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Campmobile in den USA und Kanada, Teil III


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Motorhomes

Die technische Basis eines Class C-Motorhome (22-27/28 Fuß) entspricht weitgehend der der Van Camper, d.h., Fahrerkabine, Motoren und Fahrgestelltechnik sind identisch. Die Hinterachse ist allerdings verstärkt und mit Zwillingsreifen versehen, damit das breite, seitlich überstehende Campinggehäuse getragen werden kann. Über der Fahrerkabine befindet sich ein Dachüberhang, der oft sehr weit über die Windschutzscheibe hinausragt. Die Sicht zur Seite und nach oben ist dadurch eingeschränkt. Nachteilig ist vor allem die durch diese Bauweise schlechte Sicht nach oben (im Stadtverkehr wegen höherhängender Ampeln und im Gebirge wegen des Ausblicks).



Ab 23/25 Fuß Länge gibt es zusätzlich (zur immer auch zum Bett umzubauenden Sitzecke) ein Doppelbett im hinteren Teil des Wagens und ein geräumigeres »Badezimmer«. Ab 25 Fuß ergänzen Einzelsessel die Inneneinrichtung. Erkauft wird dieser Komfort mit langen Überständen des Aufbaus über die hintere Achse.

Bei Fahrzeugen über 25 Fuß wirken die Überhänge abenteuerlich. Neuerdings gibt es die C-Klasse bereits ab 23 Fuß in Slide out-Version, die den Sitzbereich auf »Wohnzimmergröße« (3x3 m) ausdehnt, wenn der Campingplatz erreicht ist. Aber Achtung: Das Slide out ist schwer – man merkt’s beim Fahren – und kostet
(noch) mehr Benzin. Für Vielfahrer ist Slide-out kein Vorteil.

Die seit 2009 von Cruise America angebotenen 19-Fuß Motorhomes C 19 sind der optimale Kompromiss zwi schen den Vorzügen von Vans und dem Komfort der Class C, leider aber recht teuer.

Sonderfall Compact RV

Rein äußerlich unterscheiden sich die Compact RVs von Cruise America (CT 22) auf den ersten Blick kaum von gleich großen Class C-RVs. Indessen gilt das nur für den Aufbau mit Alkovenüberhang etc. Die Fahrerkabine, eine in sich geschlossene engere Pick-up Truck Cabin, ist relativ niedrig und ohne Durchgang zum Innenraum des Campers, aber mit Fenster nach hinten, durch das sich schlanke Mieter zwängen können. Den geringeren Mietkosten steht also eine gewisse Unbequemlichkeit gegen über. Auf der Straße vorteilhaft ist die ca. 30 cm geringere Breite.

Größenwahl Motorhome

Bei der Entscheidung für die individuell richtige Größe darf man seine Urlaubsabsichten nicht aus dem Auge verlieren. Je größer das Motorhome, umso weniger geeignet ist es für Abstecher auf kleinen Straßen zu mitunter besonders reizvollen Zielen und in verkehrshektischen Bereichen. Wer mit dem Van nicht aus kommt, sollte deshalb ein Motorhome kleineren Typs erwägen. Es sei denn, ruhiges Reisen mit längeren Verweil perioden und/oder sehr hoher Komfort- und Platzbedarf stehen im Vordergrund.

Motorhome Class A

Ab 30 Fuß Länge wird aus dem typischen Motorhome ein Riesen-Campingbus, ein Class A Camper. Die Überhänge verschwinden zugunsten eines integrierten Cockpits über die volle Breite von ca. 2,50 m mit besserer Rundumsicht als in den »kleinen« Modellen. An die Stelle des Alkovens tritt ein Doppelbett, das nachts über den Vordersitzen abgesenkt wird. Das Schlafzimmer hinten ist vom Wohnbereich separiert, die Nasszelle groß. Diese Riesendinger gibt es schon lange in der erwähnten Slide out-Version, die ausgefahren für ein großzügiges Wohnzimmer sorgt.

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