Schweizer Franken


Übersicht der historischen Wechselkurse des Schweizer Franken in Mark und Euro von 1990 bis 2025.

Angegeben sind jeweils die Jahresdurchschnitte bzw. die Höchst- und Tiefststände eines Kalenderjahres. Die Schwankungsbreite des Frankenkurses gegenüber dem Euro innerhalb von zwölf Monaten konnte allerdings beträchtlich sein.

Jahr1 Schweizer Franken -> DMJahreshochJahrestief
19901.16481.21931.0924
19911.15711.20261.1201
19921.11131.15111.0765
19931.11911.18131.0746
19941.18661.20821.1689
19951.21271.24771.1733
19961.21781.2451.1496
19971.19511.24051.1418
19981.21381.24561.1819
19991.22211.27191.1978
20001.25631.30671.2093

Wechselkurs ab 2001 in Euro:

Jahr1 Schweizer Franken -> EuroJahreshochJahrestief
20010.662320.696800.64620
20020.681780.690930.67386
20030.657880.6989420.63541
20040.647850.663880.63166
20050.645750.653460.63901
20060.635640.648340.6213
20070.608860.625010.5955
20080.630740.693630.60436
20090.662560.684570.65091
20100.725120.804290.67267
20110.812850.965340.75804
20120.8296960.8327780.819941
20130.8123480.8273350.793714
20140.8233410.8327090.807559
20150.9373631.0187450.831808
20160.9173780.9357160.895335
20170.9005990.9401150.849473
20180.8660890.8915040.834307
20190.8991670.9234460.871840
20200.9342020.9513840.920302
20210.9252470.9679610.899766
20220.9961701.0596590.945984
20231.0293891.0799170.994431
20241.0500781.0790981.007658
20251.0672731.0887321.037237

Entwicklung des Schweizer Franken (CHF)

Der Franken hat seit 1970 eine Entwicklung als stabile Reservewährung durchlaufen, geprägt von Wechselkursfreiheit, Aufwertungen und Interventionsmaßnahmen der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
1970er Jahre: Ende Bretton Woods
1973 endete die Bindung an den US-Dollar im Bretton-Woods-System, was zu schwankenden Kursen führte. Der Franken wertete sich stark auf (um 40-60% gegenüber wichtigen Währungen), ausgelöst durch die Ölkrise, Kapitalzuflüsse und Neutralität der Schweiz, was zu Rezession und “Hochpreisinsel”-Status führte. Die SNB intervenierte mit Liquiditätsmaßnahmen, um die Aufwertung zu bremsen.
1980er-1990er: Stabilität und Krisen
In den 1980er Jahren blieb der Franken stark, litt aber unter Überbewertung; der Crash 1987 und Zinserhöhungen lösten eine Immobilienblase und Rezession aus. Die 1990er brachten Währungskrisen (z. B. schwacher Dollar), doch Zinssenkungen halfen langfristig; der Franken behauptete sich als sicherer Hafen.
2000er-2010er: Eurokrise und Mindestkurs
Während der Eurokrise (ab 2008) floss Kapital in den Franken, was zu extremer Aufwertung führte. 2011 legte die SNB einen Mindestkurs von 1,20 CHF pro Euro fest, der 2015 überraschend aufgegeben wurde und zu massiver Franken-Stärke führte.
Seit 2020: Inflation und Interventionen
In der Pandemie und Ukraine-Krise blieb der Franken Reservewährung; die SNB kaufte massiv Fremdwährungen, um Inflation niedrig zu halten (Ziel: 0-2%). Bis 2026 gilt er als eine der stabilsten Währungen weltweit.