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Vergnügungs- und Kommerzparks in den USA



Disneyland bei Nacht; pixabay CC0

Das Kontrastprogramm zum Ferienerlebnis in freier Natur bieten die zahlreichen kommerziellen Anlagen für Urlaubs-, Feierabend- und Wochenendspaß im Umfeld großer Städte und an den Hauptschlagadern des Tourismus.

Eintritt und Discounts

Im Gegensatz zum Outdoor-Vergnügen kosten (fast) alle hier beschriebenen Attraktionen Eintritt. Und zwar nicht zu knapp, soweit der Spaß privatwirtschaftlich organisiert ist. Spitze bei der Preisgestaltung ist traditionell Disneyland in Los Angeles mit satten $72 (+ tax) für den Tagespass für alle Besucher ab 10 Jahren. Eine auf den Tag bezogene Ermäßigung gibt es dort nur beim Kauf von Mehrtagestickets. Sonst sind Discounts üblich. Amerikaner zahlen an der Kasse von Amusementparks und anderer Sehenswürdigkeiten in Privathand selten den vollen Preis, da sie sich Discount Coupons besorgen. Die gibt’s überall: frei verteilt in den Visitor Informations, bei der Autovermietung oder im Hotel, auf den ersten und letzten Seiten von Straßenatlanten und Campingführern, zum Ausschneiden in der Tageszeitung und sogar zum Download im Internet. Die Abschläge vom Basispreis können bis zu 25% betragen.

Senioren und Studenten


Ermäßigte Eintrittspreise gibt es fast immer auch für Senioren (in den USA gilt man oft ab Alter 60 als »Senior«, manchmal schon ab 55) und Studenten, sofern Sie einen ISIC-Ausweis vorlegen können (International Student Identity Card). Das gilt auch für Museen und Eintrittsgelder für alles Mögliche. 

Amusement Parks

Kaum eine nordamerikanische City verfügt nicht über zumindest einen Amusement Park. Es handelt sich dabei um fest installierte Jahrmärkte in meistens parkähnlicher Anlage mit Karussells, Achterbahnen, Riesenrädern etc., Restaurants, Souvenirshops und Showbühnen. Allerhand sonstige Attraktionen ergänzen üblicherweise die größeren Komplexe und sorgen für ein eigenes, sehr amerikanisches Gepräge: Das Jahrmarktvergnügen wird in diesen Fällen mit Zirkusakrobatik, Zoobesuch, »deutschem« Oktoberfest, Delphin-Show, Wildwest-Szenen, historischen Eisenbahnen und sonstwas kombiniert. Der Besuch der Amusement Parks ist – wie gesagt – nicht billig und auch nicht immer so spaßig und amüsant wie die jeweilige Werbung glauben machen möchte. Die Ausgabe eines »all-inclusive« Tagespasses zum Fixpreis ist allgemein, aber nicht immer üblich. Für welche Parks sich die hohe Ausgabe lohnt, und wo weniger, erfährt der Leser im Reiseteil.



Shopping Malls

Selbst Einkaufszentren erhalten in Amerika mehr und mehr Amusementparkcharakter. Das Wort Mall kennzeichnet das überdachte Shopping Center. Die neuesten und größten Komplexe dieser Art beeindrucken oft schon durch ihre Architektur. Integrierte Entertainmentkomponenten mit Programm und Unterhaltung bis in die Abendstunden sowie zahlreiche Restaurants sorgen für totales Shoppertainment

Outlet Malls

Eine Variante der »normalen« Einkaufszentren sind Outlet Malls, die mehr und mehr konventionellen Einkaufszentren ähneln. Factory Stores bieten dort Ware »direkt ab Hersteller«. Die Preise für Markenartikel aller Art, vor allem für Textilien sind dort oft erstaunlich niedrig. Information im Internet z.B. unter www.premiumoutlets.com, www.prime outlets.com. Gesamtübersicht USA: www.outletbound.com.

Die Werbung für Outlet Malls ist unübersehbar; die meisten liegen an Autobahnen und Ausfallstraßen. Eine der schönsten Outlet Malls findet man in Viejas bei San Diego; www.shopviejas. com. Die größten Outlet Malls der USA werden von der Mills Corporation betrieben. Die Firma hat im Westen aber nur noch drei Center: Ontario Mills in der LA-Vorstadt Ontarioo, Kreuzung I-10/I-15, Arizona Mills in Tempe bei Phoenix, Colorado Mills im Denver-Vorort Lakewood.



Aqua Marine Parks

Die maritime Variante der Amusementparks sind die Aquaparks, im Westen insbesondere Seaworld in San Diego und Six Flags Discovery Kingdom in Vallejo bei San Francisco. Hauptattraktion sind unglaubliche Dressurakte mit Delphinen, Killerwalen, Robben und Seelöwen. Sie werden ergänzt durch Wasserskiakrobatik, Turmspringkünste, Perlentauchen, Fallschirmspringen und allerhand mehr. Man bekommt also einiges geboten und kann einen halben bis ganzen Tag gut ausfüllen, muss dafür aber auch tief ins Portemonnaie fassen.

Planschparks

Auch in den Weststaaten haben sich Anlagen für den großen »Wasserspaß «, die ihren Ausgang in Florida nahmen, mit Bezeichnungen wie Wet’n Wild, Splish Splash oder Raging Waters ausgebreitet. Wichtigster Bestandteil der Planschparks sind die riesengroßen Wasserrutschen mit langen Kurven und Spiralen. Dazu gibt es in den größeren Komplexen Kampfpools mit Wasserkanonen, Wellenbäder und den nassen Kinderspielplatz. Besonders Kinder werden begeistert sein. Indessen sind auch hier die Eintrittspreise gepfeffert, i.e. kaum unter $20 bis teilweise fast $40, egal wie lange man bleibt. Erst bei Ankunft am späten Nachmittag gelten reduzierte Tarife. Man sollte sich dieses Vergnügen für einen Tag aufsparen, an dem es heiß und nicht so voll ist.

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