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Barcelona: Die Design-Metropole entdecken



Märchenlandschaft: Parc Güell in Barcelona / creisor © flickr.com
Märchenlandschaft: Parc Güell in Barcelona / creisor © flickr.com

In Barcelona geben sich Tradition und Modernität die Klinke in die Hand. Man findet prunkvolle Jugendstilhäuser neben moderner Glasarchitektur. Überall in der katalanischen Hauptstadt laden kleine Parkanlagen mit Skulpturen zum Verweilen ein.

Architektur und Innenarchitektur wurden in der Design-Metropole schon immer groß geschrieben. Insbesondere der Architekt Antoni Gaudi hat um die 19. Jahrhundertwende dazu beigetragen. Die olympischen Spiele von 1992 haben diesen Trend aber noch verstärkt.

In vielen Bars, Diskotheken und Restaurants finden sich heute bisweilen gewagte Möbelkreationen, die beim Betrachter Zweifel hinsichtlich ihrer Standfestigkeit hervorrufen. 



In den Museen der Stadt stehen neben Kunstschätzen von Picasso und Miro auch außergewöhnliche Kreationen, wie etwa Leichenwagen im Leichenwagenmuseum in der Sancho de Avila 2.

Die katalanische Küche lässt das Herz eines jeden Feinschmeckers höherschlagen. Mit meist einfachen Zutaten und viel Kreativität und Raffinesse werden leckere Gerichte auf den Tisch gezaubert. Bacaloa al pil-pil oder Stockfisch mit Chili und Knoblauch sind etwa sehr zu empfehlen. Katalanischer Rotwein gehört zur Weltklasse.

Zu Abend essen die Katalanen (wie die Spanier im Allgemeinen) für unsere Verhältnisse sehr spät. Ab 21 Uhr finden sich die Einwohner Barcelonas zusammen zum essen, reden, sehen und gesehen werden.

Ermäßigungen bietet die Barcelona-Card für 2 - 5 Tage (45€ bis 60€, Kinder ermäßigt, Kleinkinder bis 3 Jahre frei, Bestellung im Internet unter https://barcelona.de/de/barcelona-card.html ermäßigt). Sie ermöglicht freie Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, freien Eintritt und Ermäßigung in Museen, Geschäften und Restaurants.

Eine eindeutig beste Reisezeit für Barcelona gibt es nicht, da die Stadt zu jeder Jahreszeit viel zu bieten hat. In den Monaten April, Mai, September und Oktober muss allerdings mit Regentagen gerechnet werden.

Überblick über die schönsten Sehenswürdigkeiten in Barcelona

Barcelona kann man sehr gut zu Fuß erkunden, da sich hier eine Sehenswürdigkeit an die nächste reiht. Schnell und sehr günstig ist aber auch die Metro.

Unsere Erkundungstour beginnt am Barri Gotic (Metro Station Jaume I). Das Gotische Viertel gehört zum historischen Zentrum Barcelonas und bietet einige architektonische Highlights. Berühmt ist etwa die Catedral am Placa de la Seu, die der heiligen Eulàlia gewidmet ist. Die Fertigstellung des imposanten Bauwerks dauerte 700 Jahre. Heute ist es Zeugnis der mittelalterlichen Bedeutung der einstigen Königs- und Handelsstadt Barcelona.

Fast daneben befindet sich das Museu Frederic Mares Placa del Rei. Hier kann man die einzigartige Skulpturensammlung des Bildhauers und Kunstsammlers Mares bewundern.

Nur wenige Gehminuten entfernt ist die Kirche Santa Maria del Mar, Placa de Santa Maria. Die beeindruckende Schlichtheit der Kirche wird nur von den kunstfertigen Glasfenstern unterbrochen. Besonders eindrucksvoll ist die große Fensterrosette direkt über dem Eingangsportal.

Im Museu Picasso, Montcada 15, kann man die Werke des meisterhaften Picasso bewundern, hauptsächlich aus seiner frühen Schaffensphase, der sogenannten "Blauen Periode".

Der Palau de la Musica Catalana, Saut Francesc de Paula, liegt nur 15 Gehminuten oder eine U-Bahn-Station weiter. Der Muskipalast wurde zwischen 1905 und 1908 von Domenech i Montaner im Jugendstil erbaut und beherbergt ein wunderschönes Auditorium.



Unser Rundgang führt weiter zum Centro de Cultura Contemporania, Montalegre 5. In diesem Museum für zeitgenössische Kunst werden vor allem Werke aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt. Die Ausstellungen wechseln hier in der Regel alle drei bis vier Monate.

Das wohl wichtigste Wahrzeichen der Stadt Barcelona ist die weltberühmte Sagrada Familia, Placa de la Sagrada Familia. Sie befindet sich nördlich der Altstadt im Stadtteil Eixample. Der berühmte Architekt Antoni Gaudi begann im Jahre 1882 mit den Arbeiten an dem Gotteshaus, das bis heute nicht vollendet ist. Jugendstil und Moderne spiegeln in der Architektur der Kathedrale die Spiritualität Gaudis. 

Ebenfalls ein Werk von Antoni Gaudi ist der Parc Güell, der 1984 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde (Metrostation Lesseps, allerdings mit kleinem Fußmarsch). Der von dem Industriellen Eusebio Güell 1910 in Auftrag gegebene Park bietet von verschiedenen Stellen einen hervorragenden Ausblick über Barcelona. Das eigenwillige Gelände ist ein Muss für jeden Besucher Barcelonas. Aus diesem Grund ist der Park meist ziemlich voll, es empfiehlt sich ein relativ früher Besuch. Der Park ist geöffnet Apr.-Okt. 8:00 bis 20 Uhr (Mai - Sept. bis 21:30 Uhr), Nov.-März um 8:30 bis 18:15 Uhr.

Einen imposanten Blick in die Meereswelt bietet das Aquarium, Moll d'Espanya del Port Vell. Besucher können hier unter Glastunneln auf die verschiedensten Meeresbewohner hinaufblicken. 

Auch das ist Barcelona: Strand in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums / no prawns © flickr.com
Auch das ist Barcelona: Strand in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums / no prawns © flickr.com

Barcelona - die Modernisme

Der "Modernisme" ist eine besondere Form des Jugendstils und hat sich Ende des 19. Jahrhunderts in Barcelona entwickelt. Vor allem Antoni Gaudi war hier federführend. Neben der Sagrada Familia und dem Parc Güell hat Gaudi viele weitere Gebäude in Barcelona entworfen, so zum Beispiel das Casa Milà (La Pedrera) oder die Casa Batllóund. Seit 1984 werden viele dieser Gebäude zum Weltkulturerbe der UNESCO gezählt, und zwar unter dem Titel "Arbeiten von Antoni Gaudí". 2005 wurden weitere Gebäude Gaudís in diese Liste aufgenommen.

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