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Die Kunst der Inuit


Inuit bedeutet »Menschen« – so bezeichnen sich die Ureinwohner des hohen Nordens selbst. Sie bewohnen die Breiten nördlich der Baumgrenze, ein Gebiet mit harschen, unwirtlichen Lebensbedingungen.

Zeichen der Inuit; pixabay CC0

Bereits die Vorfahren der Inuit, die Dorset-Eskimo, haben vor 2000 Jahren aus Walrossknochen und Holz Skulpturen geschaffen, die Tiere, menschliche Gestalten und Masken darstellen und wohl religiöse oder magische Bedeutung besaßen. Später wurden ebenfalls Knochen und Steine bearbeitet. Außer Werkzeugen und Waffen entstanden viele figürliche Skulpturen, die als Tauschobjekte bei Europäern begehrt waren.

Die Kunst der Inuit hat eine Vielzahl regionaler Stile und individueller Ausdrucksformen ausgebildet. Die Materialien und Arbeitsweisen sind vielfältig, ebenso wie die Art der Darstellung von realistischen Formen über elegante Stilisierung bis zur reduzierenden Abstraktion. Wiederkehrende Motive liefert die arktische Tierwelt. Neben Vögeln, Robben, Bären und Fischen spielen aber auch menschliche Figuren eine Rolle, oft in Jagd- oder Alltagsszenen. Darüber hinaus gibt es sogenannten »Transformationen«: Gestalten, die den Übergang von Mensch, Tier und Geist ausdrücken.

Das Kunsthandwerk der Inuit trägt heute einerseits dazu bei, alte Traditionen zu bewahren, und sichert andererseits einen Teil des Lebensunterhaltes.