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Camper oder Pkw/Zelt für eine Reise durch die USA?

Bei der persönlichen Bewertung des Campers kommt es – wie gesagt – darauf an, wie man dessen Vor- und Nachteile im Verhältnis zu den hohen Mietkosten gewichtet. Manche Leute reduzieren die Kosten, indem sie ein größeres Fahrzeug durch zwei Parteien teilen. Das macht ökonomisch Sinn, da die Groß-Camper gar nicht so wesentlich teurer als kleinere Modelle sind, führt aber sicher nicht immer nur zu ungetrübter Ferienfreude. Potentielle Campermieter, die vor den Kosten zurückschrecken, sollten zunächst intensiv Preise vergleichen und ggf. ein Ausweichen in die Nebensaison erwägen.
Die zweifelsfrei sparsamste Alternative ist ein Pkw mit Zeltausrüstung, die man mitbringt (schwierig/teuer beim neuen Transatlantik-Freigepäck von 23 kg/Person) oder in den USA zu geringen Kosten komplettiert. Wer es bequemer haben möchte, mietet einen Minivan mit 7 Plätzen, der bis zu 4 Personen mit Campinggepäck reichlich Platz bietet (inkl. Vollkasko bei deutschen Veranstaltern ab ca. €300 pro Woche). Wie oben erwähnt, muss man nicht unbedingt jede Nacht auf dem Zeltplatz verbringen, sondern kann bei Gelegenheit und schlechtem Wetter im Motel übernachten und dennoch preiswert reisen.



Miet-Pkw und Hotel/Motel für eine Reise durch die USA

Sofern man nicht überwiegend in besonders teuren Quartieren absteigt, dürfte eine Pkw-Rundreise selbst bei ausschließlicher Übernachtung im H/Motel in den Monaten Mai-Oktober weniger als eine Reise per Campmobil kosten. Nachteilig und zu bedenken ist dabei nur Folgendes:

Hierzulande kann man in Dörfern und Städten nach Ankunft Bummeln gehen und schon mal ein für den Abend in Frage kommendes Restaurant oder die Kneipenszene »ausgucken«. In den USA ist das mit Ausnahme weniger touristischer Brennpunkte selten möglich. Spätestens nach Einbruch der Dunkelheit sind die Zentren vieler Orte (sofern überhaupt vorhanden!) faktisch wie ausgestorben, bisweilen gefährlich. Los ist vielleicht noch ein bisschen in der nächsten Shopping Mall (bis maximal 21 Uhr), später in verstreut liegenden Lokalen oder (nur in größeren Städten) in einem der Restaurant- und Kneipenkomplexe.
Wobei diese Nachteile im Frühjahr und Herbst, wenn es recht früh dunkel wird, noch stärker zu Buche schlagen.

Erreichen lässt sich alles ohnehin nur mit dem Auto. Als Übernachter wird man oft irgendwo in der Nähe seiner Unterkunft landen, z.B. in einem der Kettenrestaurants an den Ausfallstraßen, und sich danach mangels besserer Zerstreuungsmöglichkeiten vorm Fernseher wiederfinden.
Die (nicht überall vorhandene) Alternative zu Unter- bis Mittelklasse- Motels sind teure, höherklassige Hotels, die Coffee Shop, Restaurant und Bar, häufiger einen Indoor-Pool und ein bisschen Abendunterhaltung unter einem Dach bieten.
Wer überwiegend solche Häuser bucht und diesen Hoteltyp mag, reist in den USA – trotz (im Vergleich zur bereits guten Mittelklasse) deutlich höherer Kosten – eher günstiger als bei identischem Verhalten in Europa. Die oben geäußerte Skepsis gegenüber längeren Reisen mit Pkw und Hotelübernachtung gilt nicht für diese Variante. Im Gegenteil: bei »richtiger« Routen- und Quartierwahl lassen sich wunderbar abwechslungsreiche und angenehme Wochen gerade im Westen der USA verbringen. Voraussetzung ist allerdings, dass bei dieser Form der Reisegestaltung die Höhe der Kosten keine besondere Rolle spielen sollte.
Kontakte zu anderen Reisenden ergeben sich in Motels und Hotels (ohne Service-Einrichtungen) selten, weil der einzelne Gast ziemlich isoliert ist. Camper, junge Leute und alle anderen, die in Hostels oder anderen alternativen Quartieren absteigen haben es da leichter.


USA - Flugzeug und Mietwagen

Ein typischer Reisewunsch im Westen der USA betrifft den Besuch der Nationalparks des Großen Plateaus einschließlich des Grand Canyon, der Großstädte Kaliforniens und des recht weit nördlich liegenden Yellowstone National Park. Derart weit auseinanderliegende Reiseziele per Auto miteinander zu verbinden, erfordert erhebliche Fahrleistungen durch zum Teil unattraktive Wüstengebiete und hohe Benzinausgaben. Erheblich einfacher ist es da, im Rahmen einer längeren Reise mehrere Städte anzufliegen und von dort kleinere Rundreisen zu starten.
Eine schöne Möglichkeit wäre z.B., zwei kürzere Trips per Pkw/ Hotel ab San Francisco (in die Nationalparks der Sierra Nevada und zurück über Morro Bay und Monterey entlang der Pazifikküste auf dem Highway #1) und Salt Lake City (zu den Grand Teton/Yellowstone National Parks) zu unternehmen, und dann – etwa ab Las Vegas – noch eine oder zwei Wochen im Camper anzuschließen. In der Hochsaison ist das bei zwei Personen nicht oder unwesentlich teurer, dafür entspannter als eine durchgehende 4-Wochen-Tour im Wohnmobil.
Wer also bei begrenzter Zeit weit auseinanderliegende Ziele besuchen möchte oder eine Rundreise durch die USA plant, die schwerpunktmäßig in mehrere Cities gehen soll, findet mit sog. Airpässen ggf. die preiswertesten Flugtickets für die Teilstrecken bzw. die Rundreise. Man kann aber die gewünschten Flüge durchaus auch einzeln erst in Eigeninitiative im Internet kaufen und damit nicht unbedingt teurer fliegen.

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