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Verkaufsaspekte

Bei der Kaufentscheidung sollte der Wiederverkauf nicht vernachlässigt, d. h., möglichst ein Fahrzeug gekauft werden, was einen großen Markt besitzt. Das sind in erster Linie japanische und (trotz der Probleme von GM, Ford und Chrysler) amerikanische Fahrzeugtypen. Dafür existiert selbst unter ungünstigen Bedingungen (»falsche« Jahreszeit und Gegend) wenigstens eine gewisse Nachfrage; der Verkauf ist dann »nur« eine Preisfrage. Vor allem aber: mit einem Ford, Dodge oder Chevy kommt auch noch eine Klitsche in der Wüste von Nevada zurecht, aber wenn exotische Typen (das sind alle außer den Amerikanern) weit weg von der nächsten Vertretung streiken, ist oft guter Rat teuer.

Zulassung von Autos in den USA

Papiere

Ist der geeignete Wagen gefunden, sind einwandfreie Eigentumsverhältnisse wichtig. Der Verkäufer muss den Title (Kfz-Brief) und die Registration (Kfz-Schein) vorlegen können und mit dem Auto an den Käufer übergeben. In manchen Staaten wird ein notariell beglaubigter Vertrag zusätzlich zu den unten angeführten Punkten gefordert. Man sollte sich vor Vertragsabschluss beim Vehicle Department erkundigen.

Voraussetzung

Die Zulassung eines in den USA erworbenen Autos auf den Touristen bereitet keine prinzipiellen Schwierigkeiten. Immer mehr Staaten verlangen jedoch einen amerikanischen Führerschein oder eine andere amerikanische Identification (Personalausweis), bevor sie Autos umschreiben. Beides hat der Tourist nicht, kann aber den Führerschein in vielen Staaten relativ problemlos erwerben. Wichtig ist, sich gut mit den theoretischen Prüfungsfragen vertraut zu machen (Übungshandbuch; in einigen Staaten – z.B. Kalifornien – sogar auf deutsch vorhanden), sonst ist der Multiple Choice Test zu schwierig.

Zulassungsstelle

Ähnlich wie bei uns existiert in jeder größeren Ortschaft eine Zulassungsstelle, das Motor Vehicle Department, dem häufig auch gleich ein technischer Prüfstand angeschlossen ist. In kleineren Orten, in einigen Staaten immer, übernehmen autorisierte Werkstätten und Tankstellen die Funktion der Inspection Station. Geprüft wird in manchen Staaten bei jedem Besitzerwechsel, in anderen nur, wenn das Fahrzeug vorher nicht dort gemeldet war. Die Inspection ist auch mit nicht ganz jungen Gebrauchtwagen kaum eine große Hürde.

Für die Zulassung benötigt man

  • eine ID (= Identification, als Ausländer Reisepass), ggf. den amerikanischen Führerschein, wie vorstehend erläutert
  • den Kaufvertrag, eventuell notariell beglaubigt
  • die Wagenpapiere, den Title (Kfz-Brief), vom Vorbesitzer auf der Rückseite als »rechtmäßig weitergegeben« unterschrieben, und die Registration (Kfz-Schein),
  • eine im Bezirk des Vehicle Department liegende Anschrift. Der Wohnsitz braucht nicht nachgewiesen zu werden. Es genügtdie Adresse eines Bekannten, der jedoch zuverlässig bereit sein muss, den umgeschriebenen, u.U. erst nach Wochen zugesandten Title an den Touristen weiterzuleiten (ein Fahrzeugverkauf ohne Title ist unmöglich), und
  • weitere Unterlagen (in Abhängigkeit vom Staat) wie Inspektionszertifikat, Haftpflichtversicherungsbestätigung oder eine Erklärung, dass der Wagen versichert wird, eine vom Vorbesitzer unterschriebene Tachostandsbestätigung etc.

Ist alles ordnungsgemäß vorhanden, erhält man gegen Zahlung der Anmeldegebühren und Steuern die Zulassung.

Versicherung

Da es ohne Hilfestellung von Freunden oder Verwandten (und oft selbst dann) vor Ort oft Schwierigkeiten bei der »Beschaffung« einer Versicherungspolice gibt, sollte man vorsorgen. Haftpflichtund Vollkaskoversicherungen für Nordamerika vermitteln u.a. Tour Insure in Hamburg (040/25172150; www.tourinsure.de) und Seabridge (in Düsseldorf, 0211/2108083; www.seabridge. de). Policen können auch blanko für zunächst unbekannte, noch zu beschaffende Fahrzeuge ausgestellt werden. Nach dem Kauf werden die Fahrzeugdaten in die Unterlagen eingetragen und gleichzeitig der Versicherung mitgeteilt.
Die Firma Seabridge ist zudem Spezialist für den Transport eigener Fahrzeuge nach Amerika: www.sea-bridge.de.