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Hotels, Motels und andere Unterkünfte in Nordamerika, Teil III


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Saisonpreise/Wochenende

Bei schlechter Auslastung und in der Off-Season sinken die Preise. Guter Komfort ist dann nicht selten schon um $70-$90 zu haben. Ohne große Ansprüche übernachtet man im Herbst/Frühling (nicht im Indian Summer) für Preise ab $60. Jedoch nicht Fr-Sa, wo fast überall die Tarife weit über den Tagen So-Do liegen.

Einzel- und Doppelzimmer

Gern wird in der Werbung der günstigste Preis heraus gestellt, nämlich für Einzelbelegung. Dann steht ein kleines sgl für single occupancy hinter der Zahl. Tatsächlich gibt es keine echten Einzelzimmer, steht ein Bett der Größe Double oder Queen size im Raum, der auch für double occupancy genutzt wird. Der Preis liegt dann nur wenig über dem fürs Einzel oder ist sogar identisch. In Twin Bedrooms (mit zwei Queen oder Kingsize- Betten) können meist bis zu vier Personen übernachten, ohne dass dafür generell ein Aufgeld verlangt wird.

*) Double: 1,35x1,90 m, Queensize: 1,50x2 m, Kingsize: 1,95x2 m;
Einzelbetten kleiner als Double gibt es nicht.

Steuern

Alle Preisangaben sind netto; hinzu kommen immer die Umsatzsteuern (Sales Tax; in Kanada außerdem die GST), die im Hotelgewerbe häufig höher liegen (bis zu 16%) als im Supermarkt oder bei der Autovermietung.

Frühstück

Ein richtiges Frühstück ist normalerweise nicht im Preis enthalten. Befindet sich kein Coffeeshop im eigenen Quartier, geht der Motelgast ins nächste Fast Food- oder Frühstücks-Restaurant, die selten weit entfernt sind.


Zugaben

Gerne geworben wird mit complimentary (= free) coffee, continental breakfast und free movies: Der Gratiskaffee bezieht sich häufig auf eine Haushaltskaffee-maschine in der Rezeption oder ein kleines Heißwassergerät im Zimmer plus einige Tütchen Pulverkaffee. Das aus unerfindlichen Gründen so genannte »kontinentale« Frühstück (»kontinental steht für Europa außer England) ist ebensowenig ein besonderer Anreiz: Meistens handelt es sich um Kaffee oder Tee aus dem Automaten, einzunehmen aus Styroporbechern, und um ein Tablett voll übersüßten Gebäcks zur Selbstbedienung. Viele Häuser der Mittelklasse bieten ein etwas akzeptableres Schnellfrühstück mit Cereals, Waffeleisen, Apfel und Banane in oft ungemütlich-sterilen Räumen.

Movies

Die Gratisfilme am laufenden Band (fast) ohne die sonst allgegenwärtige werbliche Unterbrechung gibt es auf den Kabelkanälen des Pay-TV, das viele Motels abonniert haben. Bessere Häuser bieten eine Auswahl neuester Produktionen und spät abends ein paar Softpornos. Nach Einschalten oder nach ein paar Freiminuten werden Gebühren fällig (ab ca. $9 pro Film), die der Abrechnungscomputer automatisch belastet.

Internet

Das gilt auch für Internet am Fernsehmonitor, wofür hier und dort eine gesonderte Tastatur bereit liegt. Die bisherigen Systeme sind aber langsam und wenig befriedigend. Die Gebühren lohnen nicht. Wer unterwegs seine Email am Laptop sichten und/oder im Web surfen möchte, ist mit Wireless LAN besser bedient, das als »Wifi« beworben wird.

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