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Diese einst von Chicago nach Los Angeles führende transkontinentale Landstraße hatte mit der Eröffnung von Interstate-Autobahnen, die teilweise über Hunderte von Meilen ihrer alten Trasse folgten (etwa von Flagstaff bis Albuquerque), ausgedient. Die verbliebenen Teilabschnitte und die an ihnen liegenden Orte mit einer auf Fernverkehr ausgerichteten Infrastruktur verkamen. Die Route 66 bzw. das, was davon übrigblieb, wird nichtsdestoweniger gerne verklärt. Dabei bilden nur die ca. 50 mi zwischen Topock an der I-40 und Kingman über Oatman ein auch landschaftlich reizvolles Teilstück. Die Strecke von Kingman nach Seligman – gegenüber der I-40 nur 25 mi Umweg und mit kleinen (Foto-) Stopps kaum mehr als eine zusätzliche Stunde Fahrzeit – vermittelt auch noch einen gewissen Eindruck vom Verlauf der alten #66.

Route 66 in Arizona; pixabay CC0

Generell gilt: außer ein paar alten Schildern, dem einen oder anderen Diner im Stil der 1950er-Jahre (z. B. in Albuquerque) und heruntergekommenen und deshalb wieder reizvollen Saloons hier und dort kennzeichnet eher Verfall die alte Hauptstraße. Die «Orte« am Wege bestehen überwiegend aus nichts weiter als einer Handvoll gammliger Strukturen aus besserer Zeit.