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Boeing 777 der Air Canada über den Rocky Mountains / © by Air Canada
Boeing 777 der Air Canada über den Rocky Mountains / © by Air Canada

Die Fluggesellschaft Air Canada hat ihren Sitz in Montreal und gehört seit ihrer Gründung zu einer der innovativsten Airlines weltweit. Sie ist Gründungsmitglied der Star Alliance und bedient von ihren Drehkreuzen Montreal, Toronto, Calgary und Vancouver Flugziele auf der ganzen Welt.

Geschichte der Fluggesellschaft

Am 10. April 1937 gründete die Eisenbahngesellschaft Canadian Naional Railway eine kleine Fluggesellschaft, die zunächst Trans-Canada-Airlines hieß. Zunächst wurden Linienflüge zwischen Vancouver und Seattle angeboten - ein "Katzensprung" über die amerikanische Grenze, der in 50 Minuten mit einer Lockheed 10A zwei Passagiere und Briefpost transportierte.

In der Folge expandierte das Unternehmen und im Jahre 1949 folgte die Verlegung in den dichter besiedelten Osten des Landes, nach Montreal.

Bereits früh leistete die kanadische Fluggesellschaft Pionierarbeit für die moderne Luftfahrt. Als weltweit erste Airline nahm sie 1953 ein rechnergesteuertes Reservierungssystem in Betrieb.

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Als "Air Canada" wurde die Airline schließlich im Jahre 1965 aus der Taufe gehoben. Der Umbenennung voraus ging die Ernennung zur "Nationalen Fluggesellschaft Kanadas" ein Jahr zuvor. Ender der 70er Jahre schließlich wurde die Airline aus der Unternehmensstruktur der Canadian National Rail ausgegliedert und erlangte ihre Unabhängigkeit.

Aus europäischer Sicht bemerkenswert ist die frühe Bindung an den Flugzeughersteller Airbus, dem Air Canada lange die Treue hielt. Der Bestellung von 34 Airbus A 320 im Jahre 1983 folgten viele weitere in den darauffolgenden Jahren.

Auch im Schutz der Nichtraucher übernahm die Fluggesellschaft eine frühe Führungsrolle. Bereits 1987 wurde ein allgemeines Rauchverbot auf Air Canada-Flügen eingeführt.

Ebenfalls Vorreiter war Air Canada bei der Einführung eines Drei-Klassen-Systems (1994) und des elektronischen Ticketsystems (seit 1995). An der Gründung der ersten und bis heute größten Luftfahrtallianz Star Alliance war die Airline ebenfalls beteiligt (zusammen mit Lufthansa, Thai Airways, SAS Scandinavian Airlines und United Airlines).

1989 wurde Air Canada privatisiert, im Januar 2001 folgte die Übernahme der zweitgrößten kanadischen Fluggesellschaft Canadian Airlines. Air Canada wurde damit zum zwölftgrößten Passagierfluganbieter weltweit und transportierte etwa im Jahr 2007 stolze 31 Mio. Passagiere.

Historische Northstar der Trans-Canada-Airlines / © Air Canada
Historische Northstar der Trans-Canada-Airlines / © Air Canada

Es gab jedoch auch turbulente Zeiten bei Air Canada. Nach den Terroranschlägen des 11. September und der allgemeinen Krise der Luftfahrtbranche kamen auch die Kanadier in Bedrängnis und beantragten am 1. April 2003 Gläubigerschutz. Der Betrieb wurde radikal umstrukturiert und konnte 18 Monate später den Bankrott wieder verlassen. Neuer Besitzer ist nun die ACE Aviation Holdings. Unter anderem wurden die Großraumflugzeuge Boeing 747 stillgelegt und durch kleinere Maschinen ersetzt. Air Canada wendete sich zunehmend von Airbus ab und bestellt nun die meisten Maschinen wieder bei Boeing.
 
Air Canada selbst bedient fünf Kontinente und ist durch die Star Alliance in der gesamten Welt vertreten. In Europa ist die Airline in Frankreich, Deutschland, Irland, Großbritannien, Italien und der Schweiz vertreten. In Deutschland werden Frankfurt am Main und München angeflogen.

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Flotte der Fluggesellschaft Air Canada

Air Canada betreibt mit ihren Tochterunternehmen Air Canada Jazz (Regionalflüge) und Air Canada Jetz (Business-Class-Flüge) insgesamt 344 Flugzeuge. Auf den Kurz- und Mittelstrecken kommen vor allem Maschinen des Typs Airbus A 319 und 320 zum Einsatz, für längere Distanzen setzt Air Canada vor allem auf Boeing 767 und 777, zudem wurden 37 Boeing 787 "Dreamliner" bestellt.