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Polizeikontakt und Alkohol am Steuer in den USA

Mit US Cops lässt man sich besser auf keine Diskussion ein; pixabay CC0


Polizeikontakt in den USA - was man beachten sollte

Um einen Autofahrer zu stoppen, überholt die amerikanische Polizei nicht etwa, sondern bleibt hinter ihm und betätigt kurz Sirene und rote Rundumleuchte, das unmissverständliche Zeichen zum »Rechtsranfahren«.
Nach dem Anhalten wartet man im Wagen, alles andere könnte falsch gedeutet werden. Es ist auch nicht ratsam, unbedachte Bewegungen zu machen, etwa in der Absicht, die Papiere aus dem Handschuhfach zu holen. Am besten bleiben die Hände auf dem Lenkrad.


Ein solches Verhalten ist üblich, um der Polizei – die in Amerika mit überraschendem Schusswaffengebrauch rechnen muss – eine defensive Position zu signalisieren. Polizisten verhalten sich in Kontrollsituationen sachlich-korrekt; nach dem ersten »Abtasten« und kooperativer Haltung des Gestoppten auch bei Übertretungen im allgemeinen eher freundlich.


Die Eröffnung eines ernsthaften Disputs mit einem Sheriff ist in Anbetracht seiner (für uns) erstaunlichen Machtbefugnis nicht ratsam. Die respektvollen Anreden lauten übrigens Officer oder Sir. In Nationalparks besitzen die Ranger einen ähnlichen Status wie sonst die Polizei.



Alkohol am Steuer wird in Amerika noch weniger toleriert als bei uns. Es gilt zwar die 0,8-Promille-Grenze, solange nichts passiert. Aber die geringste Auffälligkeit genügt schon für jede Menge Ärger auch bei weniger Alkohol im Blut. Angetrunkene, gar trinkende Beifahrer rund um einen stocknüchternen Fahrer zählen bereits zum Tatbestand »Alkohol im Verkehr«. Es darf sich obendrein keine geöffnete Flasche mit einem alkoholischen Getränk auch nur im Innenraum des Fahrzeugs befinden – nicht einmal die bereits entkorkte, aber nicht geleerte Weinflasche vom Vorabend im Kühlschrank des Campers. Weitere Details sind staats- und countyabhängig, man kann sie kaum erfassen. Daher besser immer 0%o. Gegenüber Drogen am Steuer gilt Zero Tolerance.
Wer in beider Beziehung auffällt, wird registriert und nach Bestrafung und Heimreise in Zukunft nicht wieder ins Land gelassen.