ist die einzige verbliebene Nicht-Liniengesellschaft, mit der man zu Cities im Westen der USA fliegen kann. Non-stop- Flüge gibt es mit Condor nach Las Vegas, Seattle, Portland und auch nach Vancouver & Calgary/Kanada. Andere Ziele, aber auch Las Vegas und Seattle an Tagen ohne Condor-non-stop-Flug werden in Kooperation mit Alaska Airlines bedient. Eine »stille« Problematik aller Sonderflieger liegt bei der Rückreise. Vor Reiseantritt kann man den Flug gegen Zahlung der entsprechenden Gebühren ggf. noch umbuchen, sofern Platz ist. Einmal am Ziel, lässt sich am Rückflug oft nur schlecht rütteln, weil Flugfrequenzen und Buchungssituation kurzfristige Verschiebungen erschweren.

 



Komfortklassen bei Lufthansa und Condor

Einige Unternehmen bieten eine Business bzw. Comfort Class (Condor) zu – gemessen an den etablierten Linienfluggesellschaften – relativ moderaten, wenn auch absolut hohen Tarifen. Die bequemeren Sitze und der bessere Service kosten bei ihnen flugterminabhängig ab €1.000 bis über €1500 one-way. Kostenmäßig noch im Rahmen hält sich dagegen Premium Economy von Condor mit 15 cm mehr Sitzabstand und besserem Service für einen Aufpreis ab €150 bis €300 je Strecke (Las Vegas).

Probleme der Sonderflüge

Eine mögliche Problematik des Sonderfluges liegt bei der Rückreise. Vor Reiseantritt kann man den Flug gegen Zahlung der entsprechenden Gebühren noch umbuchen (variiert mit dem Veranstalter und der Fluggesellschaft). Einmal in Amerika, lässt sich am Rückflug kaum mehr rütteln. Die meisten Urlauber werden dies nicht als besonderen Nachteil betrachten.

Gepäckfreigrenzen und -kontrolle bei USA-Flügen

Für alle Transatlantikflüge in der Economy Class gilt: 1 Gepäckstück nicht über 23 kg und 158 cm (Länge+Breite+Tiefe) wird frei befördert. Übergepäck (über 23 kg bis 32 kg und/oder über 158 cm) und/oder zusätzliche Gepäckstücke werden teuer. Bei Condor €65/ €75 zusätzlich je Strecke, bei der Lufthansa und anderen Linien ab Europa für Übergepäck bis 32 kg pauschal €100 und >158 cm €200, für ein 2. Gepäckstück bis 23 kg/158 cm €75. Wer nicht aufpasst, zahlt für Extragepäck und Gewicht-/ Maßüberschreitungen rasch erheblich drauf – am Airport beim Check-in oft sogar noch mehr als vorab online. Bei World Traveller Plus (BA), Premium Economy (LH), Comfort (Condor) und Business Class gelten höhere Freigrenzen.
Handgepäck darf die Größe 55x40x23 (Lufthansa) oder 56x35x23 cm (andere) nicht überschreiten, Gewichtslimit 6-8 kg je nach Airline, meist, aber nicht immer plus Laptop. Auch was das angeht, sollte man sich vorab genau bei der gebuchten Airline informieren.
Im Handgepäck darf sich kein Behälter mit Flüssigkeiten, wachs- und gelartigen Stoffen über 100 ml befinden. Alle Behälter mit dieser Beschaffenheit müssen in einer verschlossenen transparenten Plastiktüte stecken, deren Gesamtvolumen maximal einem Liter entsprechen darf.
Gepäckstücke werden im Transatlantikverkehr in großen Stichproben geöffnet und durchsucht. Verschlossenes Gepäck »knackt« man einfach. Also entweder alles von vornherein unverschlossen lassen oder – besser – Travel Safe Locks verwenden, Zahlenschlösser in unterschiedlichsten Ausführungen und gesicherte Gepäckgurte, die von der amerikanischen Checkinstanz TSA (und angeblich nur von dieser) geöffnet werden können. Erhältlich sind sie in Ausrüstungs-, Sport- und Gepäckshops ab ca. €10/Stück (USA ab ca. $8). Es gibt mittlerweile auch Koffer und Reisetaschen mit eingebauten TSA Locks

Linienflüge in die USA

Viele etablierte Linienfluggesellschaften bieten das ganze Jahr über und täglich ab Deutschland oder den großen Airports der Nachbarländer Non-Stop-Flüge nach San Francisco und Los Angeles, aber nicht nach Las Vegas, das mit Ausnahme der entsprechenden Flüge von Condor immer ein Umsteigen in den USA erfordert. Auf dem langen Weg zur US-Westküste gibt es daher die Möglichkeit zu Flugunterbrechungen in vielen US-Cities. Die Zusatzkosten solcher sog. Stoppover sind abhängig von der Airline und variieren stark.

 

 

 


Tarifvergleich und Konditionen

Beim Tarifvergleich ist es nicht ganz unwichtig, die »Nebenbedingungen« zu beachten. Das beginnt bei den Umbuchungs- und Stornokosten bei Datenänderung und eventuellem Rücktritt. Auch errechnen sich versteckte Kostenunterschiede für alle, die nicht in der Nähe der Großflughäfen wohnen, aus den Anreisekonditionen und ggf. Abflugzeiten (Übernachtung notwendig?) sowie den Parkgebühren am Flughafen. Die Tarife etwa der Lufthansa, die sich auf jeden deutschen Airport beziehen, sind für manchen Kunden letztlich preiswerter und auch bequemer als ein nominal günstigeres Konkurrenzangebot, das nur ab Frankfurt oder München gilt und ab Bremen oder Leipzig deutlich teurer kommt.

Flugdauer

Zur Beurteilung der Verbindungsqualität sollte man in die zeitlichen Details schauen. Non-Stop-Flüge ab Mitteleuropa in den US-Westen dauern ca. 10-11 Stunden, zurück etwas kürzer. Mit Zubringerflug von 60-90 min und ausreichender Umsteigezeit von 90-120 min sind daher Verbindungen mit 14-15 Stunden Gesamtdauer optimal, Verbindungen bis zu 18 Stunden noch erträglich. Alles, was über 20 Stunden hinaus geht, sollte meiden, wer nicht fix und fertig ankommen möchte. Bei günstigem Ticketpreis und damit verbundenem Umsteigen mit Wartezeit in den USA, ist zu überlegen, ob man die Unterbrechung nicht für ein/zwei Extratage in einer US-City nutzt. Danach ist der Weiterflug nicht mehr so anstrengend.

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