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Camping USA, Teil 2

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Auch Tankstellen und Truck Stops haben bisweilen eine Dump Station als Service. Strom benötigt man im Camper an sich nur zum Betreiben der Dachklimaanlage bei großer Hitze oder für Mikrowelle, Fernseher und Haartrockner, und fürs Aufladen von Akkus, obwohl das auch in der 12-V-Steckdose geht. Fürs Licht genügt die Kapazität der bei Campern vorhandenen zweiten Batterie (sie wird automatisch neben der Motorbatterie mit aufgeladen), sofern man keine längeren als 3-tägige Standzeiten ohne Motorlauf hat.
Der besondere Clou moderner Campingfahrzeuge ist, dass sie ihren Komfort ohne zeitgleiche äußere Versorgung bereitstellen. Mit ihnen ist also ein bequemes Camping abseits der Zivilisation möglich. Die Realität zeigt aber, dass gerade Motorhomefahrer den Vollanschluss suchen. Verständlich immer dann, wenn mehrere Tage Verweilzeiten eingeplant sind und die 2. Batterie nicht reicht, bei täglichem Ortswechsel aber eher unnötig.

 


Wäsche unterwegs


Zum Campen, wenn die Reisezeit zwei Wochen überschreitet, gehört unvermeidlich gelegentlich Wäschewaschen. Münzwaschautomaten gibt es auf den meisten privaten Campingplätzen und bisweilen auch auf stärker frequentierten staatlichen Campgrounds. In den Dörfern und Städten sind Coin Laundries oder Laundromats (Münz-Waschsalons) kaum zu übersehen. In den normalerweise installierten Maschinen bewegt sich aber statt der – wie bei uns üblich – Trommel eine Art Propeller hin und her und quirlt die Wäsche durcheinander. Die Einstellung »hot« heißt nicht etwa Kochwäsche, sondern entspricht der Temperatur des zulaufenden Heißwassers (keine Nachheizung in der Maschine). Nach etwa 20-30 Minuten ist der Vorgang beendet und das Ergebnis selten befriedigend. Bei höheren Ansprüchen an den Grad der Sauberkeit fügen Amerikaner ihren Waschmitteln (Detergent) die bei uns lange vergessene umweltschädliche Bleiche (Bleach) zu.

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