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Fliegen mit Billigfliegern - ein höheres Sicherheitsrisiko?

Billigflieger Ryanair ist genauso sicher wie andere Fluggesellschaften; pixabay CC0


Perfekte Sicherheitsbilanz: Billigflieger easyJet / © easyJet
Perfekte Sicherheitsbilanz: Billigflieger easyJet / © easyJet

Es war ein gefundenes Fressen für einige Medien: Das verunglückte Flugzeug in Phuket (Thailand) im Sommer 2007 wurde von One-Two-Go betrieben, einer der sogenannten Billigfluggesellschaften. Im Frühjahr 2015 stürzte ein AirBus des deutschen Günstigfliegers germanwings (heute Eurowings)in den französischen Alpen ab. Wiederholt wurde deshalb die Frage aufgeworfen, ob Billigflieger im Allgemeinen unsicherer sind als teure bzw. Linien-Airlines. 


Eines gleich vorweg: Billigflieger sind nicht mehr oder weniger sicher als konventionelle Fluggesellschaften. Die Unfallraten für die beiden Sparten sind in etwa dieselben. In beiden gibt es gute und weniger gute Betreiber.

Es sind vielmehr andere Faktoren, von denen die Flugsicherheit abhängt. Besonders wichtig ist eine strenge staatliche Regulierung und eine ständige Überwachung der Fluggesellschaften. Fluglizenzen sollten nur unter strengen Auflagen vergeben werden. Die Europäische Union ist dabei führend: Gelegentlich werden hier auch (vor allem außer-europäische) Airlines, die als zu unsicher eingeschätzt werden, aus dem europäischen Luftraum verbannt. Wer also innerhalb Europas oder von oder nach Europa fliegt, hat allen Grund, sich sicher zu fühlen.

Ebenfalls wichtig ist das Alter der Flugzeuge. Einige Betreiber kaufen die von anderen Airlines ausgemusterten Maschinen zu billigen Preisen. Die in Phuket verunglückte Maschine war zum Beispiel bereits 24 Jahre alt. Dennoch ist dies keineswegs ein Merkmal von Billigfliegern: Die Flotte von easyJet etwa gehört zu den weltweit jüngsten Flotten im Fluggeschäft. Und dabei sind die Billigflieger gut beraten: modernere Maschinen sind weniger wartungsaufwändig und verbrauchen weniger Treibstoff, so dass sie den höheren Anschaffungspreis relativ bald wieder wett machen. 

Die Flotte von Eurowings (ex germanwings) ist zwar im Durchschnitt deutlich älter, wird aber nach den hohen Lufthansa-Standards gewartet.

Auch nach dem vorsätzlichen Unfall des germanwings-Airbus von 2015 in den französischen Alpen lassen sich daraus keineswegs höhere Sicherheitsrisiken bei Billigfliegern ableiten.


Fazit: Wer heutzutage in Europa fliegt, muss sich in der Regel keine großen Sorgen machen. Das Flugzeug ist hier nach wie vor die sicherste aller Verkehrsarten - egal ob Billigflieger oder konventionelle Airline wie Lufthansa oder Condor.

Im nicht-europäischen Ausland - insbesondere in Entwicklungsländern, in denen die staatliche Kontrolle vielleicht nicht  so gut funktioniert - kann Misstrauen angebracht sein. Andererseits sind auch hier Flugzeugunglücke  selten. Dennoch ist es anzuraten, sich vor Buchung eines Fluges mit einer unbekannten Airline über deren Sicherheitsperformanz zu informieren.

 

 

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