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USA Highway No. 1


Fisherman´s Wharf Monterey; pixabay CC0

Monterey und Pacific Grove

Anfahrt und Info

Vom Freeway #1, bei Monterey zugleich Stadtumgehung, gelangt man von Norden am besten über die Del Monte Ave (Exit 402 B) oder die Fremont Street (Exit 401 A), von Süden auf der Munras Ave (Exit 399 B) nach Downtown Monterey. Vor dem zentralen Stadtbereich passiert die Fremont Street den Camino El Estero an dem sich auf Höhe Franklin Street ein großes Büro der Visitors Information befindet. Eine weitere Visitor Information gibt es in der Wave Street im Bereich Cannery Row. Dort erhältlich ist der sehr gute Monterey Peninsula Visitor’s Guide mit einem Restaurant- und Unterkunftsverzeichnis inklusive B & B, Campgrounds etc.
Gute Internetportale sind www.historic monterey.org, www.monterey.com, www.monterey.org.

Unterkunft

Für Monterey gibt es drei sinnvolle Übernachtungsbereiche. Das Preisniveau ist an Werktagen moderat, an Wochendenden und in den Ferien relativ hoch:

  • Ein Motel neben dem anderen steht entlang der Munras Ave, einer der Haupteinfahrten in die Stadt hinein. Fastkein Name der mittleren Kettenkategorie, der dort fehlte. Diese Straße zeichnet sich durch viel Grün und auffällig eine gepflegtere Hoetellerie als andernorts aus. Werktags kommt dort oft mit Discount Coupons günstig unter.
  • Etwas außerhalb an der Fremont Street findet sich eine weitere Hotelballung östlich der Ausfahrt 401 A von der #1.
  • Im Bereich Cannery Row ist man im Herzen des touristischen Lebens und zahlt für die überwiegend zur gehobenen Kategorie gehörenden Häuser heftige Tarife.
  • Die einfache Alternative ist das HI-Hostel Monterey auch im Bereich Cannery Row einige Blocks von der Uferpromenade entfernt, 1778 Hawthorne Street. $22-$25/Bett; (831 649-037; www.montereyhostel.org.

Hinweise

Südlich von Monterey wird das Übernachten – beginnend mit Carmel bis St. Simeon – immer teurer, auch deshalb, weil bis Cambria die Gelegenheiten dünn gesät sind. Auf diesen ca. 100 Meilen kommt man ohne Reservierung an Wochenenden und zur Ferienzeit nur mit Glück unter.

Camping

Stadtnah campt man im Veterans Memorial Park Campground (von der #1, Ausfahrt 399 A Holman Highway nach Westen und nach ca. 1 mi rechts auf den Skyline Forest Drive, dann links Skyline Drive bis zum Ende; aus der City Jefferson Street nach Norden und dann weiter auf dem Veterans Drive). Schöner bewaldeter Platz unweit von Zentrum und Cannery Row, aber RVs nur bis 21 Fuß; (831) 646-3865. Duschen, keine Hook-ups; $25.
Weitere gute Campgrounds liegen im Carmel Valley.

Geschichte

Das heute 33.000 Einwohner zählende Monterey blickt auf eine für amerikanische Verhältnisse sehr lange Geschichte zurück. Gegründet 1770 als Missionsstation wurde sie bereits 1775 Hauptstadt des spanischen, ab 1821 mexikanischen Kaliforniens und blieb es auch noch nach seiner Eroberung durch die Amerikaner 1846, bis 1854 Sacramento Kapitale des neuen US-Staates im Westen wurde. Die aus jener Zeit erhaltenen bzw. restaurierten Gebäude samt einiger frühamerikanischer Bauwerke wurden insgesamt zum Monterey State Historic Park erklärt und durch den Path of History (ca. 3 km) symbolisch miteinander verbunden.

Path of History

Ein in der Visitor Information gratis ausgegebenes Faltblatt erläutert den Verlauf des historischen Pfades und die Bedeutung der Gebäude im einzelnen, von denen eine Reihe musealen Charakter besitzt. Für einen europäischen Besucher ist der Path of History nur punktuell interessant; zu nennen sind in erster Linie die hübsche Custom House Plaza und vor allem die Royal Presidio Chapel (rekonstruierte erste Missionsstation) etwas abseits östlich des Zentrums an der Church Street.


Fisherman’s Wharf, Beaches und Coastal Trail

Wie San Francisco besitzt auch Monterey eine Fisherman’s Wharf. Sie besteht hier indessen nur aus einer einzigen Pier mit Frischfisch- Verkauf, Fast-Food-Ständen sowie ein paar Giftshops und Restaurants. Es gibt dort nichts, was man unbedingt gesehen haben müsste. Östlich der Municipal Wharf (= Verlängerung der Figueroa Street) erstrecken sich schöne lange Strände mit dahinter liegenden Parks. Sehr schön ist der Coastal Trail, ein Joggingund Bike-Weg, der vom Lovers Point Park in Pacific Grove bis über die Monterey State Beach hinaus ufernah um die Bucht läuft.

Cannery Row

Der wichtigste Anziehungspunkt Montereys liegt eine gute Meile nordwestlich Downtown und der Wharf im Cannery Row genannten Bereich (gleichzeitig Straßenname): Vom Del Monte Blvd an der Ecke Washington Street halbrechts durch den Tunnel und weiter auf der Lighthouse Ave. Die ehemaligen Canneries (= Fischfabriken) zwischen David und Hoffman Ave, die einst John Steinbeck zum Titel seines weltbekannten Romans Cannery Row (»Straße der Ölsardinen«), inspirierten, wurden fürs touristische Shopping und die unvermeidliche Restauration schick umfunktioniert, soweit sie nicht Parkplätzen weichen mussten.

Aquarium

Trotz der hübschen Lage am Wasser wäre die »neue« Cannery Row kaum einen längeren Zwischenstop wert, beherbergte sie nicht das Monterey Bay Aquarium, eines der besten seiner Art in Nordamerika. Sowohl die Vielzahl der dort zu bestaunenden Meerestierarten als auch die Imitation ihrer Lebensräume bieten einen gelungenen Anschauungsunterricht zur Fauna der kalifornischen Pazifikküste (Broschüre auch in deutscher Sprache). Sommer-/Winterhalbjahr geöffnet täglich 10-18 Uhr/bis 17 Uhr. Im Hochsommer und an Wochenenden herrscht großer Andrang, zeitiges Kommen oder späte Ankunft (nach 15 Uhr) hilft, den Hauptbetrieb zu vermeiden. Etwa 2-3 Stunden benötigt man für eine gründliche Besichtigung; Dafür ist der Eintritt ganz schön hoch: $30, Kinder bis 12 $18; www.montereybayaquarium.org.

Scenic Drive / Pacific Grove

Unverzichtbar in Monterey ist eine Rundfahrt im Stadtteil Pacific Grove entlang der überaus reizvollen Küste (Ocean View Blvd, Sunset Drive: Seehunde und -löwen auf vorgelagerten Felsen).

PG Museum

Ein kurzer Halt könnte dem Pacific Grove Museum of Natural History gelten (165 Forest Ave, Di-So 10-17 Uhr, frei) mit zahlreichen ausgestopften Vögeln der Region und besonderem Gewicht auf den Monarch-Schmetterlingen, die sich Pacific Grove für ihren jährlichen Winterschlaf von Ende Oktober/Anfang November bis März ausgesucht haben. Ab 55°Fahrenheit (13°C) werden sie aktiv. Wer an einem sonnigen Tag zur richtigen Zeit dort ist, erlebt ein bemerkenswertes Schauspiel; www.pgmuseum.org.

Monarch Trees

Die Schmetterlingsbäume sind auf der Karte der Touristeninformation (Ecke Forest Ave/Central Ave; www.pacificgrove.org) eingezeichnet. Geballt findet man sie im Monarch Grove Sanctuary an der Ridge Road (ab Lighthouse Ave) und im George Washington Park (Alder Street/Pine Ave). Natürlich wird dieses Naturschauspiel kommerziell genutzt. Vor allem entlang der sehr schönen Hauptstraße durch den Ort, der Lighthouse Ave, finden sich viele hübsche Restaurants und kleinere Motels und Hotels.

Seventeen-Mile-Drive

Seventeen-Mile-Drive Auf dem Sunset Drive passiert man, wieder landeinwärts, das Lighthouse oder Pacific Grove Gate, eine der Zufahrten zum sog. 17-Mile-Drive, einer hochgespielten Touristenattraktion und Programmpunkt aller Monterey berührenden Busreisen. Die Straße führt durch den Privatbesitz der millionenschweren Del Monte Forest Community, welche für die Besichtigung ihres Areals $9,50 pro Auto kassiert, und läuft größtenteils am Ufer des Pazifik entlang.
Strände und Buchten bieten (an sonnigen Tagen) zwar einiges fürs Auge, aber die eintrittsfreie Umgebung in Pacific Grove und Carmel kann durchaus konkurrieren. Seehunde und Seelöwen tummeln sich indessen um und auf dem Seal Rock in großer Zahl, und das bekannte Fotomotiv der Lone Cypress auf vorgelagertem Felsen muss eben von jeder Kamera festgehalten werden. Die großenteils bombastischen Anwesen von Reichen und Prominenten liegen mehrheitlich abseits der Rundstrecke an schmalen Nebenstraßen und verbergen sich fast ausnahmslos hinter hügeligem Gelände, Wald und hohen Hecken.

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