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Reservierung

Fast alle privaten Campgrounds lassen sich telefonisch, teilweise auch schon per Internet reservieren. Die Nummern finden sich in Campingführern und - im Fall besonders empfehlenswerter Plätze - im Reiseteil dieses Buches. Wie bei den Hotels werden Reservierungen nur dann für eine Ankunft nach 18 Uhr garantiert, wenn der Anrufer eine Kreditkartennummer nennt. Auch bei Nichterscheinen wird diese dann belastet.

Für die staatlichen Plätze galt früher überwiegend die Regel first-come-first-served, d.h., jeder offensichtlich unbesetzte Stellplatz in Nationalparks etc. konnte als frei betrachtet und belegt werden. Die Anzahl der Ausnahmen steigt indessen:

Schon seit jeher gehören dazu viele State Park Campgrounds. Man reserviert sie durch Anmeldung direkt im Einzelpark oder im Fall von California, Colorado, Oregon, Texas, Utah und Washington State über einen zentralen Service per Kreditkarte. Üblich ist eine Reservation/Storno Fee von $ 5-$ 8 pro Reservierung (unabhängig von der Zahl der Nächte). Der einmal bezahlte Platz wird gehalten, egal, wie spät man ankommt. Das führt oft zu vollbesetzten State Parks bei teilweise freien Stellplätzen. Denn besonders am Wochenende ist manchem die Sicherstellung schon mal die Campgebühr plus Fee wert, die man zur Not verfallen lässt.

Zentrale Reservierungsnummern sind:

Tel. California 1-800-444-PARK (7275)

Tel. Colorado 1-800-678-CAMP (2267)

Tel. Oregon & Washington 1-800-452-5687

Tel. Texas 1-512-389-8900

Tel. Utah 1-800-322-3770

Für diese (außer Utah) und weitere Staaten im Osten der USA kann die Reservierung auch übers Interneterfolgen und zwar unter den Reservierungsportalen www.park-net.com oder www.reserveamerica.com. Für Utah nur Internet-Info unter www.stateparks.utah.gov.

Von zu Hause aus ist das kostengünstiger als Anrufe in den USA, zumal Name, Adresse etc. nur einmal registriert werden müssen. Gleichzeitig bieten diese Websites eine hervorragende Informationsmöglichkeit. Alle Parks sind dort genau beschrieben samt Karte der Campgrounds und Umgebung.

Der National Park Service lässt einen Teil seiner Campingplätze in den populärsten Parks zentral über das Reservierungssystem der Firma Spherix vergeben. Im Westen sind das Death Valley, Glacier, Grand Canyon, Joshua Tree, Mount Rainier, Olympic, Rocky Mountain, Sequoia mit Kings Canyon, Whiskeytown-Shasta NRA, Yosemite und Zion.

Wer sichergehen möchte, in den zentral gelegenen (in keinem Fall sind alle Plätze dieser Parks betroffen) und besonders komfortablen Plätzen unterzukommen, kann ab jeweils 5., 15. oder 25. eines Monats bis zu 5 Monate im Voraus reservieren:

Toll-free Tel. 1-800- 365-CAMP
aber für Yosemite National Park: Tel. 1-800- 436-7275

Reservierungsanfrage per Fax: (001) 301-722-1174
Telefonische Rückfragen unter Tel. (001) 301-722 1257

Information im Internet unter: nps.gov

Reservierung unter reservations.nps.gov

Wer faxen möchte, kann einen Text wie nebenstehend verwenden, der sich auch als Gerüst für eine telefonische Ansprache eignet. Dabei ist die Kreditkartennummer unbedingt erforderlich. Die Belastung erfolgt nach Reservierung. Den Voucher schickt Spherix auch ins Ausland.

Die Mehrheit der NF-Plätze und der Campgrounds des Corps of Engineers blieben der Reihenfolge der Ankunft vorbehalten. Aber schon seit Jahren sind die populärsten Plätze beider Organisationen reservierbar. Und es werden immer mehr.

Sie sind unter denselben Telefonnummern zu buchen:

Tel. 518-885-3635 und toll-free Tel. 1-877-444-6777

Alle Informationen über die einbezogenen Plätze einschließlich Lageplan sind auch im Internet verfügbar:

www.reserveusa.com;

dort kann ebenfalls direkt reserviert werden.

Empfehlung

Die meisten staatlichen Plätze sind - unabhängig von Kostenüberlegungen - privaten Anlagen vorzuziehen, sofern der Vollanschluss nicht im Vordergrund der Bedürfnisse steht. Das Campen auf ihnen ist mehrheitlich einfach erfreulicher. Wie bereits erläutert, finden Campmobilfahrer genügend Möglichkeiten, die Ver- und Entsorgung ihres Fahrzeugs auch ohne Hook-up am Stellplatz zu erledigen. Der eventuelle kleine Nachteil nicht vorhandener Duschen auf sonst herrlichen Campingplätzen läßt sich verschmerzen. Gegen Gebühr kann man unterwegs die Duschen von Privatplätzen oder Truck Stops nutzen oder - in manchen Nationalparks - öffentliche Duschanlagen aufsuchen. Den optimalen Kompromiss bieten die State Parks. Sie sind gut angelegt, verfügen in der Regel über ordentliche, oft bessere sanitäre Anlagen als mancher Privatplatz und kosten - sogar mit Hook-up - meist weniger.

Campen ohne Campingplatz

Wer auf Forststraßen in die Einsamkeit der National Forests vordringt, benötigt nicht unbedingt die Gewissheit, am Ende auf einen Campingplatz zu stoßen, um übernachten zu dürfen. In Nationalforsten ist Campen auch abseits offizieller Plätze erlaubt. Dort findet sich schon mal ganz ohne Planung eine Zufahrt an einen Gebirgsbach oder einsamen See, wo man herrlich die Nacht oder einige Tage verbringen kann.

Wichtig ist die Respektierung von Privatbesitz, denn Private Property hat in Nordamerika einen hohen Stellenwert. Selbst in abgelegenen Regionen ergeben sich bisweilen unerwartete Probleme. Scheinbar kaum benutzte Wege führen bisweilen wirklich an den erhofften See, aber am Ende nicht selten auch auf private Wochenendparzellen. Selbst wenn nach Meilen beschwerlicher Anfahrt die Versuchung groß ist, man sollte zeitweise verlassene Grundstücke nicht zum privaten Campingplatz machen. Böser Ärger könnte die Folge sein.

In einigen Großstädten gibt es keine, sehr teure und/oder nur weit vor den Toren der Stadt gelegene Campingplätze. Von der vielleicht aufkommenden Idee, in städtischen Parks oder auf deren Parkplätzen stadtnah und gratis zu übernachten, muss dringend abgeraten werden, denn die Gefährdung durch Kriminalität ist im Zweifel erheblich. Eben deshalb gehören die Parks auch zu regelmäßig von der Polizei kontrollierten Zonen. Da das Übernachten in Campmobilen auf innerstädtischen Plätzen und Straßen generell untersagt ist, wird der illegale Camper günstigenfalls zur Weiterfahrt aufgefordert, wenn er Pech hat, mit einer Geldstrafe belegt.

Bei längeren Autobahnfahrten oder als Ausweichlösung für Campmobilfahrer besteht in den Staaten Arizona, Nevada, New Mexico, Utah, Oregon, Idaho, Washington und Montana die Möglichkeit, auf Rastplätzen an den Interstates zu übernachten. Das Overnight Parking ist dort erlaubt.

Abseits offizieller Plätze kann Vor- und Umsicht nicht schaden. Obgleich das Risiko gering erscheint, außerhalb von Ballungsgebiete Opfer eines Verbrechens zu werden, sollte man immer darauf achten, dass der Platz nicht von irgendwoher einsehbar ist und möglichst niemand die erfolgreiche Platzsuche beobachtet. Das Fahrzeug sollte so stehen, dass man ohne Rangieren davonfahren kann. Zur Sicherheit gegen die allgemeinen Bedrohung durch Kriminalität.