Der Schweizer Franken gehört zu den stabilsten Währungen der Welt. Gegenüber der D-Mark und später gegenüber dem Euro hat er langfristig erheblich an Wert gewonnen. Die folgende Übersicht zeigt die Jahresdurchschnittskurse sowie die jeweiligen Höchst- und Tiefststände von 1990 bis 2025.
Den tagesaktuellen Frankenkurs können Sie im Währungsrechner von Reisebuch.de abfragen. Weitere Zeitreihen finden Sie in unserer Übersicht der historischen Wechselkurse.
Das Wichtigste vorweg
- Der Schweizer Franken hat gegenüber dem Euro seit der Finanzkrise deutlich aufgewertet.
- Im Jahresdurchschnitt 2007 entsprach ein Franken nur rund 0,609 Euro; 2025 waren es bereits rund 1,067 Euro.
- Seit 2022 ist ein Schweizer Franken im Jahresdurchschnitt mehr als einen Euro wert.
- Der Franken gilt als Flucht- oder Safe-Haven-Währung und wird in wirtschaftlich oder politisch unsicheren Zeiten häufig verstärkt nachgefragt.
- Die Schweizerische Nationalbank versucht über Zinsen und Devisenmarktinterventionen, übermäßige Wechselkursschwankungen zu begrenzen.
Hinweise zu den Tabellen
Angegeben ist jeweils der Gegenwert eines Schweizer Frankens in D-Mark beziehungsweise Euro. Eine steigende Zahl bedeutet daher, dass der Franken gegenüber der deutschen oder europäischen Währung stärker geworden ist.
Die Jahresdurchschnittswerte beruhen auf den Kursen der jeweiligen Handelstage. Als Jahreshoch und Jahrestief werden die höchsten und niedrigsten Tageswerte innerhalb des Kalenderjahres angegeben. Bank-, Kreditkarten- und Bargeldkurse können von diesen Referenzwerten abweichen, da Banken und Zahlungsdienstleister Aufschläge und Gebühren berechnen.
Schweizer Franken in D-Mark von 1990 bis 2000
| Jahr | 1 Schweizer Franken in DM | Jahreshoch | Jahrestief |
|---|---|---|---|
| 1990 | 1,1648 | 1,2193 | 1,0924 |
| 1991 | 1,1571 | 1,2026 | 1,1201 |
| 1992 | 1,1113 | 1,1511 | 1,0765 |
| 1993 | 1,1191 | 1,1813 | 1,0746 |
| 1994 | 1,1866 | 1,2082 | 1,1689 |
| 1995 | 1,2127 | 1,2477 | 1,1733 |
| 1996 | 1,2178 | 1,2450 | 1,1496 |
| 1997 | 1,1951 | 1,2405 | 1,1418 |
| 1998 | 1,2138 | 1,2456 | 1,1819 |
| 1999 | 1,2221 | 1,2719 | 1,1978 |
| 2000 | 1,2563 | 1,3067 | 1,2093 |
Schweizer Franken in Euro von 2001 bis 2025
Der Euro wurde bereits 1999 als Buchgeld eingeführt; Euro-Banknoten und -Münzen kamen am 1. Januar 2002 in Umlauf. Wegen des festgelegten Umrechnungskurses von 1 Euro zu 1,95583 D-Mark lassen sich die Werte der Übergangsjahre eindeutig umrechnen.
| Jahr | 1 Schweizer Franken in Euro | Jahreshoch | Jahrestief |
|---|---|---|---|
| 2001 | 0,662320 | 0,696800 | 0,646200 |
| 2002 | 0,681780 | 0,690930 | 0,673860 |
| 2003 | 0,657880 | 0,698942 | 0,635410 |
| 2004 | 0,647850 | 0,663880 | 0,631660 |
| 2005 | 0,645750 | 0,653460 | 0,639010 |
| 2006 | 0,635640 | 0,648340 | 0,621300 |
| 2007 | 0,608860 | 0,625010 | 0,595500 |
| 2008 | 0,630740 | 0,693630 | 0,604360 |
| 2009 | 0,662560 | 0,684570 | 0,650910 |
| 2010 | 0,725120 | 0,804290 | 0,672670 |
| 2011 | 0,812850 | 0,965340 | 0,758040 |
| 2012 | 0,829696 | 0,832778 | 0,819941 |
| 2013 | 0,812348 | 0,827335 | 0,793714 |
| 2014 | 0,823341 | 0,832709 | 0,807559 |
| 2015 | 0,937363 | 1,018745 | 0,831808 |
| 2016 | 0,917378 | 0,935716 | 0,895335 |
| 2017 | 0,900599 | 0,940115 | 0,849473 |
| 2018 | 0,866089 | 0,891504 | 0,834307 |
| 2019 | 0,899167 | 0,923446 | 0,871840 |
| 2020 | 0,934202 | 0,951384 | 0,920302 |
| 2021 | 0,925247 | 0,967961 | 0,899766 |
| 2022 | 0,996170 | 1,059659 | 0,945984 |
| 2023 | 1,029389 | 1,079917 | 0,994431 |
| 2024 | 1,050078 | 1,079098 | 1,007658 |
| 2025 | 1,067273 | 1,088732 | 1,037237 |
Was die Zahlen zeigen
Besonders auffällig ist die Entwicklung seit 2007. Damals erhielt man für einen Schweizer Franken im Jahresdurchschnitt lediglich 0,6089 Euro. Im Jahr 2025 waren es 1,0673 Euro. Ein Franken kaufte damit rund 75 Prozent mehr Euro als 18 Jahre zuvor.
Aus europäischer Sicht lässt sich dieselbe Entwicklung umgekehrt ausdrücken: Für einen Euro erhielt man 2007 durchschnittlich noch etwa 1,64 Franken. Im Jahr 2025 waren es nur noch rund 0,94 Franken. Der Euro hat gegenüber der Schweizer Währung somit erheblich an Kaufkraft verloren.
Für Reisende aus dem Euroraum bedeutet ein starker Franken, dass Übernachtungen, Gastronomie, Bahnfahrten und Einkäufe in der Schweiz bei ansonsten unveränderten Preisen teurer werden. Der Wechselkurs ist allerdings nur ein Faktor. Auch das generell hohe schweizerische Preis- und Lohnniveau trägt dazu bei, dass die Schweiz als kostspieliges Reiseland gilt.
Die langfristige Entwicklung des Schweizer Frankens
1973: Übergang zu freien Wechselkursen
Bis Anfang der 1970er Jahre war der Schweizer Franken im Rahmen des Bretton-Woods-Systems mittelbar an den US-Dollar gebunden. Nachdem die USA 1971 die Goldkonvertibilität des Dollars beendet hatten, geriet das System fester Wechselkurse zunehmend unter Druck.
1973 löste die Schweiz den Franken endgültig vom US-Dollar und führte flexible Wechselkurse ein. Die Schweizerische Nationalbank konnte damit erstmals eine weitgehend eigenständige Geldpolitik betreiben. In den folgenden Jahren wertete der Franken kräftig auf. Kapitalzuflüsse, vergleichsweise niedrige Inflationsraten und das internationale Vertrauen in die Schweiz verstärkten diese Entwicklung.
Bereits 1978 sah sich die Nationalbank veranlasst, der Aufwertung entgegenzuwirken. Sie formulierte zeitweise ein Wechselkursziel gegenüber der D-Mark, um die exportorientierte Schweizer Wirtschaft vor einem übermäßig teuren Franken zu schützen.
1980er und 1990er Jahre: Stärke mit Schwankungen
In den 1980er Jahren blieb der Franken grundsätzlich stark, entwickelte sich gegenüber der D-Mark jedoch keineswegs geradlinig. Zinsunterschiede, Konjunkturzyklen und internationale Finanzmarktkrisen führten zu erheblichen Schwankungen.
In den 1990er Jahren bewegte sich ein Franken überwiegend zwischen etwa 1,10 und 1,25 D-Mark. Die vergleichsweise niedrige Inflation, politische Stabilität, ein leistungsfähiger Finanzsektor und anhaltende Leistungsbilanzüberschüsse festigten den Ruf des Frankens als verlässliche Anlagewährung.
Der Franken war und ist allerdings keine globale Leitwährung von der Bedeutung des US-Dollars oder des Euro. Treffender ist die Bezeichnung Safe-Haven- oder Fluchtwährung: In Krisenzeiten suchen Anleger verstärkt Sicherheit in Frankenanlagen, selbst wenn die erzielbaren Zinsen niedriger sind als in anderen Währungsräumen.
1999 bis 2007: Vergleichsweise schwacher Franken
Bei der Einführung des Euro als Buchgeld im Jahr 1999 entsprach ein Euro durchschnittlich etwa 1,60 Franken. In den folgenden Jahren schwankte der Kurs zunächst vergleichsweise wenig.
Seinen niedrigsten Jahresdurchschnitt gegenüber dem Euro erreichte der Franken innerhalb der hier betrachteten Zeitreihe 2007. Ein Franken war damals im Mittel nur etwa 0,609 Euro wert; umgekehrt kostete ein Euro rund 1,64 Franken.
Diese Phase endete mit der internationalen Finanzkrise. Während Anleger risikoreiche Anlagen mieden, stieg die Nachfrage nach Schweizer Franken deutlich.
2008 bis 2011: Finanz- und Eurokrise
Die globale Finanzkrise ab 2008 und die anschließende europäische Staatsschuldenkrise führten zu massiven Kapitalbewegungen. Der Franken gewann gegenüber dem Euro rasch an Wert.
Zwischen 2007 und 2011 stieg der durchschnittliche Gegenwert eines Frankens von rund 0,609 auf 0,813 Euro. Im Verlauf des Jahres 2011 näherte sich der Franken zeitweise sogar der Parität zum Euro. Für die Schweizer Exportwirtschaft, den Tourismus und Unternehmen mit hohen Kosten in Franken wurde diese Entwicklung zunehmend problematisch.
2011 bis 2015: Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro
Am 6. September 2011 führte die Schweizerische Nationalbank einen Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro ein. Sie erklärte sich bereit, zur Verteidigung dieses Kurses notfalls unbegrenzt Fremdwährungen zu kaufen.
Wichtig ist die Richtung der Notierung: Der Mindestkurs bedeutete nicht, dass ein Franken mindestens 1,20 Euro wert sein sollte. Vielmehr durfte ein Euro nicht weniger als 1,20 Franken kosten. Ein stärkerer Franken sollte damit verhindert werden.
Der Mindestkurs stabilisierte das Verhältnis beider Währungen für mehr als drei Jahre. Die Jahreswerte von 2012 bis 2014 zeigen deshalb nur eine geringe Schwankungsbreite.
15. Januar 2015: Aufhebung des Mindestkurses
Am 15. Januar 2015 hob die Nationalbank den Mindestkurs überraschend auf. Hintergrund war vor allem die anhaltende Schwäche des Euro. Die Verteidigung der Marke von 1,20 Franken hätte immer umfangreichere Devisenkäufe erfordert und die Bilanz der Nationalbank weiter aufgebläht.
Unmittelbar nach der Entscheidung stieg der Franken zeitweise um mehr als 20 Prozent. Der Markt beruhigte sich anschließend wieder, doch der Franken blieb dauerhaft erheblich stärker als vor der Finanzkrise.
Im Jahresdurchschnitt 2015 entsprach ein Franken bereits 0,937 Euro. Im Tagesverlauf wurde zeitweise sogar die Parität überschritten: Ein Franken war damit mehr als einen Euro wert.
2015 bis 2021: Negativzinsen und Devisenkäufe
Nach der Aufhebung des Mindestkurses setzte die Nationalbank vor allem auf Negativzinsen und Devisenmarktinterventionen. Zwischen 2009 und 2021 kaufte sie in großem Umfang Fremdwährungen.
Mit diesen Käufen wollte sie den Aufwertungsdruck auf den Franken begrenzen. Kauft die Nationalbank Euro, Dollar oder andere Fremdwährungen gegen Franken, erhöht sie das Angebot an Franken. Dies wirkt tendenziell einer weiteren Aufwertung entgegen.
Die Maßnahmen dienten nicht in erster Linie dazu, die Inflation niedrig zu halten. Im Gegenteil: Ein übermäßig starker Franken verbilligt Importe und kann Deflation begünstigen. Die Devisenkäufe sollten daher auch verhindern, dass die ohnehin geringe Inflation weiter sank.
Trotz dieser Politik blieb der Franken stark. Während der Corona-Pandemie wurde er erneut als sicherer Hafen gesucht.
2022 bis 2025: Parität und Bekämpfung importierter Inflation
Mit dem weltweiten Anstieg der Inflation änderte die Nationalbank ihre Strategie. Ein stärkerer Franken war nun nicht mehr ausschließlich ein Problem, sondern half, die in Franken berechneten Preise importierter Energie, Rohstoffe und Waren zu begrenzen.
Die Nationalbank ließ deshalb ab 2021 eine gewisse Aufwertung zu. 2022 und 2023 verkaufte sie zudem Fremdwährungen und kaufte dabei Franken zurück. Dadurch wurde die Schweizer Währung gestützt und importierter Preisdruck abgeschwächt.
Im Verlauf des Jahres 2022 überschritt der Franken gegenüber dem Euro nachhaltig die Parität. Seit 2023 lag auch der Jahresdurchschnitt über einem Euro je Franken. 2025 erreichte der Durchschnittswert mit rund 1,067 Euro einen neuen Höchststand innerhalb der Tabelle.
Warum ist der Schweizer Franken so stark?
Die langfristige Stärke des Frankens lässt sich nicht auf einen einzelnen Faktor zurückführen. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenwirken mehrerer wirtschaftlicher und institutioneller Besonderheiten:
- vergleichsweise niedrige Inflationsraten,
- politische und rechtliche Stabilität,
- Vertrauen in die Schweizerische Nationalbank,
- hohe Leistungsbilanzüberschüsse,
- ein bedeutender Finanz- und Vermögensverwaltungssektor,
- Nachfrage nach Frankenanlagen in internationalen Krisen,
- geringe Staatsverschuldung im internationalen Vergleich.
Eine besondere Rolle spielt der Status als sicherer Hafen. Steigt die Unsicherheit auf den internationalen Finanzmärkten, werden häufig Franken gekauft. Dies kann die Währung auch dann aufwerten, wenn die Schweizer Zinsen niedriger sind als die Zinsen in den USA oder im Euroraum.
Die Rolle der Schweizerischen Nationalbank
Die Schweizerische Nationalbank verfolgt kein festes Wechselkursziel. Ihr vorrangiger Auftrag ist die Preisstabilität unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung.
Weil die Schweiz eine kleine und stark international verflochtene Volkswirtschaft ist, beeinflusst der Wechselkurs die Inflation und die wirtschaftliche Entwicklung besonders stark. Ein rasch steigender Franken verbilligt Importe, belastet aber Exporte, Tourismus und Unternehmen, die ihre Einnahmen überwiegend im Ausland erzielen.
Die Nationalbank kann den Kurs deshalb auf mehreren Wegen beeinflussen:
- durch Veränderungen des Leitzinses,
- durch Käufe oder Verkäufe von Fremdwährungen,
- durch ihre Kommunikation über mögliche Interventionen,
- zeitweise durch außergewöhnliche Maßnahmen wie den Mindestkurs von 2011 bis 2015.
Deviseninterventionen wirken dabei in beide Richtungen. Fremdwährungskäufe schwächen tendenziell den Franken; Fremdwährungsverkäufe stärken ihn.
Schweizer Franken und Euro: keine verlässliche Prognose möglich
Aus der historischen Entwicklung lässt sich keine sichere Prognose für kommende Jahre ableiten. Der Frankenkurs hängt unter anderem von der Geldpolitik der Nationalbank und der Europäischen Zentralbank, den Inflationsunterschieden, der Konjunktur, internationalen Krisen und den Erwartungen der Finanzmärkte ab.
Auch ein langfristig starker Franken kann zwischenzeitlich deutlich nachgeben. Umgekehrt können neue Krisen rasch zu weiteren Kapitalzuflüssen und einer erneuten Aufwertung führen.
Für eine aktuelle Umrechnung verwenden Sie bitte unseren Währungsrechner. Die dort angezeigten Marktkurse entsprechen allerdings nicht zwingend den tatsächlichen Abrechnungskursen von Banken, Kreditkartenunternehmen oder Wechselstuben.
Weitere historische Wechselkurse
Auf Reisebuch.de finden Sie außerdem ausführliche Zeitreihen zu anderen wichtigen Währungen:

